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Suva 2009: Mehr Arbeitslose - mehr Verunfallte

Dieser Inhalt wurde am 27. Mai 2010 - 19:12 publiziert

Luzern (awp/sda) - Die Zahl der arbeitslosen Personen, die bei der Suva versichert sind und einen Unfall hatten, ist 2009 gegenüber dem Vorjahr um 32% auf über 15'470 angestiegen. Grund dafür ist die höhere Arbeitslosenquote, wie die Suva am Donnerstag mitteilte.
62% der Verunfallten sind arbeitslose Männer. Rund 60% aller verunfallten Personen sind Schweizer, 40% Ausländer.
Im Vergleich zu den Erwerbstätigen weisen Arbeitslose deutlich mehr Unfälle mit Taggeld, längerer Taggeldbezugsdauer und mehr Invaliditätsfälle auf, wie die Suva weiter schreibt. Zudem sind bei Arbeitslosen die durchschnittlichen Fallkosten mit rund 9'000 CHF fast doppelt so hoch wie bei Erwerbstätigen.
Als Gründe hierfür sieht die Suva fehlende Anreize wie zum Beispiel die Rückkehr zu einem Arbeitsplatz, das Fehlen eins kollegialen Arbeitsumfelds oder einer festen Tagesstruktur.
Eine grosse Zahl von Arbeitslosen meldet einen Unfall nicht sofort der zuständigen Arbeitslosenkasse. Dadurch verzögere sich die umgehende und richtige Betreuung, die oft für eine erfolgreiche Wiedereingliederung entscheidend sei, schreibt die Suva weiter.
Für 2010 hat sich die Suva zum Ziel gesetzt, die frühzeitige und individuelle Fallbetreuung von verunfallten Stellensuchenden in einem geplanten Pilotprojekt zu optimieren. Dazu wird sie auch die behandelnden Ärzte verstärkt einbeziehen.
rt

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