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Genf (awp) - Der Warenprüf- und Inspektionskonzern SGS kommt nach der Krise nur langsam in Fahrt. Der Umsatz im ersten Halbjahr stagnierte nahezu, allerdings wurde ein höherer Gewinn erwirtschaftet. Insbesondere in den ersten drei Monaten liefen die Geschäfte weniger erfolgreich. Im zweiten Quartal profitierten die Genfer dann von der sich verbessernden Konjunktur.
Die Sparten entwickelten sich dabei deutlich unterschiedlich. Insbesondere der Bereich Fahrzeugkontrollen musste ein kräftiges Umsatzminus verkraften. Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs gibt sich SGS zuversichtlich und erwartet, in der zweiten Jahreshälfte die Ergebnisse des Vorjahres zu übertreffen.
Nach einem holprigen Jahresanfang stieg der Umsatz im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahres um 1,0% auf 2'352 Mio CHF. "Der Januar und der Februar waren schrecklich", sagte CEO Cris Kirk am Donnerstag bei der Präsentation der Zahlen.
HÖHERER GEWINN - UMSATZ STAGNIERT
Das operative Ergebnis vor ausserordentlichen Faktoren stieg in den ersten sechs Monaten um 2,0% auf 388 Mio CHF, die entsprechende Marge erreichte 16,5%, nach ausserordentlichen Faktoren lag der EBIT 6,1% höher bei 383 Mio CHF. Unter dem Strich kletterte der Reingewinn um 5,9% auf 270 Mio CHF, was der "sehr signifikanten Verbesserungen im zweiten Quartal" zu verdanken sei, so der CEO.
Von den zehn Unternehmensbereichen verbuchte die Hälfte geringere Umsätze als im Vorjahr. In der Sparte Fahrzeugkontrollen ging es mit einem Minus von 28% am kräftigsten bergab. Im Autosegment führte "fast ausschliesslich" der Verlust eines Regierungsauftrags aus Irland zu dem Rückgang, erläuterte Kirk. Nun setzt der Konzernchef auf einen neuen Vertrag für die Zertifizierung von Radarkameras in Frankreich.
Die Agrarsparte litt unter rückläufigen Getreideexporten aus Osteuropa. Zum Umsatzminus von 3,5% habe auch die schwächere Entwicklung in Südamerika beigetragen. Auch in der drittgrössten Sparte Industrie-Service gingen die Verkaufszahlen zurück. Verzögerungen von Investitionen im Öl- und Gasgeschäft sowie der Rückgang des spanischen Bausektors habe belastet.
UNEINHEITLICHE SPARTENENTWICKLUNG
Der stärkste Bereich Öl, Gas und Chemie erlöste dagegen 2,5% mehr als im Vorjahreszeitraum. Ein über 5% liegendes Umsatzplus gab es in den Sparten Bergbau (Mineral Services), staatlichen Kontrollaufträgen (Government & Institution Services) sowie System- und Dienstleistungszertifizierungen und Konsumgütertests (Consumer Testing Services). Hier profitierte SGS vom sich verbessernden Geschäft mit Textilien, Garn und Schuhen in Bangladesch, Indien und der Türkei.
Akquisitionen standen im ersten Halbjahr erneut im Fokus. Insgesamt wurden vier Übernahmen vollzogen. Diese steuerten auf annualisierter Basis rund 30 Mio CHF zum Umsatz bei. Konzernchef Chris Kirk geht davon aus, dass sich weiterhin verschiedene kleinere Übernahmegelegenheiten vor allem im Sektor Consumer Testing bieten werden. Die Übernahme der britischen Inspectorate durch den Konkurrenten Bureau Veritas bereitet SGS keine Sorgen. "Wir hätten den Übernahmepreis nicht bezahlt", so der CEO. SGS sei in diesem Markt schon gut vertreten.
Zum Ausblick heisst es, man erwarte 2010 eine weitere gute Performance mit höheren Werten sowohl auf Topline- wie auch auf Gewinnstufe als 2009. Das Ziel eines EPS von 105 CHF bis Ende 2011 bleibe vorerst weiterhin in Kraft, so Kirk. Neuigkeiten und weitere Auskünfte zur Zielsetzung und M&A-Strategie seien von den Investor Days Ende September zu erwarten.
Die Aktien verliert gegen 12.45 Uhr in einem kaum veränderten Gesamtmarkt um mehr als 3%. Ausbleibende positive Überraschung führen nach den jüngsten Aufschlägen zu Gewinnmitnahmen, heisst es am Markt.
ps/ra

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