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Tel Aviv (awp) - Das Medtech-Unternehmen SHL TeleMedicine hat im Geschäftsjahr 2010 zwar bei Umsatz und Bruttogewinn etwas zugelegt, auf Gewinnstufe fiel das Ergebnis allerdings rückläufig aus. Grund für den Rückgang war die anhaltende Konsolidierung der deutschen Krankenkassen. Für die längerfristige Zukunft sieht sich das Unternehmen allerdings gut aufgestellt.
Der Umsatz legte um 5,0% auf 50,3 Mio USD zu (+4,7% zu konstanten Wechselkursen), der Bruttogewinn um 3,7% auf 33,3 Mio USD (+4,1%). Demgegenüber sank das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA um 1,7% auf 11,4 Mio und auf Stufe EBIT um gut 10% auf 6,0 Mio USD, wie das israelische, aber an der SIX kotierte Unternehmen am Mittwoch vor den Medien in Zürich ausführte. Unter dem Strich blieb ein um 9,3% geringerer Reingewinn von 4,9 Mio USD.
KONSOLIDIERUNG DER DEUTSCHEN KASSEN BELASTET VORÜBERGEHEND
Für das vierte Quartal 2010 vermeldet SHL ein Umsatzwachstum von 3,1% auf 13,5 Mio USD. Das EBIT sank auch hier, und zwar um 6,7% auf 1,4 Mio USD, der Reingewinn fiel um über einen Drittel auf 0,9 Mio USD. Je knapp 45% des Umsatzes 2010 stammten aus den beiden Hauptmärkten Deutschland und Israel, wobei SHL in Deutschland vor allem im Grosskunden-Geschäft (B2B) und in Israel vor allem im Einzelkundengeschäft (B2C) tätig ist. Die restlichen gut 10% stammen aus den USA bzw. dem Rest der Welt.
Die Bilanz bleibt in den Augen des Managements solide. Die Vermögenswerte betrugen per Ende letztes Jahr 95,1 Mio USD, das Umlaufvermögen lag bei 31,1 Mio und das Total der Verpflichtungen bei 20,4 Mio. Das Eigenkapital wurde mit 74,7 Mio USD oder 78,5% des Gesamtvermögens ausgewiesen.
Das Geschäftsjahr 2010 sei geprägt gewesen von einer rasanten Konsolidierung der deutschen Krankenkassen, bedingt durch den zunehmenden massiven Kostendruck im Gesundheitswesen, hiess es. Dies hat zur Folge, dass SHL gewisse Verträge mit bestehenden Kunden von übernehmenden Krankenkassen gekündigt würden und entsprechend neu ausgehandelt werden müssen. Dies führe zu einer sinkenden Patientenzahl und erkläre die 2010 gesunkene Profitabilität.
IN FORTGESCHRITTENEN VERHANDLUNGEN
Da sich der Trend zu Kosteneinsparungen aber weiter fortsetzen dürfte, glaubt SHL an die Zukunft des Geschäfts in Deutschland. "Wir stehen in fortgeschrittenen Verhandlungen mit mehreren Kunden, wobei es um grössere Volumen geht. Ich hätte gerne heute einen neuen Kontrakt kommuniziert, leider hat es nicht ganz gereicht", sagte CO-CEO Erez Alroy dazu. Da der Zeitpunkt und die Volumen von neuen Verträgen derzeit auch nicht völlig klar seien, habe man auch auf eine finanzielle Guidance für 2011 verzichtet.
Umsatz und Rentabilität dürften 2011 aber weiter belastet werden. Im zweiten Halbjahr erwartet die Gruppe jedoch die Rückkehr auf den Wachstumspfad, da dann die erhofften neuen Verträge mit deutschen Krankenversicherern zum Tragen kommen sollten. Bis zur völligen Implementierung von neuen Verträgen rechnet SHL mit etwa 12 bis 18 Monaten.
Die Geschäftsaussichten in Israel dagegen blieben auch 2011 gut, hiess es. Der Konzern möchte dort auch vermehrt ins B2B-Geschäft einsteigen. Vorerst habe das Geschäft mit Einzelkunden den Vorteil, dass es relativ stabil sei. Es sei zwar kein grosser Rückgang zu erwarten, aber auch kein grösseres Wachstum. Das Wachstum dürfte denn auch vor allem aus Deutschland kommen.
Die SHL-Aktie reagierte nicht allzu stark auf die heute präsentierten Zahlen. Bei leicht überdurchschnittlichen Umsätzen lag das Papier am frühen Nachmittag 0,3% höher bei 6,62 CHF (SPI +0,6%). Die Bank Vontobel hat gewisse Bedenken, dass es für SHL schwierig werden könnte, die erforderlichen Verträge zur Überwindung der Probleme abzuschliessen, wie es in einem Kommentar heisst. Die zuständige Analystin will daher die "Buy"-Einstufung und das Kursziel (10 CHF) überprüfen.
uh/mk

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