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Mailand (awp/sda) - Die in Geldwäscherei-Ermittlungen steckende italienische Swisscom-Tochter Fastweb rechnet nicht damit, noch am Donnerstag unter Zwangsverwaltung gesteckt zu werden. Dass der Untersuchungsrichter in Rom heute einen Entscheid fällt, sei unwahrscheinlich, sagte eine Fastweb-Sprecherin auf Anfrage.
Ein Entscheid werde in den nächsten Tagen erwartet, erklärte Sprecherin Maria Laura Sisti im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Am (heutigen) Donnerstag sei lediglich der Termin für die Eingabe von neuen Unterlagen.
Der Römer Untersuchungsrichter Aldo Morgigni hatte am vergangenen Dienstag einem Gesuch von Fastweb und der ebenfalls im Visier der Behörden befindlichen Telecom Italia-Tochter Sparkle stattgegeben. Er räumte beiden Telekomunternehmen mehr Zeit ein, um neue Vorschläge zum weiteren Vorgehen auf den Tisch zu legen.
Fastweb soll laut der italienischen Zeitung "Il Sole 24 Ore" darum ersuchen, die staatliche Zwangsverwaltung zu beschränken. Lediglich die Sparte Wholesale, die Telekomdienstleistungen an alternative Anbieter verkauft und im Zentrum der Geldwäscherei- und Steuerbetrugsermittlungen steht, solle unter die Aufsicht des vom Gericht eingesetzten Kommissars gestellt werden.
"Wir führen Gespräche mit der Staatsanwaltschaft, um eine Ausprägung der Aufsicht oder alternativ eine freiwillige Massnahme zu finden", erklärte Swisscom-Chef Carsten Schloter in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" vom Donnerstag. Damit solle einerseits der Untersuchungsrichter eine möglichst grosse Transparenz über das von den Vorwürfen betroffene Geschäft erhalten.
Andererseits sollte die Lösung keine negativen Auswirkungen auf die anderen Geschäfte von Fastweb haben, die durch eine staatliche Aufsicht verlangsamt oder gelähmt werden könnten.
Fastweb und die Telecom Italia-Tochter Sparkle stehen im Zentrum von Ermittlungen wegen Mehrwertsteuerbetrugs und Geldwäscherei. Dabei sollen zwischen 2003 und 2006 mit fiktiven Käufen und Verkäufen von internationalen Telekom-Dienstleistungen knapp 2 Mrd. Euro in Rechnung gestellt worden sein. Damit sei der Fiskus um 365 Mio. Euro betrogen worden.
mk

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