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Swatch/Zehn Uhrenhersteller rekurrieren gegen Massnahmen der Weko

Dieser Inhalt wurde am 28. Juli 2011 - 12:04 publiziert

Bern (awp/sda) - Die Konkurrenten der Swatch Gruppe wollen auch in Zukunft vom weltgrössten Uhrenkonzern beliefert werden. Sie rekurrierten gegen den Entscheid der Wettbewerbskommission (Weko), dass Swatch Drittkunden ab dem nächsten Jahr nicht mehr in vollem Umfang mit Uhrwerken beliefern muss.
Hintergrund ist eine Untersuchung, welche Swatch im Juni bei der Weko initiiert hatte. Der Konzern will nicht mehr gezwungen sein, mechanische Uhrwerke und gewisse andere Einzelteile an andere Hersteller zu liefern. Die Untersuchung soll abklären, ob diese Praxis gegen das Kartellgesetz verstösst und ob für die von Swatch belieferten Firmen alternative Bezugsquellen bestehen.
Gleichzeitig hatte die Weko für die Dauer der Untersuchung vorsorgliche Massnahmen beschlossen: Swatch soll Drittkunden vorerst in vollem Umfang weiter beliefern. Im kommenden Jahr soll der Konzern die Lieferung mechanischer Uhrwerke dann auf 85% und von sogenannten Assortiments auf 95% der Menge des Jahres 2010 reduzieren können.
Gegen diesen Entscheid haben zehn Uhrenhersteller beim Bundesverwaltungsgericht Rekurs eingelegt, weitere könnten folgen. Eine Untersuchung wurde eröffnet. Ein Gerichtsentscheid kann bis im Herbst erwartet werden, wie Andrea Arcidiacono, Kommunikationsverantwortlicher des Gerichts, der Nachrichtenagentur sda sagte. Er bestätigte damit eine Information der Zeitung "Le Temps".
mk

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