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Genf (awp) - Der weltgrösste Warenprüfkonzern SGS ist wieder auf Wachstumskurs. Der Gewinn stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 stärker als der Umsatz. Das zweite Halbjahr wies dabei deutlich mehr Dynamik auf als die erste Jahreshälfte. Die Aktionäre sollen eine höhere Dividende erhalten und für 2011 erwartet das Unternehmen weitere Verbesserungen bei Umsatz und Gewinn. Das Akquisitionstempo bleibt derweil weiterhin hoch.
Als erstes grosses börsenkapitalisiertes Schweizer Unternehmen legte SGS am Montag die Zahlen für das abgelaufene Jahr vor. Mit einem Umsatzwachstum von 1% auf 4,76 Mrd CHF und einem Gewinnwachstum von 3,9% auf 588 Mio CHF konnte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten erfüllen. Ohne den Verlust eines Regierungsauftrages in Irland im Bereich Automotive wäre der Umsatz auf konstanter Basis um 5,5% gestiegen. Im ersten Halbjahr betrug das Wachstum zu konstanten Wechselkursen 1,7% und im zweiten Semester 6,6%.
Das operative Ergebnis (EBIT) auf Gruppenebene (adjustiert) stieg um 3,1% auf 848 Mio CHF, daraus resultierte eine EBIT-Marge von 17,8 (17,4)%. Die Anteilseigner sollen eine Dividende von 65 CHF je Aktie erhalten, nach 60 CHF im Vorjahr.
UNTERSCHIEDLICHE DIVISIONSENTWICKLUNG
Positiv entwickelten sich vor allem die Divisionen Mineral Services, Consumer Testing, Systems & Services Certification sowie Governments & Institutions Services. In den letzten drei genannten Bereichen hätten die organischen Wachstumsraten über 7,0% gelegen, hiess es.
Mineral Services habe sich rasch erholt und weise eine starke Nachfrage entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf - dies nach einem schwierigen Jahr 2009. Der Bereich sei von soliden Handelsvolumen, hohen Rohstoffpreisen und zunehmenden Investitionsausgaben geprägt.
Bei Environmental und Industrial Services war der Umsatz vor Akquisitionen rückläufig, was SGS vor allem auf ungünstige Wetterverhältnisse in Nordeuropa, die Wirtschaftskrise in Spanien sowie verzögerte Investitionen im Nahen Osten und Nordamerika zurückführt.
Zehn Unternehmenszukäufe schloss SGS im Jahr 2010 ab und gab dafür 302 Mio CHF aus. Die Akquisitionen trugen 146 Mio CHF zum Umsatz bei und 34 Mio CHF zum operativen Ergebnis. Das organische Wachstum lag bei 3,2%.
AKQUISITIONSTEMPO BLEIBT HOCH
Das Akquisitionstempo bleibt weiterhin hoch. "In den kommenden 30 Tagen werden wir weitere zwei bis drei Zukäufe verkünden", sagte CEO Chris Kirk bei Vorlage der Bilanz in Genf. SGS steht bei Übernahmeverhandlungen eher in Konkurrenz zu Private- Equity-Gesellschaften als zu den direkten Mitbewerbern. Bislang habe sich das Genfer Unternehmen mit den Konkurrenten Bureau Veritas und Intertek bei Akquisitionen noch nie überschnitten, sagte der Konzernchef.
Finanzielle Mittel seien "ausreichend" vorhanden, um weitere Unternehmen zu übernehmen, ergänzte Kirk. "SGS verfügt über genügend Cash." Der operative Cash Flow (vor Sondereffekten) blieb mit 783 Mio CHF stabil, Ende Jahr hielt das Unternehmen Cash in Höhe von 259 Mio CHF (Ende 2009: 476 Mio). Für den Mittelabfluss sorgte laut SGS neben der Ausschüttung an die Aktionäre (455 Mio CHF) auch die Rückzahlung von Verbindlichkeiten (307 Mio CHF). Die Gesellschaft konnte sich über eine Obligation von 550 Mio CHF weitere Liquidität sichern.
Der Warenprüfkonzern SGS will in diesem Jahr einen Gewinn je Aktie von 105 CHF erwirtschaften und hält damit an den bisherigen Prognosen fest. "Wir wollen bis Ende des Jahres dieses EPS erreichen", sagte CEO Chris Kirk am Montag in Genf. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete die Gesellschaft 77,22 CHF je Anteilsschein.
Bis 2014 soll der Gewinn je Aktie auf 140 CHF je Aktie hochgeschraubt werden. Der Warenprüfkonzern will dies sowohl über organisches als auch akquisitorisches Wachstum erreichen. "Wir sind extrem gut im organischen Wachstum", sagte der Konzernchef. Welchen Anteil Zukäufe beisteuern sollen liess er offen. Das ambitionierte Umsatzziel von 8 Mrd CHF bis 2014 hält Kirk für weiterhin erreichbar, ohne jedoch die einzelnen Etappen benennen zu wollen.
Die Aktien von SGS steigen gegen 14 Uhr um 2,3% auf 1'570 CHF. Der Gesamtmarkt (SMI) tendiert derweil leicht fester (+0,5%).
ps/rt

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