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Basel (awp) - Der Dentalimplantatehersteller Straumann hat im Geschäftsjahr 2010 in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und trotz starker negativer Währungseinflüsse seine operative Marge verteidigt. Obschon sich im letzten Jahresviertel Anzeichen einer allmählichen Stabilisierung gezeigt hätten, bleibt Straumann vorsichtig hinsichtlich Prognosen zur Rückkehr der Märkte zu einem nachhaltigen, soliden Wachstum.
Im laufenden Jahr will Straumann weiter zulegen. Hierfür hat die Gruppe die Mitarbeiterzahl um 190 auf nun insgesamt 2'361 angehoben. Vor allem im Marketing und Vertrieb arbeitet mehr Personal. Die Forschungs- und Entwicklungskosten ebenfalls leicht erhöht. Mit Blick auf die eigenen Wachstumsmöglichkeiten sieht Straumann von höheren Ausschüttungen an die Aktionäre ab.
"Da wir unsere Investitionen in künftige Wachstumsinitiativen nicht zurückgestellt haben, sind wir für die Markterholung gut positioniert", lässt sich Konzernchef Beat Spalinger am Dienstag in einer Medienmitteilung zitieren.
Die Gruppe hat im Berichtsjahr den Umsatz um 0,2% auf 737,6 Mio CHF gesteigert. In Lokalwährungen (LW) wäre Straumann um 4,6% gewachsen. Eine Beschleunigung erfuhr Straumann im vierten Quartal, in dem Wachstum von 7% (LW) resultierte. Dabei hätten Nordamerika und "Rest der Welt" mit jeweils +12% in LW zweistellige Wachstumsraten aufgewiesen.
In der grössten Konzernregion Europa, sie steht für rund 60% des Gruppenumsatzes, fiel das Wachstum mit plus 3% in LW moderater aus. Negative Währungseffekte hätten die Verkäufe um 7 Prozentpunkte geschmälert. Doch auch in Europa habe das Umsatzwachstum im Laufe des Jahres wieder zugenommen, was nach Auffassung von Straumann auf eine Stabilisierung des Marktes hindeutet.
Dank der während der Rezession eingeleiteten Kostensenkungsmassnahmen habe Straumann Straumann den Bruttogewinn mit 587 Mio CHF sowie die entsprechende Marge mit knapp 80% aufrechterhalten können. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT sank leicht um 0,6% auf 164,3 Mio CHF. Die Marge verharrte bei 22,3 (22,5)%. Bereinigt um negative Währungseffekte hätte sich die Marge allerdings um 170 Basispunkte verbessert.
Infolge eines schlechteren Finanzergebnisses und höherer Steuern ging hingegen der Reingewinn um 10,4% auf 131,1 Mio CHF zurück. Der effektive Steuersatz belief sich 2010 auf 18%. Künftig rechne Straumann wieder mit einem Satz im Bereich von 16 bis 17%, heisst es weiter.
Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Straumann die Erwartungen der Auguren beim Umsatz erfüllt, punkto Gewinn jedoch verfehlt.
Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine unveränderte Dividende von 3,75 CHF vor. Dabei sehe Straumann vor, einen Teil der Dividende (1,85 CHF pro Aktie) aus den Reserven aus Kapitaleinlagen zu bedienen, sprich verrechnungssteuerfrei.
Ein Aktienrückkaufprogramm oder eine Politik langfristiger Dividendenerhöhungen scheine Straumann derzeit jedoch nicht als angebracht. Denn die Branche biete ein "enormes" Potenzial für langfristige Wertschöpfung.
Trotz der positiven Anzeichen im dem letzten Quartal 2010 bleibt Straumann zurückhaltend, was die Prognosen zur Rückkehr der Märkte zu einem nachhaltigen, soliden Wachstum anbelangt. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet die Gruppe mit einem währungsbereinigten Marktwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und will diesen Gesamtmarkt erneut hinter sich lassen.
Die Margenprognose ist ebenfalls mit Blick auf die Wechselkurse mit Vorsicht behaftet: Straumann glaubt, die EBIT-Marge 2011 auf einem Niveau von "etwa 20%" halten zu können. Da der Euro und der US-Dollar Ende 2010 historische Tiefststände markiert hätten, sei zumindest "für einige Zeit" im Jahr 2011 mit negativen Währungseinflüssen zu rechnen.
ra/gab

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