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Swiss Re mit Gewinn im Q3 - Kapital gestärkt - Aktie legt zu (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 03. November 2009 - 12:40 publiziert

Zürich (awp) - Der Rückversicherer Swiss Re ist im dritten Quartal wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. In der Rückversicherung ist Swiss Re von grösseren Naturkatastrophenschäden verschont geblieben und konnte so die Performance stark verbessern. Zudem legte die Gruppe an Kapitalstärke zu und setzte den Abbau von Risiken konsequent fort.
Der Gewinn im dritten Quartal belief sich auf 334 Mio CHF, nach einem Verlust von 381 Mio im Vorquartal und einem Minus von 304 Mio in der Vorjahresperiode. Bewertungsverluste auf Absicherungen von Unternehmensanleihen hatten mit 706 Mio CHF auf das Ergebnis gedrückt. Ausserdem musste Swiss Re - vorwiegend auf verbrieften Produkten - Wertberichtigungen im Umfang von 263 Mio CHF tätigen. Die verdienten Prämien der Gruppe haben 5'840 (VJ 6'526) Mio CHF betragen.
STARKE PERFORMANCE IM KERNGESCHÄFT
Im Sach- und Haftpflichtgeschäft verbesserte sich die Combined Ratio gegenüber dem Vorjahreswert auf sehr tiefe 84,5% (99,6%). Das operative Ergebnis stieg auf 998 (685) Mio CHF. Das "hervorragende" Ergebnis sei nebst den tiefen Naturkatastrophenschäden auch auf ein diszipliniertes Underwriting zurückzuführen, teilte Swiss Re am Dienstag mit. Für die anstehende Erneuerungsrunde sieht sich die Gruppe weiterhin gut aufgestellt.
Im Bereich Life & Health erzielte Swiss Re einen operativen Gewinn von 388 (-79) Mio CHF. Die Leistungsquote verbesserte sich auf 80,2%, gegenüber 91,5% im Vorjahr. Die Verbesserung basiere in erster Linie auf dem günstigen Sterblichkeitsverlauf im traditionellen Lebengeschäft sowie dem positiven Ausgang eines Schiedsverfahrens.
Im Asset Management lag der operative Gewinn bei 740 (636) Mio CHF. Die Anlagerendite wurde von tieferen Zinsen und Bewertungsverlusten auf Absicherungen auf 1,6 (2,8)% gedrückt. Dagegen stieg die Gesamtanlagerendite unter Einbezug der nicht realisierten Gewinne auf hohe 14,3 (-1,8)%.
In der Sparte Legacy, die zur Bereinigung von Altlasten dient, erzielte Swiss Re ein positives operatives Ergebnis von 22 Mio CHF, nach einem Plus von 71 Mio CHF im zweiten Quartal und einem Verlust von 974 Mio CHF im Vorjahr.
FORTSCHRITTE BEIM ABBAU VON RISIKEN
Im Abbau von Risiken seien "weitere grosse Fortschritte" gemacht worden, erklärte CEO Stefan Lippe an einer Telefonkonferenz. Dabei sei Swiss Re schneller vorangekommen als ursprünglich geplant.
In der Sparte Legacy reduzierte sich die Exponierung bei Finanzgarantie-Verträgen um 6,6 Mrd CHF. Auf den Kapitalanlagen wurde die Exponierung im Quartal mit 7,4 Mrd CHF ebenfalls deutlich zurückgefahren. Damit seien die Risiken seit Jahresbeginn um insgesamt 43,3 Mrd gesenkt worden, so Lippe.
Das Eigenkapital erhöhte sich derweil per Ende September auf 26,2 (Ende 2008: 20,4; Ende Juni: 23,8) Mrd CHF. Das für ein "AA"-Kreditrating notwendige Überschusskapital stieg auf über 6 Mrd CHF nach 4,5 Mrd im zweiten Quartal. Die geschätzte Solvenz-Rate (Solvency I) erhöhte sich auf über 200% nach 186% Ende Juni.
"AA-"-RATING ZURÜCKGEWINNEN
"Wir wollen das "AA"-Rating so rasch als möglich zurückgewinnen", erklärte CFO George Quinn. Allerdings brauche es dazu mehr als nur eine starke Kapitalposition.
Dagegen wird Swiss Re mit der Rückzahlung der 3 Mrd-schweren Berkshire-Wandelanleihe wohl noch zuwarten. Der Rückversicherer will in der kommenden Januar-Erneuerungsrunde über genügend Kapazität verfügen, um Marktopportunitäten nutzen zu können. "Wir zahlen den Berkshire-Wandler zurück, wenn die Zeit dazu reif ist", so Quinn.
Mit dem angekündigten Programm zur Effizienzsteigerung kommt Swiss Re gut voran. Die Nettoeinsparungen nach Restrukturierungskosten in diesem Jahr dürften zwischen 150 und 200 Mio CHF liegen. Ursprünglich waren Einsparungen im Betrag von 100 Mio CHF geplant.
An der Börse wird der gelungene Abschluss von Swiss Re mit einem starken Kursanstieg von derzeit 6,8% belohnt, währenddem der Gesamtmarkt (SMI) mit minus 2,21% deutlich an Terrain verliert.
mk/rt

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