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(Durchgehend ergänzt nach Medienkonferenz)
Zürich (awp) - Die Swisscom und das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) haben sich beim Glasfaserausbau in der grössten Schweizer Stadt auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt. Damit ist deren Wettstreit beigelegt und der Bau der neuen Infrastruktur kann koordiniert erfolgen. Die Unternehmen wollen gemeinsam rund 430 Mio CHF investieren, wie sie am Donnerstag mitteilten. Weitere finanzielle Details der Vereinbarung bleiben aber vorerst noch offen.
Gerade weil es lange Zeit nicht nach einer Einigung ausgesehen habe, sei diese umso erfreulicher, sagte CEO Carsten Schloter vor den Medien in Zürich. Er zeigte sich ausserdem zuversichtlich, dass der Telekomkonzern in der ersten Jahreshälfte weitere Kooperationen beim Glasfaserausbau vermelden wird und damit 25-30% der Schweizer Haushalte in fünf bis acht Jahren erreichen kann.
In Zürich liefen die Verhandlungen zwischen Swisscom und dem ewz seit Mitte 2009 auf Hochtouren - wie auch der parallele Netzbau. Wie viel sich der Blaue Riese die Einigung nun kosten lässt, ist unklar. Zuletzt wollte sich das Unternehmen nach eigenen Angaben mit 120 Mio CHF an den Baukosten beteiligen. Details über die Kooperation dürften Mitte 2010 verlauten, wenn der Zürcher Gemeinderat den Leistungsauftrag für das ewz-Geschäftsfeld Telekom anpasst und über einen neuen Rahmenkredit entscheidet.
2007 hatte das Stimmvolk bereits 200 Mio CHF für den Bau eines öffentlich zugänglichen Glasfasernetzes in Zürich bewilligt. Davon seien bereits 60 Mio CHF beansprucht worden, erläuterte Peter Messmann, Leiter des Bereichs Telekom beim ewz. Der neue Kredit muss ebenfalls noch vom Stimmvolk abgesegnet werden, eventuell noch in diesem Jahr.
Bis Ende 2017 soll Zürich flächendeckend erschlossen sein, wobei die Swisscom schon Ende 2010 in den Gebieten Limmat, Albisrieden, Enge und Hirslanden fertig sein will. Die Partner haben sich die Stadt beim Bau aufgeteilt: Der Telekomkonzern ist für etwa 25% der rund 200'000 Haushalte zuständig und das ewz für die restlichen 75%. Der Übergang vom einen Netz zum anderen ist zwischen den Trafostationen des ewz und den Quartierverteilern der Swisscom vorgesehen.
Zum Einsatz kommt das ursprünglich von der Swisscom favorisierte Mehrfasermodell. Das ewz hatte eigentlich nur eine Faser bis zum Kunden legen wollen. Die Unternehmen räumen sich gegenseitig ein langjähriges unentziehbares Nutzungsrecht ein, wie es heisst. Dafür bezahlen sie dem Partner eine einmalige Entschädigung in unbekannter Höhe und beteiligen sich an den Betriebskosten.
Das Netz stehe allen Anbietern offen, unabhängig von eigenen Investitionen in die Infrastruktur, erklärte der Swisscom-CEO. Während das ewz bereits elf Service-Providern Zugang auf das eigene Glasfasernetz gibt, will auch der Blaue Riese Wiederverkaufs-Angebote machen. Diese seien bereits ausgearbeitet, sagte Schloter gegenüber AWP.
Ob sich ein Drittanbieter für das ewz oder die Swisscom entscheide, liege dann nicht nur am Preis, sondern auch an der Elektronik. Diese sei für die Bandbreite und die Inhalte massgeblich, so der CEO weiter. Für Endkunden will die Swisscom noch in der ersten Jahreshälfte 2010 Angebote machen, das ewz plant weiterhin keine eigenen Produkte.
Das jeweils beim Bau federführende Unternehmen soll auch die Verkabelung innerhalb der Gebäude ausführen und vorfinanzieren. Damit haben sich die Hauseigentümer mit ihren Vorstelllungen durchgesetzt; Immobilienorganisationen hatten sich mit dem ewz bereits im April 2009 entsprechend geeinigt.
Von den vier verlegten Fasern sind je eine für die Swisscom und das ewz vorgesehen. "Die für zukünftige Bedürfnisse vom Hausanschluss im Keller bis in die Wohnung gelegte dritte und vierte Glasfaser werden vorläufig nicht genutzt", heisst es. Als wahrscheinliches Szenario gilt, dass Kabelanbieter einsteigen.
Bisher existiert ein Vorvertrag, der eigentliche Vertrag soll in den nächsten Wochen unterzeichnet werden. Wie alle Vereinbarungen des Telekomkonzerns beim Glasfaserausbau werde die Weko auch die Kooperation in Zürich prüfen, erklärte Swisscom-CEO Schloter. Bisher hätten die Wettbewerbshüter noch in keinem Fall endgültig entschieden.
cc/uh

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