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Zürich (awp) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weist für das erste Halbjahr 2010 einen Verlust von 2,78 Mrd CHF aus, nach einem Gewinn von 5,25 Mrd CHF in der Vorjahresperiode. Der Stabilisierungsfonds habe einen Gewinnbeitrag von 1,3 Mrd CHF geleistet, teilte die SNB am Freitag anlässlich der Publikation des detaillierten Halbjahresberichts mit. Die Nationalbank hatte Ende Juli noch einen Halbjahresverlust von rund 4 Mrd CHF in Aussicht gestellt, dies noch ohne das Ergebnis des Stabilisierungsfonds.
Im ersten Halbjahr 2010 wurden die Devisenanlagen um 132 auf 227 Mrd CHF erhöht, präzisierten die Währungshüter ebenfalls im Juli gemachte Angaben. Diejenigen in Euro seien um 105 auf 160 Mrd CHF angestiegen. Die Bilanzsumme sei dadurch vor allem im zweiten Quartal 2010 stark gewachsen und habe sich seit Jahresbeginn um rund 50% auf 305 Mrd CHF vergrössert.
Die starke Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro führte zu Wechselkursverlusten von insgesamt 14,3 Mrd CHF. Gegenläufig war die Entwicklung des Goldpreises, der vor allem im zweiten Quartal deutlich stieg und zu einer Aufwertung des Goldbestandes um 6,8 Mrd CHF führte.
Als gesetzlich vorgeschriebene Rückstellungen für 2010 seien 3'902 Mio CHF bzw. anteilmässig für das erste Halbjahr 1'951 Mio CHF vorgesehen, schreibt die Notenbank. Die SNB ist zur Sicherung der Währungsreserven gesetzlich zu diesen Rückstellungen verpflichtet. Ihre Höhe richtet sich nach dem Wachstum der Volkswirtschaft.
cc/ch

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