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(Meldung ergänzt um Aussagen aus einer Telefonkonferenz)
Zürich (awp) - Die Swiss Re schätzt derzeit den Ausblick für den Versicherungs- und Rückversicherungsmarkt als "gemischt" ein. Grösste Herausforderung für die Branche seien die tiefen Anlagerenditen. Zudem befinde sich das Sach- und Haftpflichtgeschäft in einer klassischen späten "Soft-Cycle"-Phase; im Leben- und Krankengeschäft sei hingegen eine "bescheidene Erholung" zu verzeichnen.
Weiter habe die Branche eine zunehmende Regulierung zu bewältigen. Entsprechend rechnet Swiss Re in den kommenden Jahren mit höheren M&A-Aktivitäten, so eine Mitteilung vom Montag anlässlich des jährlichen internationalen Versicherungskongresses "Les Rendez-Vous de Septembre" in Monte Carlo.
"Vor uns liegen zahlreiche Herausforderungen", sagte CEO Stefan Lippe an einer Telefonkonferenz. "Während die Nachfrage nach Versicherung in den aufstrebenden Märkten stetig zunimmt, wird das Wachstum in den entwickelten Märkten weiter stagnieren." Viele Länder würden infolge der alternden Bevölkerung auf eine Krise bei der Finanzierung von Pensionen zusteuern. Dabei stünden Finanzierungslücken von rund 20 Mrd USD im Raum. Die Versicherer wiederum würden eine zunehmende Regulierung bewältigen müssen. Entsprechend dürften in den kommenden Jahren M&A-Aktivitäten in der Versicherungswirtschaft stark zunehmen, so Lippe weiter.
Swiss Re strebe u.a. weiter das "AA"-Rating an. Ebenso soll die Berkshire-Hathaway-Anleihe zurückbezahlt werden, wurden frühere Aussagen bestätigt. Darüber hinaus ist gemäss Lippe die Ausschüttung höherer Dividenden geplant.
WEITERE KATALYSATOREN IM SACH- UND HAFTPFLICHTGESCHÄFT ERFORDERLICH
Im Versicherungs- und Rückversicherungsmarkt stehen "tiefe Zinsen und eine schwächere zugrunde liegende Underwriting-Performance einem Überschusskapital im Markt gegenüber. Das Marktumfeld dürfte instabil bleiben. Marktbewegungen auf breiter Front sind im Vorfeld der Vertragserneuerungen im Januar nicht zu erwarten", so Chief Underwriting Officer Brian Gray. Als grösste Herausforderung bezeichnet Gray die tiefen Anlagerenditen. Zwar sei die erste Hälfte des laufenden Jahres im Sach- und Haftpflichtgeschäft durch grosse Schadenereignisse geprägt gewesen, doch seien weitere Katalysatoren notwendig, um eine umfassende Trendwende auf dem Markt auszulösen, so Gray.
Im Motorfahrzeug-Geschäft rechnet Gray in den Erstversicherungsmärkten Deutschland und Österreich beispielsweise mit einer anhaltenden Schwäche. Demgegenüber habe sich die Lage in Grossbritannien und Frankreich von einem tiefen Niveau ausgehend leicht verbessert.
Im Haftpflicht-Segment dürften die Konditionen "typischerweise flach" bleiben. Davon ausgenommen dürften gemäss Gray grosse kommerzielle Verträge sein, wo der Wettbewerb auf die Preise drücke.
Im Credit & Surety-Geschäft habe sich die Profitabilität in den zugrunde liegenden Märkten verbessert. Allerdings bleibe im Falle einer wirtschaftlichen Abschwächung oder eines "double dip" eine gewisse Verletzlichkeit.
Swiss Re betont vor diesem Hintergrund weiterhin die Underwriting-Disziplin: "Wir werden uns (...) auf spezifische Kunden- und Marktsegmente konzentrieren. Auf der Basis unseres Zyklusmanagements werden wir (...) umfangreiche und (...) Kapazität zu risikogerechten Preisen anbieten", so Gray.
Trotz "immer noch gedrosselter" Nachfrage nach klassischer Rückversicherung sieht Swiss Re aber ein zunehmendes Interesse an integrierten Lösungen. Diese Entwicklung wird unter anderem auf aufsichtsrechtliche Bestimmungen und Langlebigkeitsrisiken zurückgeführt. So rechnet Chief Marketing Officer Michel Liès durch die neuen aufsichtsrechtlichen Bestimmungen und erhöhten Solvabilitätsanforderungen von Solvency II mit einem vermehrten Kapitalbedarf und einer höheren Nachfrage nach Rückversicherungs-Lösungen.
rt/cc

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