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Streit unter Sal.-Oppenheim-Gesellschaftern ausgebrochen (Kreise)

Dieser Inhalt wurde am 22. Oktober 2009 - 19:40 publiziert

HAMBURG (awp international) - Unter den Familiengesellschaftern der angeschlagenen Privatbank Sal. Oppenheim herrscht nach Informationen aus Finanzkreisen dicke Luft. Grund ist demnach eine Verquickung privater und geschäftlicher Interessen von Führungspersönlichkeiten des Instituts. Auf den geplanten Einstieg der Deutschen Bank habe der Streit aber keinen Einfluss, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX aus dem Umfeld der Geldhäuser. "Der Terminplan steht", hiess es. Bis Ende diesen Monats soll die Mehrheitsbeteiligung festgezurrt werden.
Das "Manager Magazin" hatte vorab aus seiner November-Ausgabe berichtet, dass eine Gruppe von Mitgesellschaftern eine Klage gegen die Bankspitze vorbereitet. Ebenso strebe diese Gruppe eine Sonderprüfung an. Ein Sprecher von Sal. Oppenheim lehnte einen Kommentar dazu ab.
Hintergrund des Streits ist ein mehr als 300 Millionen Euro schwerer Kredit, den die Bank vor vier Jahren Madeleine Schickedanz gewährt hatte, der Grossaktionärin des inzwischen insolventen Handelskonzerns Arcandor . Für diesen Kredit haben einflussreiche Familiengesellschafter gebürgt, laut "Manager Magazin" unter anderem der Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter, Matthias Graf von Krockow, sowie der Aufsichtsratsvorsitzende Georg Baron von Ullmann.
Einige Mitgesellschafter hegen laut des Berichts nun den Verdacht, dass die Führungspersönlichkeiten die Privatbank vor allem deshalb zu kostspieligen Rettungsaktionen für Arcandor gedrängt haben, um nicht bürgen zu müssen. Sal. Oppenheim war über eine Kapitalerhöhung zum neuen Hauptaktionär aufgestiegen. Der Handelskonzern mit seinen Töchtern Karstadt und Quelle ging trotz der Geldspritze pleite. Sal. Oppenheim verlor Millionen. Nun soll die Deutsche Bank das Zepter bei der Privatbank übernehmen./das/stw

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