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SCHANGHAI (awp international) - Der Elektrokonzern Siemens muss sich stärker anstrengen, um seine Wachstumsziele zu erreichen. "Der Rückenwind der Krisenerholung ist nun wohl vorbei", sagte Siemens-Finanzchef Joe Kaeser am Dienstag vor Analysten in Schanghai. Für das laufende dritte Geschäftsquartal rechnet der Konzern aber mit weiterem Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz. Der Gewinn aus fortgeführtem Geschäft dürfte - bereinigt um die Zahlung von rund 650 Millionen Euro an den Atomkonzern Areva - leicht über den 1,4 Milliarden Euro aus dem Vorjahr liegen. Die Sparte für erneuerbare Energien verfehle die internen Zielmarken und um das anhaltend schwierige Diagnostikgeschäft wieder in Ordnung zu bringen brauche es noch einige Quartale.
An der Börse kamen die Aussagen nicht gut an. Die Aktie verlor am Nachmittag 3,87 Prozent auf 89,201 Euro. Ein Analyst monierte den Auftragseingang. Dieser liege, ebenso wie der Umsatz, unter seinen Schätzungen. Zudem sei die Wortwahl von Kaeser vorsichtig und bestätige die Skepsis der Anleger.
ABSCHWÄCHUNG BEREITS ERWARTET
Konzernchef Peter Löscher hatte bereits im Mai gesagt, dass mit einer Abschwächung des Wachstums zu rechnen sei. Für das Geschäftsjahr 2010/2011 (Ende September) hatte Löscher die Gewinnprognose auf "mindestens 7,5 Milliarden Euro" angehoben. Es wäre ein Sprung von 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz soll organisch im mittleren, einstelligen Prozentbereich zulegen.
"Unsere Wachstumsvorstellungen haben sich auch im dritten Quartal bestätigt", sagte Kaeser nun. Gerade der Auftragseingang dürfte durch den Grossauftrag der Bahn für den neuen Fernzug ICx höher ausfallen als ein Jahr zuvor. Auch im Vergleich zu den 20,7 Milliarden Euro aus dem starken zweiten Quartal will Siemens noch einmal übertreffen. Der Umsatz soll über den 17,4 Milliarden Euro aus dem Vorjahr, aber auf dem Niveau des Vorquartals in Höhe von rund 17,7 Milliarden Euro herauskommen.
GESUNDHEIT LAHMT - SCHWELLENLÄNDER BOOMEN
Für das Volumen und den Ertrag dürften die überwiegend guten Geschäfte im Industrie- und Energiesektor sorgen, während die Gesundheitssparte in Teilen weiter unter dem Wettbewerb leidet. Bei den Prognosen klammert Siemens die Siemens IT-Sparte und die Lichtsparte Osram aus, die als nicht fortgeführte Geschäfte erfasst werden. Osram soll im Herbst an die Börse gehen. Bei Osram gebe es Zeichen eines nachlassenden Wachstums, sagte Kaeser. Über den Stand der Börsenpläne angesichts des derzeit unsicheren Marktumfelds wollte sich der Finanzchef nicht äussern. Die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal (Ende Juni) will Siemens am 28. Juli veröffentlichen.
Wachstumschancen sieht Siemens für sich vor allem in den Schwellenländern. Also wirtschaftlich aufstrebenden Nationen, wie China, Indien, Brasilien oder Russland. Neben diesen Ländern will Siemens in den kommenden fünf Jahren auch in Chile, Indonesien, Mexiko oder der Türkei in all seinen Geschäften schneller wachsen als der jeweilige Markt - unter dem Strich also seinen Konkurrenten Marktanteile abjagen. Siemens sei mit seiner lokalen Präsenz und Produkten, etwa zur Energie- und Gesundheitsversorgung oder Infrastrukturlösungen hervorragend aufgestellt um am Wachstum in diesen Märkten teilzuhaben, sagte Siemens-Vorstand Roland Busch. Der Konzern betont bereits seit geraumer Zeit, wie wichtig die wachsende Nachfrage aus den Schwellenländern für das Geschäft ist./stb/jha/fn

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