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Sulzer Medica: Vergleich verschoben

Modell eines Kniegelenks mit Implantat.

(Keystone Archive)

Der Vergleich in der Gelenkimplantate-Affäre von Sulzer Medica ist nicht unter Dach. Die zuständige US-Bundesrichterin verlängerte die Frist.

Das Gesuch um Fristverlängerung hatte der Medizinaltechnik-Konzern am Mittwoch zusammen mit den Sammelklägern in Cleveland eingereicht, wie das künftig unter Centerpulse firmierende Unternehmen mitteilte. Die ursprüngliche Frist lief um Mitternacht Schweizer Zeit ab.

Umstimmen der Opt outs

Die Zustimmung zur Vergleichsofferte über rund eine Milliarde Dollar wurde bisher in 132 Fällen verweigert. Damit wurde die Möglichkeit des so genannten Opt-Outs genutzt. In der nun verbleibenden Zeit will Centerpulse versuchen, möglichst viele der noch 115 anspruchsberechtigten Personen umzustimmen, die sich der Vergleichsvereinbarung mit rund 30'000 Betroffenen weiterhin nicht anschliessen wollen.

17 Personen, die zunächst den Vergleich nicht akzeptieren wollten, haben sich inzwischen umentschlossen. Hängig sind laut Centerpulse noch die Fälle von 32 bereits reoperierten Patienten und 76 Patienten, denen der korrigierende Eingriff noch bevorsteht. Zu 7 weiteren hängigen Fällen konnte Centerpulse nicht angeben, ob die Operation bereits durchgeführt worden ist.

12 heikle Fälle

Besonders heikel für Centerpulse sind die Fälle von 12 noch nicht reoperierten Patienten, bei denen wegen Krankheit oder zu hoher Betagtheit eine Operation nicht mehr in Frage kommt. Es sei noch nicht gelungen, die finanziellen Folgen abzuschätzen, sagte Centerpulse-Sprecherin Beatrice Tschanz.

Das Unternehmen wolle nun unter anderem analysieren, in welchen Staaten die Betroffenen lebten und wie ihre Aussicht auf Erfolg vor Gericht ist. Bleibt das Risiko für Einzelklagen zu gross, will der Konzern seine US-Tochter Sulzer Orthopedics unter Gläubigerschutz stellen.

swissinfo und Agenturen


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