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Schweizer Online-Kulturmagazin mit Tiefgang

"TheTitle": Viel Platz für Kultur.

(swissinfo.ch)

Das Kultur-Magazin "TheTitle" versteht sich als Kontrapunkt zur knapper werdenden Kulturberichterstattung in den Printmedien. Das Magazin erscheint zehn Mal jährlich, ist gestaltet wie ein Printmagazin, ist aber nur online verfügbar.

"TheTitle" richtet sich an ein deutschsprachiges Publikum mit einem breit gefächerten Interesse an Kultur und Kunst.

"Wir berichten über unterschiedlichste kulturelle Angebote aus und in der Schweiz sowie aus Kulturmetropolen wie Berlin, London, Wien oder New York", erklärt Chefredaktor Rudolf Amstutz im Gespräch mit swissinfo in New York.

Er wolle dem Publikum jeden Monat einen relevanten Überblick verschaffen über die Kulturlandschaft. Leser und Leserinnen sollen auf Neues, Anregendes und Überraschendes stossen können.

"Unser Zielpublikum ist in erster Linie urban ausgerichtet, weltoffen und neugierig, wir verstehen uns aber auf keinen Fall als elitär", sagt Amstutz.

"Wir verweigern uns der Platznot und der damit verbundenen Oberflächlichkeit, die leider heute vielfach die Kulturberichterstattung der Printmedien, vor allem der Tageszeitungen, prägen", erklärt der langjährige Schweizer Kulturjournalist, der vor acht Jahren nach New York gezogen ist und zwischendurch in die Schweiz pendelt.

Aktualität und Hintergrund

Das Magazin präsentiert Aktualitäten und Hintergründe, fachliche Kritik, Geschichten, ausführliche Interviews in verschiedenen Dossiers unter den Rubriken Musik, Film, Kunst, Literatur, Bühne, Comic, Tipps, Gedankengang (Kolumnen aus urbanen Zentren) und 360° (Gesellschaft).

Neu dazugekommen ist in den letzten Monaten ein Blog. "Die Beilage zum Magazin sozusagen", erklärt der Chefredaktor.

Das Magazin versteht sich als Hort der ausführlichen Berichterstattung. "Wir wollen der Kultur den ihr zustehenden Platz einräumen."

Dadurch, dass Geschichten vertieft und in Dossiers auch aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet würden, erhielten auch Mainstream-Themen einen Mehrwert, sagt Amstutz.

"Wir wollten ein Magazin mit Tiefgang und Qualitätsanspruch. Wir wollen nicht schubladisieren, wollen auch dem interdisziplinären Diskurs in der Kultur Platz einräumen."

Ästhetisch einladend

Weshalb ein Online-Magazin produzieren, das wie ein Printmagazin daherkommt? "Wir wollten der Schnelligkeit des Netzes entfliehen."

Die Idee, einen "Anachronismus ins Netz zu stellen, ein Monatsmagazin", sei mit den Grafikern entstanden.

"Ein Magazin, das aussieht wie ein Printprodukt, in dem man blättern und in Ruhe lesen kann, ohne abgelenkt zu werden", erklärt Amstutz.

"TheTitle" besticht ästhetisch durch gute Bildqualität und durch ein ruhiges Layout. Anders als bei den meisten Online-Publikationen gibt es keine beweglichen Elemente wie nervös aufpoppende Werbefenster.

Das Ganze erinnert tatsächlich an ein traditionelles Magazin, bloss fehlt beim "Umblättern" das Rascheln des Papiers.

Auch inhaltlich wirkt das Magazin interessant. In der neusten Ausgabe finden sich unter anderem ein Interview mit dem deutschen Autor Uwe Timm über dessen jüngsten Roman "Halbschatten" sowie aus aktuellem Anlass ein Dossier über den Regisseur Baz Luhrmann ("Australia").

Eine Retrospektive des amerikanischen Fotografen William Eggleston, die zur Zeit im Whitney Museum of American Art in New York gezeigt wird, war der Anlass, diesen Künstler in der aktuellen Ausgabe zu porträtieren.

Nicht zuletzt, weil die Show vom 20. Februar bis 17. Mai 2009 im Haus der Kunst in München zu sehen sein wird. Der Beitrag ist reich bebildert und gibt einem einen guten Einblick in das Werk Egglestones.

Finanzierung

Die erste Ausgabe von "TheTitle" ging Anfang 2007 online. Unter anderem mit einem Dossier über Marc Forster, den Hollywood-Regisseur aus Davos. Der Zugriff aufs Magazin ist kostenlos, und vorläufig auch der Zugriff aufs Archiv.

Wie wird das Magazin finanziert? "Wir gründeten es als unabhängiges Projekt, mit Hilfe einer Anstossfinanzierung, einer zeitlich befristeten Starthilfe, des Berner Herausgebers, die nun langsam ausläuft."

Daneben wird das Magazin über Werbung mitfinanziert. Zudem wirbt "TheTitle" bei seiner Leserschaft um finanzielle Unterstützung.

Heute ist das Magazin als nichtprofitorientierter Verein konzipiert, um seine strategische und inhaltliche Unabhängigkeit wahren zu können. Das Berner Unternehmen bleibt dem Projekt als Sponsor erhalten.

Um die Finanzierung für die Zukunft zu sichern, suchen die Macher nach weiteren Sponsoren. Bei den bisherigen Kontakten seien sie grundsätzlich auf Interesse gestossen.

Unklar sei allerdings, wie sich die globale Finanzkrise auf das Projekt auswirken werde. "Aber ich bin vorsichtig optimistisch, dass es uns auch in einem Jahr noch geben wird", sagt Amstutz.

swissinfo, Rita Emch, New York

Fakten

"TheTitle" ist ein unabhängiges deutschsprachiges Online-Kulturmagazin.
Bis heute kommt der Grossteil der Leserinnen und Leser aus der Schweiz, deren Zahl wächst aber nach Angaben der Macher auch in Berlin, Köln, Wien und Hamburg.
Dazu kommen Nutzer im Rest der Welt. Auch habe das Magazin seit seinem Start zwei treue Leser in Los Angeles.
Zum Redaktionsteam gehören neben Rudolf Amstutz (New York/Biel) die Kulturjournalistin Béatrice Schmidt (Biel).
Zu den freien Autoren zählen unter anderen Hanspeter Künzler (London), Markus Schneider (Berlin), Nick Joyce (Basel), Hans Keller (Zürich) und Ernst Molden (Wien).
Die Autoren arbeiten daneben als freie Journalisten, unter anderem für die Neue Zürcher Zeitung, den Zürcher Tages-Anzeiger, die Berliner taz, Schweizer Radio DRS und für Fachmagazine im deutschsprachigen Raum.
Finanziert wird das Magazin von Sponsoren und durch Werbung.
Das Jahresbudget liegt zurzeit bei 180'000 bis 200'000 Franken.
Herausgeber: e-globe-technologies AG, ein Dienstleistungsunternehmen im IT-Bereich mit Sitz in Bern.

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