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Zürich (awp) - Swiss Life hat Halbjahreszahlen vorgelegt, die sowohl beim Ertrag als auch auf Gewinnstufe zu überzeugen vermochten. Während der Versicherer im Geschäft mit vermögenden Privatkunden (PPLI) weiter stark zulegen konnte, hat das Effizienzprogramm Milestone erste Früchte getragen und zu einer massgeblichen Verbesserung der operativen Performance geführt. In der Folge werden die Aktien von Swiss Life stark nachgefragt und können zuletzt verlorenes Terrain zurückgewinnen.
"Wir haben im ersten Halbjahr ein starkes Resultat erzielt", zeigte sich CEO Bruno Pfister am Mittwoch an der Halbjahresmedienkonferenz über den Zahlenausweis erfreut. Swiss Life steigerte den Gewinn verglichen mit dem Vorjahresüberschuss aus fortgeführtem Geschäft um 56% auf 269 Mio CHF. Zieht man auf dem Wert des Vorjahres die angefallenen Kosten auf veräusserten Unternehmensteilen ab, so hat sich der Gewinn im ersten Halbjahr 2010 sogar beinahe verdoppelt.
KOSTEN SINKEN - GRIECHENLAND-EXPOSURE REDUZIERT
Der Betriebsgewinn erhöhte sich um 65% auf 415 Mio CHF. Hauptgrund dafür waren operative Fortschritte; währungsbereinigt sanken die operativen Kosten um 8% auf 767 Mio CHF. Die Massnahmen des Milestone-Programms würden insbesondere in der Schweiz, bei der Tochter AWD und im Corporate Center bereits Wirkung zeigen, sagte Finanzchef Thomas Buess.
Aber auch im Investment Management habe Swiss Life gut gearbeitet. Das Segmentsergebnis verbesserte sich auf 46 (35) Mio CHF. "Dabei bin ich stolz darauf, dass wir die Nettoanlagerendite trotz rückläufiger Zinsen und Unsicherheiten an den Finanzmärkten mit 1,8% halten konnten", sagte Pfister. Derweil lösten die tiefen Zinsen nicht realisierte Gewinne auf Kapitalanlagen im Umfang von 1,9 (-0,2) Mrd CHF aus, was einen Anstieg des Eigenkapitals um 7% auf 7,7 Mrd CHF zur Folge hatte.
In den Kapitalanlagen nahm Swiss Life im Exposure griechischer Staatsanleihen eine weitere Reduktion vor. Aktuell hält Swiss Life noch griechische Staatspapiere im Umfang von rund 100 Mio CHF nach 250 Mio CHF Anfang Mai und 335 Mio CHF Ende Februar. Das Gesamt-Exposure für die sogenannten PIIGS-Staaten belaufe sich noch auf rund 1,55 Mrd CHF.
Betreffend Swiss Solvency Test (SST), der ab Anfang Jahr Aufschluss über die Risikofähigkeit der Schweizer Versicherer geben soll, bewege sich Swiss Life im "Grünen Bereich", so Pfister. Das SST-Ratio habe die geforderte 100%-Marke überschritten.
PPLI-GESCHÄFT WÄCHST STARK
Die Bruttoprämieneinnahmen und Einlagen von Versicherungsnehmern sind in der Berichtsperiode um 18% auf 12'241 Mio CHF gestiegen (+20% in LW). Während das Prämienvolumen in der Schweiz mit -0,9% auf 5'285 Mio CHF leicht rückläufig war, erhöhte sich dieses in Frankreich (+18% in LW) und Deutschland (+14%) stark.
Das stärkste Wachstum (+95% auf 3'072 Mio CHF) realisierte indes das Segment "Übrige". Einen wichtigen Beitrag dazu leistete erneut das PPLI-Geschäft. Dieses habe zudem erstmals einen Gewinn erwirtschaftet, erklärte Pfister mit Stolz. Das Wachstum mit PPLI-Produkten soll weiter vorangetrieben werden. Dabei profitiere Swiss Life nicht nur von Sonderelementen wie der Steueramnestie in Italien, sondern verstärkt von der globalen Ausrichtung des Geschäfts.
AWD-TURNAROUND - ZIELE BESTÄTIGT
Der AWD hat ihre Fortschritte bestätigt und einen operativen Gewinn von 20,4 (VJ Verlust 10,3) Mio EUR erzielt. Bekräftigt wurden die Ziele für den AWD für das laufende Jahr (EBIT: 40-50 Mio EUR) wie auch für 2012 (EBIT: 80-100 Mio EUR).
Auch mit den Milestone-Zielen sei die Gruppe auf Kurs. So will Swiss Life bis im Jahr 2012 die Kostenbasis gegenüber 2008 um 350 bis 400 Mio CHF senken. Bis dato wurden rund 60% davon umgesetzt. Die Eigenkapitalrendite soll auf 10 bis 12% steigen; im ersten Halbjahr stand sie annualisiert bei 7,3%.
Swiss Life hat mit den Zahlen die Erwartungen teilweise deutlich übertroffen. Die Aktie steigt bis um 14.50 Uhr um 6,6% auf 108,70 CHF (SMI: +0,24%).
mk/ra

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