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SMA Solar sorgt für Euphorie - Prognose erneut angehoben (AF)

Dieser Inhalt wurde am 12. November 2009 - 16:50 publiziert

NIESTETAL (awp international) - Der Solartechnikhersteller SMA Solar hat zum zweiten Mal binnen eines Monats seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben und damit für Euphorie an der Börse gesorgt. Der Vorstand erwartet nun einen Umsatz von 850 bis 900 Millionen Euro, wie die im TecDax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Niestetal bei Kassel mitteilte. Ende Oktober hatte das Unternehmen den Ausblick bereits auf 760 bis 810 Millionen Euro angehoben. Auch die Profitabilität soll noch stärker steigen als bislang erhofft. Nun erwartet SMA eine EBIT-Marge von 23 bis 25 Prozent, zuvor waren es 21,5 bis 23,5 Prozent.
Das Unternehmen profitiert damit noch stärker als erwartet von der Jahresend-Rally auf dem deutschen Solarmarkt. Nach monatelanger Flaute hat die Nachfrage zuletzt massiv angezogen. Viele Modulhersteller melden ausverkaufte Läger. Investoren und Hausbesitzer hatten wegen des Preisverfalls für Solaranlagen den geplanten Kauf lange verschoben. Wer sich allerdings die in diesem Jahr noch höhere Förderung sichern will, dessen Anlage muss bis zum 31. Dezember am Netz sein.
AKTIE SCHIESST NACH OBEN
Die Aktie schoss nach der Mitteilung um gut 17 Prozent nach oben. "SMA hat die Ziele erhöht - und das in einem Sektor, wo alle anderen Unternehmen ihre Prognosen nach unten nehmen", kommentierte ein Händler. SMA gab den Anlegern damit Hoffnung an einem Tag, an dem die Solarunternehmen Q-Cells und Phoenix Solar mit ihren Quartalszahlen auf ganzer Linie enttäuschten. "Mit immer weiter besseren Zahlen ist SMA auch nicht mehr so teuer, wie viele meinen", sagte ein anderer Börsianer.
SMA will an diesem Freitag seine endgültigen Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Bereits vor knapp einem Monat hatte der Wechselrichterhersteller einen Rekordumsatz von 312 Millionen Euro gemeldet. Das liess auch die Erlöse nach neun Monaten wieder über das Vorjahresergebnis steigen, nachdem SMA im ersten Halbjahr noch Einbussen hinnehmen musste. Das operative Ergebnis (EBIT) war im dritten Jahresviertel auf 86 Millionen Euro gestiegen, das waren 23 Millionen Euro mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das EBIT für die ersten neun Monate liegt mit 120 Millionen Euro aber noch knapp 12 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert.
SMA IMMER PROFITABEL
SMA Solar hatte zu Jahresbeginn den weltweiten Nachfrageeinbruch in der Solarbranche zu spüren bekommen, sich aber im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen stets in den schwarzen Zahlen gehalten. SMA stellt Wechselrichter her, die eine zentrale Komponente einer jeden Solaranlage bilden. Als Weltmarktführer ist SMA deshalb direkt von der Entwicklung der gesamten Solarbranche abhängig. Wechselrichter wandeln den in den Photovolatikanlagen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um. Ihre Leistungsfähigkeit ist entscheidend für die Effizienz einer Solaranlage./nl/dct/he

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