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SoZ/Fusion Orange mit Sunrise: Regulierer setzt auf neues Gesuch

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 06:40 publiziert

Zürich (awp/sda) - Damit Orange und Sunrise sich doch noch zusammenschliessen könnten, müssten sie ein neues Gesuch einreichen, ist ComCom-Chef Marc Furrer überzeugt. Eine Beschwerde gegen das Fusions-Verbot dauere zu lange.
Orange und Sunrise wollten die Fusion noch in diesem Jahr über die Bühne bringe, erklärte der Chef der Eidg. Kommunikationskommission (ComCom) in Interview mit der "SonntagsZeitung". Deshalb sei eine Beschwerde nicht zielführend.
Die Wettbewerbskommission (Weko) hatte vor gut eineinhalb Wochen die Fusion von Orange und Sunrise verboten. Sie begründete den Entscheid damit, dass sie ein Duopol auf dem Schweizer Mobilfunkmarkt verhindern wolle.
Marc Furrer sieht Cablecom als Lösung, um mehr Wettbewerb im Schweizer Mobilfunk herzustellen - der Kabelnetzbetreiber führe Gespräche mit Orange und Swisscom.
"Wenn es einen Handyanbieter ohne Netz zu kontrollierten Konditionen gibt, gibt es mehr Wettbewerb." Furrers Vision sind drei Vollanbieter im Schweizer Telekommarkt. Dazu brauche Cablecom den Zugang zum Mobilfunk, und Orange brauche ein Festnetz.
Falls weder Orange noch Swisscom dem Kabelnetzbetreiber Cablecom zu fairen Konditionen Zugang zu ihrem Mobilfunknetz gewähren wollen, müsste dieser Zutritt "durchgesetzt" werden, glaubt Furrer.
Im Moment sind dem Regulierer aber die Hände gebunden: Das entsprechende Fernmeldegesetz gilt nur für Kupferkabel, nicht für Mobilfunk und Glasfaser.
Zwar wird das Fernmeldegesetz zurzeit revidiert, doch "das dauert Jahre und der Ausgang ist ungewiss". "So lange kann man im Fall Orange-Sunrise im Interesse der Konsumenten nicht warten."
Furrer hält die Mobilfunkgebühren in der Schweiz für zu hoch. Möglich wären demnach 20% tiefere Preise für Handynutzer. "Dann sind wir auf europäischem Niveau."
uh

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