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(Mit Angaben zum Aktienkurs)
Zürich (awp) - Die Swatch Group hat im Jahr 2010 trotz Kapazitätsengpässen und negativen Währungseinflüssen erstmals einen Umsatz von über 6 Mrd CHF erwirtschaftet. Der Bieler Uhrenkonzern rechnet auch im laufenden Jahr mit Wachstum. An der Börse wurden dennoch weiter Gewinne mitgenommen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte Swatch den Konzernumsatz um 18,8% auf 6'440 Mio CHF. Zu konstanten Wechselkursen sei dies ein Anstieg um 21,8% gegenüber dem Vorjahr und ein plus von 12,7% gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2008 gewesen, teilte Swatch am Mittwoch mit. Negative Währungseffekte schmälerten den Umsatz gegenüber 2009 um 164 Mio CHF oder 3%.
Nach der Finanzkrise hätten sich die Märkte, getragen vom wiedergewonnenen Konsumentvertrauen, gegen Ende 2009 hin normalisiert, schreibt Swatch. Im Jahr 2010 habe sich dieser Trend bestätigt und sogar akzentuiert. Die beschleunigte Aufwertung und hohe Volatilität des Schweizer Frankens - insbesondere zum Euro sowie zum US-Dollar - sei im vergangenen Jahr jedoch eine ständige Herausforderung gewesen.
STARKE UHRENVERKÄUFE
Besonders das Uhrensegment konnte in praktisch allen Märkten und Preissegmenten vom verbesserten Umfeld profitieren: Der Umsatz wuchs um 24,5% auf 5'532 Mio CHF. Zu konstanten Wechselkursen lag das Plus bei 28,1%.
Zu dieser "herausragenden" Leistung hätten alle Regionen ihren Beitrag geleistet. Insbesondere in Asien, aber auch in Zentraleuropa und im Mittleren Osten seien die Uhrenmarken der Gruppe "heiss begehrt" gewesen, so die Mitteilung. Dabei habe vor allem die Nachfrage nach Luxusmarken deutlich zugenommen.
ERHOLUNG IN DER PRODUKTION
Auch das Produktionssegment legte zu und steigerte den Umsatz um 7,5% auf 1'539 Mio CHF (+7,8% in LW). Der Anstieg sei einem deutlichen Aufschwung im zweiten Halbjahr zu verdanken, heisst es weiter. Die Entwicklung im Uhrensegment habe sich mit zeitlicher Verzögerung auch auf die Produktion durchgeschlagen. Dabei habe sich die Kapazitätsauslastung stärker und schneller als erwartet verbessert, was in gewissen Bereichen gar zu Engpässen geführt habe.
Im Segment Elektronische Systeme stieg der Umsatz um 11,7% auf 440 Mio CHF. Hier habe Swatch mit der Veräusserung der Schrittmotoraktivitäten von Microcomponents sowie dem Verkauf der Tochter Lasag die Konzentration auf das Kerngeschäft fortgesetzt.
WEITERES UMSATZWACHSTUM
Für 2010 erwartet das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr eine verbesserte Betriebsgewinnmarge und einen höheren Reingewinn. Diese Verbesserung werde sich in allen Konzernbereichen zeigen. Die erwarteten absoluten Rekordwerte würden allerdings durch die Kursentwicklung des Schweizer Frankens gedämpft.
Auch der Ausblick für 2011 bleibe positiv, es werde mit einem dynamischen und organischen Umsatzwachstum gerechnet. Dazu werde weiterhin in die Distribution und die Erhöhung der Produktionskapazitäten investiert. Bereits im Januar habe der Umsatz insgesamt eine positive Tendenz mit zweistelligem Wachstum in Lokalwährungen gezeigt.
AKTIE GIBT WEITER NACH
An der Börse konnte Swatch von den guten Resultaten nicht profitieren. Nach anfänglichen Kursgewinnen rutschte die Inhaberaktie in die Verlustzone ab und notiert um 13.20 Uhr mit 3,3% auf 380,30 CHF im Minus. Händler führen die Abgaben auf weitere Gewinnmitnahmen zurück, nachdem die Titel bereits seit Jahresbeginn (-8,8%) zurückgenommen werden.
Analysten hatten bereits erwartet, dass Swatch vor der eigentlichen Zahlenbekanntgabe Eckdaten zum Umsatz veröffentlichen dürfte. Hierbei hat das Unternehmen die Schätzungen von JPMorgan, der Deutschen Bank und Kepler fast punktgenau getroffen, die der UBS (6,0 Mrd), der ZKB und der Bank Vontobel (je 6,2 Mrd) hingegen deutlich übertroffen.
dm/mk/rt

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