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FRANKFURT/MÖNCHENGLADBACH (awp international) - Die schwedische SEB verkauft wie erwartet ihr Privatkundengeschäft in Deutschland an die spanische Grossbank Santander. Für 555 Millionen Euro werden die 173 Filialen den Besitzer wechseln, wie beide Banken am Montag mitteilten. Die Banco Santander verdoppelt damit die Zahl ihrer Geschäftsstellen in Deutschland. Die Kartellbehörden müssen dem Kauf noch zustimmen, der Abschluss ist zum Ende des Jahres 2010 vorgesehen.
Die SEB mit Deutschlandsitz in Frankfurt hat nach eigenen Angaben eine Million Privatkunden in der Bundesrepublik und etwa 2.000 Beschäftigte. Weder für Kunden noch für die Mitarbeiter soll sich zunächst etwas ändern. Für die Arbeitnehmer besteht nach Angaben eines SEB-Sprechers eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2011.
Am Geschäft mit Firmenkunden in Deutschland wollen die Schweden festhalten. "Als grösste Volkswirtschaft Europas bleibt Deutschland ein wichtiger Markt für uns", sagte die Chefin des schwedischen Mutterkonzerns, Annika Falkengren.
Die SEB ist seit 35 Jahren auf dem deutschen Markt aktiv. Vor zehn Jahren übernahmen die Schweden das Privatkundengeschäft von der BfG Bank. Im vergangenen Jahr lieferte die SEB mit ihren deutschen Privatkunden einen Verlust von 117 Millionen Euro.
Viel bringt der Verkauf an die Santander der SEB nicht. Denn die mit dem Verkauf unmittelbar verbundenen Kosten belaufen sich nach Angaben der Bank auf 375 Millionen Euro. Hinzu kommen unter anderem Restrukturierungskosten für das verbleibende Deutschlandgeschäft in Höhe von 80 Millionen Euro. Für 2011 rechnet der SEB-Konzern so insgesamt mit einer Ergebnisbelastung von 65 Millionen Euro.
Die Banco Santander hat in Deutschland nach eigenen Angaben 176 Filialen und sechs Millionen Privatkunden und trug 2009 insgesamt 385 Millionen Euro zum Nettogewinn der Santander-Gruppe bei. Der spanische Mutterkonzern erwartet, dass die Übernahme sich mit 10 Basispunkten auf die Kernkapitalquote des Konzerns auswirken wird. Diese habe Ende März bei 8,8 Prozent gelegen. Die Santander-Aktie gab am Montag im frühen Handel 1,13 Prozent auf 9,8560 Euro ab, die Titel von SEB verloren 0,52 Prozent auf 45,69 Euro. Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Morgen mangels Impulsen kaum verändert.
Seit Monaten war über den Verkauf spekuliert worden. Zuletzt hatten sich Hinweise verdichtet, dass die Santander zum Zuge kommen werde. Auch die italienische Unicredit hatte sich für die SEB-Filialen interessiert./ang/ben/dc

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