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Swiss Life steigert Ertrag im BVG-Geschäft - Kosten gesenkt (AF)

Dieser Inhalt wurde am 10. Mai 2010 - 14:18 publiziert

(Meldung nach der Medienkonferenz ausgebaut)
Zürich (awp) - Die Swiss Life hat dank eines stark verbesserten Anlageergebnisses die Erträge in der beruflichen Vorsorge in der Schweiz im Jahr 2009 deutlich gesteigert und die Kosten je Versicherten gesenkt. So konnte der Lebensversicherer in der statutarischen BVG-Betriebsrechnung wieder einen Gewinn erzielen.
Vom Bruttoergebnis von 623 (VJ Verlust 944) Mio CHF hat die Swiss Life 417 (139) Mio CHF in den Überschussfonds zugunsten der Versicherten überführt. Das Betriebsergebnis, das der Gesellschaft zusteht, verbesserte sich auf 206 Mio CHF nach einem Verlust von 1'083 Mio CHF im Vorjahr. "Damit haben wir eine faire Verteilung des Ergebnisses zwischen Versicherten und Aktionären erreicht", sagte Hugo Kindler, Leiter der BVG-Jahresrechnung der Swiss Life, am Montag in Zürich an einer Medienkonferenz.
Den Versicherten wurde im Rahmen der Legal-Quote-Bestimmungen 92,1% der Erträge gutgeschrieben. Dieser Wert liege klar über den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestanforderung von 90% und über den Leistungen der Konkurrenz, hiess es. Die Gesamtverzinsung habe im Obligatorium 2,4% und bei überobligatorischen Guthaben 2,8% betragen. Der vom Bundesrat festgelegte BVG-Mindestzinssatz liegt aktuell bei 2,0%.
Die Gesamteinnahmen im Schweizer BVG-Geschäft der Swiss Life stiegen auf 7,60 Mrd CHF nach 6,32 Mrd CHF im Vorjahr. Dabei sanken die kumulierten Prämieneinnahmen des Spar-, Risiko- und Kostenprozesses auf 5,88 (6,58) Mrd CHF. "Um einmalige Einnahmen des Jahres 2008 bereinigt, sind die Erträge nur noch um rund 3% gesunken", erklärte Hugo Kindler.
Im Vollversicherungsmodell, das in erster Linie von KMU genutzt wird, habe die Swiss Life im vergangenen Jahr kaum Neueintritte verzeichnet. Der Hauptgrund: Vorsorgeeinrichtungen in Unterdeckung können ohne Sanierung nicht in die Vollversicherung übertreten. Ausserdem seien die Risikoprämien aus Wettbewerbsgründen um 10% gesenkt worden, womit sich die Prämieneinnahmen im Risikobereich um rund 70 Mio CHF reduzierten.
Der Anlageertrag netto stieg derweil auf 1,69 Mrd CHF, nachdem im Vorjahr ein Verlust von 315 Mio CHF resultierte. Die Swiss Life habe im BVG-Geschäft auf den Buchwerten der Anlagen im Jahr 2009 eine "gute" Nettorendite von 3,73 (-0,69)% erwirtschaftet, so Kindler. Auf Basis der Marktwerte erreichte die Swiss Life gar eine Nettorendite von 8,62 (-3,60)%.
Weiter berichtete der Lebensversicherer, der in der Schweiz 30'000 Unternehmen mit knapp 600'000 Versicherten betreut, dass im BVG-Geschäft die Verwaltungskosten je Versicherten um 5,6% auf 503 CHF hätten gesenkt werden können. Es seien bereits grosse Anstrengungen unternommen worden, um die Kosten zu senken, sagte Hans-Jakob Stahel, Leiter Unternehmenskunden Schweiz. "Wir stehen aber erst am Anfang und wollen die Kosten weiter deutlich senken, um mit der Konkurrenz auf Augenhöhe zu sein." Stahel sieht in den kommenden drei Jahren bei den Kosten je Versicherten ein weiteres Sparpotenzial von rund 20%.
In Zukunft will die Swiss Life im Schweizer BVG-Geschäft verstärkt als Vollsortimenter auftreten. Nebst der Vollversicherungslösung Swiss Life Business Protect, in der sämtliche Risiken über die Swiss Life rückgedeckt sind, bietet die Gesellschaft seit Mai des laufenden Jahres speziell den KMU teilautonome Lösungen mit mehr Mitspracherecht und höheren Renditechancen an. Die Produkte Swiss Life Prisma und Swiss Life Business Invest sind jedoch für die Kunden mit der Übernahme von Risiken verbunden.
Die neuen Produkte seien bereits auf reges Interesse gestossen, sagte Stahel. Über die neu eingerichtete IT-Plattform seien viele Offert-Anfragen eingegangen und erste Verträge abgeschlossen worden. Allerdings hänge vieles von der Entwicklung an den Kapitalmärkten und von der Wirtschaftslage ab. "Wenn die Ampeln diesbezüglich auf 'Grün' stehen, ist es für uns in diesen Segmenten einfacher wachsen zu können", sagte Stahel.
mk/ps

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