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MANNHEIM (awp international) - Europas grösster Zuckerproduzent Südzucker hat seinen Erholungskurs im dritten Quartal 2009/10 fortgesetzt. Durch die nachlassenden Belastungen aus der EU-Zuckermarktreform konnte der Konzern seinen Gewinn erneut kräftig steigern. Auch Kosteneinsparungen und die wieder günstigeren Rohstoffpreise halfen Südzucker auf die Sprünge. Unter dem Strich verdoppelte sich der Überschuss in den Monaten September bis November auf 56,7 Millionen Euro, wie Südzucker am Donnerstag mitteilte. Das operative Ergebnis legte um 26,8 Prozent auf 129,4 Millionen Euro zu. Durch die politisch festgelegte Quotenrückgabe im Segment Zucker sank der Umsatz im dritten Quartal um 4,4 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro.
Insgesamt schnitt das im MDax notierte Unternehmen besser ab als die meisten Analysten erwartet hatten. Die Aktie kletterte am Vormittag um 4,51 Prozent auf 16,230 Euro. Börsianer verwiesen darauf, dass das Papier bereits in den vergangenen Wochen aufgrund der Rekordhöhen beim Zuckerpreis gefragt war. Starke Regenfälle in Brasilien hatten die Sorge um eine schlechte Ernte und damit um eine Verknappung des Zucker-Angebots geschürt. Der Preis für Zucker war daraufhin auf den höchsten Stand seit 28 Jahren gestiegen.
PROGNOSE BESTÄTIGT
Südzucker hatte wie andere Unternehmen der Branche auch in den vergangenen Jahren durch die 2006 in Kraft getretene Reform der Zuckermarktverordnung gelitten. Exportbeschränkungen und Quotenrückgaben führten zu Einbrüchen bei Umsatz und Ergebnis. Seit diesem Geschäftsjahr normalisiert sich die Lage wieder. Südzucker will in dem im März begonnenen Geschäftsjahr 2010/11 zu alter Form zurückkehren. Für 2009/10 erwartet Südzucker einen Umsatz auf Vorjahresniveau bei 5,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis soll rund 400 (Vorjahr 258) Millionen Euro betragen.
Das Mannheimer Unternehmen stellt neben Zucker auch Stärke, Fruchtsaftkonzentrate, Tiefkühlpizza oder Bioethanol her. Die Nachfrage nach dem Biokraftstoff, der aus Zuckerrüben oder Getreide gewonnen wird, boomt seit Jahren, weil zunehmend Bioethanol Benzin beigemischt wird. Deswegen ist die Sparte auch ein Garant für wachsende Umsätze. Anders sieht es beim Ergebnis aus. Reparaturarbeiten führten im neuen Werk in Belgien zu Produktionsausfällen und belasteten im dritten Quartal den Gewinn. Die börsennotierte Bioethanol-Tochter Cropenergies , an der Südzucker die Mehrheit der Anteile hält, hatte deswegen bereits mitgeteilt, dass sie auch im Gesamtjahr einen Ergebnisrückgang ausweisen wird./she/nl/tw

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