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PARIS (awp international) - Die französische Grossbank Societe Generale lässt die Finanzkrise immer weiter hinter sich. Auch im zweiten Quartal erzielte die Bank einen Gewinn in Milliardenhöhe. Vorstandschef Frederic Oudea sieht die Bank auf dem Weg für ihre mittelfristigen Ziele. Er sei mehr als zuversichtlich, dass die Societe Generale diese erreichen werde, sagte er laut Mitteilung vom Mittwoch. Bis 2012 will Oudea einen Gewinn von 6 Millionen Euro ausweisen.
Die wirtschaftliche Erholung werde immer stärker, der Aufschwung sei aber nach wie vor anfällig und falle in den einzelnen Regionen weltweit sehr unterschiedlich aus. Insbesondere in Europa blieben die Wachstumsaussichten wegen der Krise in Griechenland verhalten.
Im zweiten Quartal profitierte die Societe Generale von ihrem Kerngeschäft insbesondere dem Privatkundengeschäft in Frankreich. Der Überschuss kletterte zwischen April und Ende Juni von 309 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,08 Milliarden Euro. Die Erträge legten um 17 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro zu. Bei beiden Werten schnitt die Bank besser ab als von Experten erwartet. Die Kosten für faule Kredite waren den Angaben zufolge gesunken.
Die Kernkapitalquote (Core Tier 1) lag Ende Juni bei 8,5 Prozent, die einfache Tier-1-Quote belief sich auf 10,7 Prozent. Im europäischen Stresstest hatte die Societe Generale ihre eine Tier-1-Quote ebenfalls bei 10 Prozent halten können.
Die französische Grossbank hatte schwer unter der Finanzkrise gelitten. Sie hatte sich mehr als andere französische Institute dem Investmentbankgeschäft nach angelsächsischem Vorbild verschrieben. Anfang 2008 geriet sie mit einem Spekulationsverlust von 4,9 Milliarden Euro und dem Skandal um den Händler Jerome Kerviel in die Schlagzeilen. In der Finanzkrise belastete zudem der Wertverlust vieler erworbener Risikopapiere das Ergebnis./zb/ang

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