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FRANKFURT (awp international) - Die Konsolidierung der globalen Strom- und Gasindustrie hat sich im vergangenen Jahr einer Studie zufolge wieder beschleunigt. Weltweit stieg das Finanzvolumen von Übernahmen, Fusionen und Beteiligungen (Mergers and Acquisitions, kurz M&A) im Vergleich zum Krisenjahr 2009 um 19 Prozent auf 116 Milliarden US-Dollar, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Berechnungen der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervorgeht. In der Strombranche kletterte das M&A-Volumen um 17 Prozent auf 103,7 Milliarden Dollar, in der Gasindustrie um 43 Prozent auf 12,3 Milliarden US-Dollar. Transaktionen im Bereich der erneuerbaren Energien sind in der Statistik nicht berücksichtigt.
"Das M&A-Geschehen des Jahres 2010 stand stark im Zeichen der Konsolidierung auf nationaler Ebene", erläuterte PwC-Energieexperte Manfred Wiegand. Insbesondere in den USA hätten sich zahlreiche Energieversorger zusammengeschlossen. In diesem Jahr sei wieder verstärkt mit internationalen Transaktionen zu rechnen. "Vor allem asiatische Investoren dürften auf der Käuferseite stehen", sagte Wiegand. Im vergangenen Jahr entfielen auf Deals innerhalb von Ländern knapp 70 Prozent des Übernahmevolumens. Der Wert grenzüberschreitender Transaktionen gab um 24 Prozent auf 35,9 Milliarden US-Dollar nach.
In Nordamerika stieg das Übernahmevolumen von 12,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2009 auf 32,8 Milliarden US-Dollar. Ursache der Konsolidierungswelle ist der Studie nach in erster Linie der hohe Kapitalbedarf für anstehende Infrastrukturinvestitionen, der von vielen Unternehmen nicht ohne Partner aufgebracht werden könne. Unter anderem hatte der grösste deutsche Energiekonzern Eon im vergangenen Jahr sein Geschäft im Mittleren Westen der USA für 7,6 Milliarden Dollar verkauft.
Derweil zeichnet sich ein weiterer Trend ab: Investoren aus Asien finden in der Versorgerbranche weltweit immer häufiger Anlageziele. Ihre M&A-Ausgaben stiegen 2010 um 35 Prozent auf 24,9 Milliarden US-Dollar. Von dieser Summe flossen knapp zehn Milliarden US-Dollar in Länder ausserhalb Asiens, insbesondere nach Europa. Insgesamt gaben Investoren in Europa mit 59,5 Milliarden US-Dollar zwei Prozent mehr aus als 2009. Der Anteil der europäischen Energiekonzerne war aber geringer als im Vorjahr. Das lag auch daran, dass 2009 mit RWE und Vattenfall zwei Grosskonzerne milliardenschwere Übernahmen in den Niederlanden abgeschlossen hatten./enl/nmu/wiz

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