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Biel (awp) - Die Swatch Group profitiert nach wie vor von einer weltweit sehr grossen Nachfrage nach Uhren. Bis auf wenige Ausnahmen - wie etwa in Griechenland oder Japan - wächst der Uhrenkonzern in allen Märkten stark. Dabei stützt die Erholung der Weltwirtschaft das Geschäft, während der starke Schweizer Franken weiterhin auf die Umsatzentwicklung drückt.
Die Gruppe sei auch ohne Akquisitionen in der Lage, den Umsatz mittelfristig bis auf ein Niveau von 10 Mrd CHF zu steigern, sagte CEO Nick Hayek am Donnerstag an der Bilanzmedienkonferenz in Biel. Marken wie Omega, Longines, Tissot oder auch die "günstigen" Uhren der Marke Swatch hätten ein grosses Wachstumspotential. Ein Problem sei aber weiterhin die Frankenstärke, die allein in den ersten beiden Monaten verglichen mit dem Vorjahr den Umsatz mit 100 Mio CHF negativ beeinflusste.
WACHSTUMSTREIBER CHINA
Wachstumstreiber bleiben in der Uhrenindustrie die aufstrebenden Märkte China und Indien. In China habe die Gruppe eine sehr starke Marktposition, meinte Hayek. "Wir sind als eine der ersten Uhrenfirmen in diesem Markt aktiv und weisen verglichen mit der Konkurrenz bei weitem die grössten Marktanteile auf." In Indien soll die Präsenz von Swatch noch ausgeweitet werden.
Aber auch andere Märkte entwickeln sich "hervorragend". So sei die Gruppe in Russland mit rund vierzig Geschäften vertreten und habe 2010 in Lokalwährungen ein Wachstum von über 30% erzielt, so Hayek. Dynamisch entwickle sich auch der Uhrenabsatz im Mittleren Osten, wo Swatch mit der Luxusgüter-Einzelhandelsgruppe Rivoli eng zusammenarbeitet. Die Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten hätten derweil keine grossen Auswirkungen auf das Geschäft.
AUSBAU IN DEN USA
Wachstumschancen bieten sich laut Hayek auch in den USA. Dort will der Uhrenkonzern verstärkt mit eigenen Verkaufsstandorten präsent sein. "Wir sehen den tiefen Dollar-Kurs als Chance, um unser Filialnetz in den USA auszubauen." Ziel ist es, die Beratung der Kunden in den eigenen Läden zu verbessern.
Die Marke Swatch sei in den USA mit den 52 Läden bereits gut vertreten. Für Omega wurden im Jahr 2010 zehn Geschäfte eröffnet und bis im Herbst 2011 sollen 15 bis 20 neue Standorte dazu kommen. Im hochpreisigen Segment ist die Gruppe bald mit vier bis fünf Tourbillon-Läden vertreten. Ausserdem öffnete im November 2010 ein Breguet-Flagship-Store mit einer Fläche von 3'500 m2 an der 5th Avenue in New York die Tore.
PRODUKTIONENGPÄSSE
Die grosse Nachfrage bringt bei Swatch auch Herausforderungen und Probleme in der Produktion und im Vertrieb mit sich. Die Lager seien praktisch leer, meinte Hayek. Der Konzern wird daher weiter stark in die Produktion investieren und die Anzahl Mitarbeitende deutlich aufstocken. Während im Jahr 2010 rund 1'600 neue Mitarbeiter zu Swatch stiessen, sollen im laufenden Jahr mindestens 1'000 neue dazu kommen. Per Ende 2010 beschäftigte der Konzern mehr als 25'000 Personen.
Weiter sollen aus der Produktion von Uhrenkomponenten immer mehr Teile an die Swatch-Marken und immer weniger an Dritte gehen. Nick Hayek fordert andere grosse Uhrenmarken dazu auf, in Zukunft verstärkt in die Produktion von Uhren zu investieren. Mit der Wettbewerbskommission (Weko) führt er zudem Gespräche. Das Ziel sei es, dass die Komponentenhersteller künftig frei entscheiden könnten, wem sie wieviel ihrer Produkte verkaufen.
ZAHLEN 2010 SCHON BEKANNT
Die Zahlen zum letzten Jahren waren bereits bekannt: Trotz Kapazitätsengpässen und negativen Währungseinflüssen stieg der Bruttoumsatz um 18,8% (+21,8% in LW) auf einen neuen Rekord von 6,44 Mrd CHF, wovon 5,53 Mrd im Bereich Uhren & Schmuck gemcht wurden. Der Gewinn stieg um 41,5% auf 1'080 Mio CHF. Den Aktionären wird eine Dividende von 5,00 (4,00) CHF je Inhaber- und von 1,00 (0,80) CHF je Namenaktie vorgeschlagen.
An der Börse geben Swatch bis um 16.00 Uhr um 2,6% auf 388,30 CHF nach. Der Branchennachbar Richemont verliert 2,2%, der Gesamtmarkt (SMI) sinkt um 0,58%.
mk/uh

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