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RANDERS (awp international) - Der weltgrösste Windanlagenbauer Vestas hat mit einem starken Schlussquartal seine Bilanz gerettet. Dank Rekordauslieferungen in den letzten drei Monaten stiegen Umsatz und Gewinn 2010 doch noch an, wie das dänische Unternehmen am Mittwoch in Randers mitteilte. Wegen der Flaute in der gesamten Branche und des härter werdenden Wettbewerbs stand Vestas nach neun Monaten noch in den roten Zahlen. Als Reaktion strich das Management 3.000 Stellen und schloss veraltete Produktionsanlagen. Die Börse reagierte begeistert auf die Jahreszahlen - die Aktie legte am Vormittag knapp 5 Prozent zu.
Vestas lieferte im vergangenen Jahr Anlagen mit einer Leistung von 5,8 Gigawatt aus, das sind 23 Prozent mehr als 2009 und entspricht einer Kapazität von etwa sechs Atomkraftwerken. Allein 2,6 Gigawatt installierte Vestas im vierten Quartal. Das trieb den Umsatz auf einen neuen Höchststand von 6,9 Milliarden Euro, 36 Prozent mehr als 2009. Der operative Gewinn stieg um knapp ein Viertel auf 310 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben 156 Millionen Euro, nach 125 Millionen Euro ein Jahr zuvor.
Damit trotzten die Dänen der schwachen Branchenentwicklung. Nach Angaben der Welt-Windorganisation GWEC sank die neu installierte Leistung von 38,6 auf 35,8 Gigawatt. Besonders in den USA gab es einen herben Einbruch. Ganz konnte sich auch Vestas der allgemeinen Schwäche nicht entziehen. Die operative Gewinnmarge sank um 0,4 Punkte auf 4,5 Prozent. Im Rekordjahr 2008 lag sie noch bei 10,4 Prozent. Belastend wirkten sich vor allem Einmaleffekte durch die Restrukturierung aus. Bereinigt um diese Kosten liegt die Marge bei 6,8 Prozent und damit deutlich über der des deutschen Konkurrenten Nordex .
Für dieses Jahr gab sich das Vestas-Management vorsichtig. Insgesamt erwartet es eine ähnliche Entwicklung wie 2010. Der Auftragsbestand von 7,6 Gigawatt - das entspricht einem Wert von rund 7,7 Milliarden Euro - war zum Jahreswechsel zwar satte 50 Prozent grösser als zwölf Monate zuvor. Trotzdem rechnet Vestas nur mit einer Stagnation. Das Unternehmen will 2011 rund 7 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 7 Prozent umsetzen. Im ersten Quartal erwartet der Vorstand zunächst wieder einen kleinen Verlust. Die Investitionen erhöht das Unternehmen auch als Reaktion auf die wachsende Konkurrenz um 200 auf 850 Millionen Euro./enl/she/zb

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