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Emmenbrücke (awp) - Die zur Schmolz+Bickenbach AG gehörende Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr 2010 eine Umsatzerholung auf 3'119,3 (VJ 2'052,1) Mio EUR verzeichnet. Auf Stufe EBITDA lag das Betriebsergebnis bei 232,9 (-181,1) Mio EUR und auf Stufe EBIT bei 121,9 (-288,2) Mio EUR. Unter dem Strich verblieb ein Konzerngewinn von 38,6 (-276,0) Mio EUR, wie der Stahlproduzent und -verarbeiter am Freitag mitteilte.
Der Verwaltungsrat schlägt auch in diesem Jahr einen Dividendenverzicht vor. Bereits im vergangenen Jahr war aufgrund des schlechten Geschäftsverlaufs auf die Ausschüttung einer Dividende verzichtet worden.
Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten (AWP-Konsens) übertroffen. Diese hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 3'016 Mio EUR, einem Betriebsgewinn von 119 Mio und einem Reingewinn von 18 Mio EUR gerechnet.
Nachdem die Lagerabbaumassnahmen bei den Kunden Ende 2009 weitgehend abgeschlossen worden waren, habe sich das Bestellverfahren ab dem ersten Quartal 2010 wieder normalisiert. Zudem habe sich eine spürbare Erholung der Konjunktur eingestellt, heisst es weiter.
Ebenso hätten die umgesetzten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmassnahmen deutlich zur Verbesserung der Ergebnissituation beigetragen. Auf der Marktseite seien zahlreiche Preiserhöhungen umgesetzt worden.
Für 2011 rechnet der Stahlkonzern mit einer weiteren Verbesserung der Ergebnisse. Die gute Auftragslage der Produktions-, Verarbeitungs- und Distributionsbetriebe halte auch in den ersten Monaten des laufenden Jahres an. Die Auslastung der Werke liegt auf einem hohen Niveau. Deshalb erwartet das Unternehmen, dass sich die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöhen und die Ergebniswerte gegenüber dem Vorjahr entsprechend steigen. Man gehe auch von einem deutlich positiven Konzerngewinn für das Gesamtjahr aus, heisst es weiter.
Der Stahlhersteller- und verarbeiter möchte die Hybridanleihe von 80 Mio EUR, welches die Gesellschaft von der Schmolz+Bickenbach Holding AG und der Gebuka AG im Dezember 2008 aufgenommen hat, durch formelles Eigenkapital ersetzen. Der Verwaltungsrat schlägt deshalb an der Generalversammlung vom 15. April vor, eine ordentliche Kapitalerhöhung durchzuführen. Damit sollen die 80 Mio EUR zuzüglich der 16,2 Mio EUR aufgelaufener Zinsen durch Eigenkapital ersetzt werden.
Damit werde die Finanzierungsstruktur der Gesellschaft vereinfacht und gleichzeitig eine bessere Ausgangslage für die längerfristige Finanzierung der Gruppe über das Jahr 2012 hinaus geschaffen, heisst es weiter. Die Hybridanleihe ist mit 15% p.a. zu verzinsen.
Das Emissionsvolumen der Kapitalerhöhung soll möglichst dem Betrag der Hybrid-Forderung entsprechen. Der Nominalbetrag, um den das Aktienkapital erhöht werde und die Anzahl der neu auszugebenden Aktien seien abhängig vom Bezugspreis und Bezugsverhältnis.
Der Verwaltungsrat beabsichtige, am Tag vor der Generalversammlung, d.h. am 14. April, die Ausgabebedingungen der ordentlichen Kapitalerhöhung zu den in diesem Zeitpunkt vorliegenden Marktbedingungen ("at-market") festzulegen und diese am Tag der Generalversammlung bekanntzugeben, heisst es weiter. Die Bezugsrechte der bisherigen Aktionäre bleiben gewahrt. Alle Aktionäre können folglich entsprechend ihrer bisherigen Beteiligung neue Aktien zeichnen und durch Bareinlage liberieren.
dl/ps

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