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Zürich (awp) - Die Swatch Group ist auf Rekordjagd. Der Uhrenkonzern hat erstmals in seiner Geschichte im Halbjahr die Umsatzmarke von 3 Mrd CHF übertroffen und will in der zweiten - der traditionell stärkeren - Jahreshälfte weiter deutlich wachsen. Ausserdem hat Swatch mit den überraschend früh vorgelegten Halbjahreszahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Aktien werden an der Börse entsprechend rege nachgefragt.
Im ersten Halbjahr 2010 erwirtschaftete Swatch einen Bruttoumsatz von 3'031 (VJ 2'480) Mio CHF, wie das Unternehmen am späten Dienstagabend mitteilte. Dies ist ein Zuwachs von 22,2%, in Lokalwährungen (LW) wuchs der Bruttoumsatz gar um 24,1%. Der Nettoumsatz erhöhte sich um 22,1% auf 2'871 (2'352) Mio CHF.
Der Betriebsgewinn kletterte trotz des stark erhöhten Goldpreises und der traditionell vorsichtigen Preiserhöhungspolitik von Swatch um 81,4% auf 626 (345) Mio CHF. Die Betriebsgewinnmarge stieg damit auf 21,8 (14,7)%. Der Reingewinn wuchs um 54,5% auf 465 (301) Mio CHF, entsprechend einer Marge von 16,2 (12,8)%.
WACHSTUM BREIT ABGESTÜTZT
Der Wachstumstreiber bleibt der Uhren- und Schmuckbereich. Hier stieg der Bruttoumsatz gegenüber dem von der Wirtschaftskrise geprägten Vorjahr um 30,6% auf 2'572 Mio CHF (+32,9% in LW). Allerdings konnte Swatch auch im Vergleich zum bisherigen Rekordhalbjahr 2008 den Umsatz um 10,1% (in LW) steigern und auch im Vergleich mit der Schweizer Uhrenindustrie schnitt der Bieler Konzern besser ab. Die Uhrenexporte der Schweiz sind in den ersten sechs Monaten wertmässig um 19,7% gestiegen.
Das Wachstum erzielte Swatch in allen Uhrensegmenten und Regionen. Nicht nur in China, respektive der ganzen Region Asien, sei die Nachfrage nach Uhren gross, erklärte CEO Nick Hayek gegenüber AWP. "Auch in Europa, den USA oder im Mittleren Osten haben sich die Absätze sehr gut entwickelt." Das Wachstum in Russland sei sogar "fantastisch".
Der Betriebsgewinn im Uhren- und Schmuckbereich legte um 90,6% auf 547 Mio CHF zu, was einen markanten Anstieg der operativen Marge auf 22,5 (15,4)% zur Folge hatte.
KOMPONENTEN-PRODUKTION NOCH RÜCKLÄUFIG
In der Produktion ging der Bruttoumsatz um 5,1% auf 761 Mio CHF zurück. Die Nachfrage nach Uhrwerken und Komponenten reagiere zeitlich verzögert auf jene der Fertiguhren, lautet die Begründung. Dies sei vor allem bei Bestellungen Dritter der Fall, wo der Umsatz um 22,2% auf 259 Mio CHF zurückging. Mittlerweile habe sich die Situation dort normalisiert. Der Produktionsumsatz für den Swatch-Konzern erhöhte sich um 7,0% auf 502 Mio CHF.
Der Betriebsgewinn in der Produktion ging um 12,2% auf 65 Mio CHF zurück. Die operative Marge beläuft sich auf 8,8 (9,6)%. Auch hier sei ein positiver Trend zu beobachten, so die Mitteilung.
Der Bruttoumsatz mit elektronischen Systemen erhöhte sich um 12,7% auf 207 Mio CHF. Dabei wurde ein Betriebsgewinn von 20 (2) Mio CHF und eine Marge von 9,8 (1,1)% erzielt.
REKORD IM 2010 EIN MUSS
Die Swatch Group ist gut unterwegs, um im laufenden Jahr beim Umsatz die angestrebte 6-Mrd-CHF-Marke zu übertreffen und damit einen neuen Rekord zu schreiben. "Nach dem Rekord im traditionell schwächeren ersten Halbjahr, muss es nun unser Ziel sein, einen Umsatz von über 6 Mrd CHF zu erreichen", so Hayek. Der Start in die zweite Jahreshälfte sei mit starkem Wachstum in den Monaten Juli und August geglückt.
Auch die bereits sehr gute Profitabilität der Gruppe will Hayek im laufenden Jahr steigern. Es sei dabei jedoch in der Tradition des Unternehmens, nicht nur auf die Marge zu schielen. "In erster Linie wollen wir Marktanteile gewinnen."
An der Börse haben die Swatch-Aktien mit starken Avancen auf die Halbjahreszahlen reagiert. Bis um 14.00 Uhr steigen Swatch um 3,6% auf 339,30 CHF, während der Gesamtmarkt (SMI) um 0,21% nachgibt. Swatch hat die Schätzungen der Analysten zum Teil deutlich übertroffen. Gelobt wird nicht zuletzt die starke Performance im Bereich Uhren und Schmuck.
mk/ch

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