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Sunrise mit mehr Umsatz und Gewinn im ersten Quartal (AF)

Dieser Inhalt wurde am 07. Mai 2010 - 17:46 publiziert

Zürich (awp/sda) - Trotz der Belastung wegen der schliesslich verbotenen Fusion mit Orange ist Sunrise im ersten Quartal weiter gewachsen. Der Umsatz legte um 2,5% auf 495 Mio CHF zu.
Der Betriebsgewinn vor Amortisationen und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 13,9% auf 131 Mio CHF. Unter dem Strich verdiente Sunrise 48 Mio CHF. Das sei ein sattes Plus von 41,2%, und dies ohne nennenswerte Sondereffekte, gab das Telekomunternehmen am Freitag bekannt.
"Ich bin uneingeschränkt zufrieden mit dem Resultat vor dem Hintergund, dass Firma seit Ankündigung des Fusionsvorhabens mit Orange im November in einer Phase der Unsicherheit ist", sagte Sunrise-Chef Christoph Brand im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA.
Das grösste Wachstum gelang im Festnetz: Dort legte der Umsatz um 5,6% auf 169 Mio CHF zu, obwohl Sunrise im Vergleich zum Vorjahresquartal fast 10% der Kunden verlor. Man habe einige Grosskunden dazugewonnen.
Im Mobilfunk nahm die Zahl der Kunden um 5,3% zu, was den Umsatz um 1,4% auf 281 Mio CHF klettern liess. Weil die Leute immer mehr mit dem Handy surfen, greifen sie zunehmend zu Pauschaltarifen: Zwei Drittel aller Neukunden würden sich für eine so genannte Flatrate im Mobilfunk entscheiden, hiess es.
Im Internetgeschäft ging der Umsatz indes um 2,2% auf 45 Mio CHF zurück, obwohl Sunrise mehr Breitbandkunden (+5,5 %) gewann.
Wie es nach dem Nein der Wettbewerbskommission (Weko) zur Fusion von Orange und Sunrise weitergeht, "kann ich noch nicht sagen. Es ist noch kein Entscheid gefallen, ob wir das Weko-Verdikt anfechten und wenn ja, mit welchem Inhalt", sagte Brand. "Unsere Aktionäre sind immer noch im Evaluierungsprozess."
Es sei noch nicht klar, ob ein Rekurs gegen das Weko-Urteil oder ein neues Gesuch bei den Wettbewerbshütern eingereicht werde. Die Argumentation der Weko für ein Verbot, dass eine so genannte kollektive Marktbeherrschung durch die Swisscom und die fusionierte Orange/Sunrise verhindert werden solle, könne er zwar theoretisch nachvollziehen, sagte Brand.
Aber sie funktioniere auf die Länge nicht, weil zwei kleine Anbieter im Schweizer Markt zu schwach seien. Dafür seien die Kosten für die Mobilfunknetze zu hoch, die leider nicht dem Marktanteil entsprechen würden.
"Ich bin der Meinung, wir haben klar aufgezeigt, dass die Preise für Endkunden substantiell sinken werden" durch die Fusion, sagte Brand. Erstaunlich sei zudem der einseitige Fokus der Weko auf die Privatkunden im Mobilfunk. Es gehe aber nicht nur darum.
Der Telekommarkt bestehe auch aus Festnetzangeboten und Geschäftskunden. "Dort ist eine kollektive Marktbeherrschung überhaupt kein Thema", sagte Brand. Mit einer Fusion von Sunrise und Orange könnte man dort die Dominanz der Swisscom etwas aufbrechen.
Orange-Chef Thomas Sieber hatte vor kurzem klar gemacht, dass das strategische Ziel einer Fusion bestehen bleibe. Wenn man das Dossier in abgeänderter Form nochmals einreiche, müsste Orange-Besitzerin France Télécom nochmals mit Sunrise-Eignerin TDC verhandeln. Auch Verhandlungen über den Kaufpreis wären denkbar.
uh

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