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(Ergänzt um Aussagen von CEO Büchner und weitere Angaben)
Winterthur (awp) - Sulzer hat im ersten Semester 2010 wieder mehr Bestellungen erhalten. Dabei hat sich nach einem noch negativen Trend im ersten Quartal im zweiten eine Trendwende ergeben. Getragen wird diese Entwicklung vor allem von den frühzyklischen Bereichen, wogegen die Aussichten für die spätzyklischen Branchen weiterhin von Unsicherheit geprägt sind. Am Ausblick auf die Jahre 2010/2011 hat sich nichts verändert.
Der Auftragseingang erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,2% auf 1'622,0 (VJ 1'556,2) Mio CHF. Akquisitions- und währungsbereinigt lag das Plus bei 3,5%. Gestützt seien diese Zahlen von klaren Anzeichen einer fundamentalen Erholung in den frühzyklischen Märkten und Hinweisen auf eine Stabilisierung in den spätzyklischen Industrien, teilte Sulzer am Donnerstag mit. Im ersten Quartal lagen die Aufträge bereinigt noch um 1,8% unter dem Vorjahresniveau.
Der Umsatz reduzierte sich im Halbjahr dagegen um 14,7% auf 1'471,5 (1'724,7) Mio CHF, bereinigt um Akquisitions-, Devestitions- und Währungseinflüsse ergab sich ein Minus von 15,8%.
Der EBIT ging um 27,8% auf 154,9 (214,4) Mio CHF zurück und die EBIT-Marge auf 10,5 (12,4)%. Klammert man die Kosten für das laufende Restrukturierungsprogramm aus, so erreichte Sulzer einen EBIT von 155,3 (250,5) Mio CHF bei einer EBIT-Marge von 10,6 (14,5)%. Der Reingewinn verringerte sich um 28,2% auf 111,7 (155,6) Mio CHF.
Damit hat Sulzer die Prognosen der Analysten beim Umsatz zwar verfehlt, beim Gewinn dagegen leicht übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 1'560 Mio, für den EBIT bei 149 Mio und für den Reingewinn bei 105 Mio CHF.
Der Währungseffekt sei nur leicht negativ gewesen, da die Schwäche von US-Dollar, Euro und Britischem Pfund durch stärkere Währungen in den aufstrebenden Märkten weitgehend kompensiert worden seien, heisst es. "Die Entwicklung des Euro ist für uns hauptsächlich ein Konsolidierungsthema und keine Frage der Wettbewerbsfähigkeit", erklärte dazu CEO Ton Büchner im Gespräch mit AWP. Sulzer generiere hauptsächlich dort den Umsatz, wo auch produziert werde.
Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem Bestellungseingang auf vergleichbaren Niveau wie im Vorjahr. Der tiefere Auftragsbestand dürfte aber zu Rückgängen bei Umsatz und Betriebsergebnis führen. Die Rentabilität dürfte laut Sulzer "weiterhin auf einem gesunden Niveau" verbleiben. Insgesamt wird damit der bisherige Ausblick bestätigt.
Der positive Trend in den frühzyklischen Märkten Automobil sowie Papier und Zellstoff dürfte weiter anhalten, sich aber verlangsamen, heisst es weiter im Ausblick. Für die Luftfahrtindustrie wird eine weitere Stabilisierung gesehen.
Laut CEO Büchner sind die Wachstumsraten in den frühzyklischen Bereichen "nicht zu halten". Es sei eine klassische Normalisierung nach einer Krise. Dabei seien die Wachstumsraten zu Beginn immer sehr hoch und würden mit der Zeit etwas abflachen.
In den spätzyklischen Bereichen Öl und Gas sowie Kohlenwasserstoffverarbeitung rechne man nicht mit einer schnellen Erholung, da viele Kunden weiterhin Projekte verschieben würden. Die Aktivitäten in der Energieerzeugung werden voraussichtlich auf tiefem Niveau bleiben und könnten sich möglicherweise gar abschwächen. Die Nachfrage in den aufstrebenden Märkten dürfte im Vergleich zu den etablierten Märkten schneller wachsen.
Büchner sieht in "gewissen Märkten eine Stabilisierung, in gewissen Segmenten aber auch Druck nach unten". So dürfte der Bestellungseingang in der grössten Division Pumpen "weiter unter Druck bleiben".
Büchner bestätigte gleichzeitig die bisherigen Erwartungen für die Geschäftsjahre 2010/11. Demnach ist mit einem durchschnittlichen Umsatzrückgang von 5% zu rechnen, wobei dieser Rückgang im Jahr 2010 stärker ausfallen dürfte. "Das Jahr 2011 dürfte sich dann etwas besser entwickeln als das laufende", so Büchner. Bezüglich EBIT-Marge hält er daran fest, dass sie vor Restrukturierungskosten in den Bereich von 10% sinken werde.
cf/uh

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