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Sika 9 Mte: Gewinn schrumpft bei rückläufigem Umsatz auf 199,9 Mio CHF

Dieser Inhalt wurde am 30. Oktober 2009 - 07:00 publiziert

Baar (awp) - Die Sika AG musste in den ersten neun Monaten 2008 eine Umsatzeinbusse auf 3'132,6 (VJ 3'543,1) Mio CHF hinnehmen. Der EBIT und Konzernreingewinn sanken überproportional auf 299,1 (392,4) Mio CHF bzw. auf 199,9 (258,3) Mio CHF, teilte der Baustoffhersteller am Freitag mit. Dabei wird der EBIT vor Restrukturierungskosten mit 321,8 Mio CHF angegeben; im Vorjahresquartal sind keine solchen Aufwendungen angefallen. Die Konzernleitung will im vierten Quartal die Kostensenkungen fortsetzen und rechnet somit mit weiteren Restrukturierungskosten.
Damit hat Sika die Erwartungen der Analysten beim Umsatz leicht, beim EBIT und Reingewinn jedoch deutlich übertroffen. Die durchschnittlichen Schätzungen der von AWP befragten Analysten beliefen sich für den Umsatz auf 3'118,8 Mio CHF für den EBIT auf 265,1 Mio CHF und für den Reingewinn auf 170,5 Mio CHF.
Die Bedingungen in den Zielmärkten des Unternehmens haben sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich geändert, teilt das Unternehmen weiter mit. Sika sei es aber gelungen, in einigen Märkten ihre Marktanteile auszubauen. Der Umsatzrückgang habe sich daher leicht abgeschwächt und für die ersten neun Monate des Berichtsjahres 5,2% in Lokalwährungen (Halbjahr -6.3%). Darin enthalten ist ein Akquisitionseffekt von 2,3%. Wechselkursveränderungen wirkten sich mit 6,4% negativ aus.
Zum Ausblick heisst es, dass, auch wenn die Weltwirtschaft insgesamt am Tiefpunkt der Rezession angekommen zu sein scheine, die wirtschaftliche Entwicklung für die Bauindustrie und auch für weite Teile der Industrie nach wie vor nicht abschätzbar sei. Sika erwarte positive Impulse für den Infrastrukturbau als Folge der von vielen Staaten beschlossenen Konjunkturprogramme, wobei allerdings offen sei, wann diese Impulse tatsächlich spürbar würden.
Demgegenüber sieht das Unternehmen bei kommerziellen Bauten nach wie vor nur wenig Signale für eine baldige Erholung, da private Investoren angesichts grosser Überkapazitäten kaum Anreize für neue Investitionen hätten. Der Wohnungsbau werde weiter auf niedrigem Niveau verharren.
Die Absatzentwicklung im Bereich Industrielle Fertigung sei zu einem grossen Teil vom Konsum der Verbraucher abhängig, heisst es weiter. Steigende Arbeitslosenzahlen und stagnierender oder sinkender Konsum würden erkennen, dass die Situation noch sehr labil sei und das Vertrauen in eine wirtschaftlich stabile Zukunft bisher nicht zurückgekehrt sei.
Sika will die in ihren Zielmärkten vorhandenen Marktchancen weiter nutzen und die Anstrengungen zur Kostensenkung fortsetzen. Im vierten Quartal ist daher mit weiteren Restrukturierungskosten zu rechnen.
rt

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