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Zürich/Genf (awp) - Die Swisscom hat beim Bau des Glasfasernetzes nun auch in der zweitgrössten Schweizer Stadt eine Kooperation vereinbart. Der Telekomkonzern will die neue Infrastruktur in enger Zusammenarbeit mit den Industriediensten Genf (SIG) aufbauen, und zwar zeitgleich in der Stadt und im näheren Umland.
Mit dem von den Partnern gewählten Modell werde eine offene Infrastruktur ermöglicht und ein strukturelles Glasfasermonopol in Genf vermieden, teilte die Swisscom am Donnerstag mit. Das Netz soll auch anderen Dienstleistern zugänglich sein.
Bereits seit Herbst 2008 hat der Blaue Riese Glasfasern bis in die Haushalte der Stadt verlegt. Um Doppelarbeiten zu vermeiden, werde Swisscom das Glasfasernetz in der Stadt fertig stellen und den SIG Fasern zur Verfügung stellen, hiess es weiter. Gleichzeitig würden die SIG das Glasfasernetz der angrenzenden Gemeinden realisieren.
Jeder Partner soll über mindestens eine Glasfaser pro Wohnung verfügen. Die Glasfaserinfrastruktur werde bis zur Steckdose in den Wohnungen gezogen. Gemäss einer am Vortag vermeldeten Einigung mit den Hauseigentümern wollen die Partner die Kosten für die vertikale Verkabelung in den Immobilien übernehmen. Diese macht 30% der Gesamtkosten aus.
Bis Ende 2014 sollen laut SIG in Genf und Umgebung 187'000 Haushalte erschlossen sein. Die Investitionen der SIG werden in einer Präsentation auf 189 Mio CHF beziffert. Zu den Gesamtkosten in Genf machte die Swisscom auf Anfrage keine Angaben.
Erst in der vergangenen Woche konnte die Swisscom eine Einigung mit dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) vermelden. Der dortige Bau des Glasfasernetzes soll insgesamt 430 Mio CHF kosten.
Derzeit führt der Telekomkonzern nach eigenen Angaben Verhandlungen mit rund 30 möglichen Partnern. Die Investitionen in das Glasfasernetz beziffert die Swisscom landesweit auf einen Anteil von 35% an Ausgaben von 8 Mrd CHF bis 2015. Ziel ist es, bis Ende 2015 über 1 Mio Haushalte oder einen Drittel der Bevölkerung zu erschliessen. Bis Ende 2009 wurde dies bereits für 100'000 Haushalte erreicht.
Neben Genf und Zürich verweist die Swisscom auf Kooperationen in Lausanne, Freiburg, Bern, St. Gallen und Pfyn. Was den Stand der Zusammenarbeit angeht, sei das Unternehmen überwiegend im Stadium von Vorverträgen, sagte ein Sprecher auf Anfrage von AWP. Verhandlungen finden unter anderem in Basel, Winterthur, Luzern und Sion statt.
Die Swisscom will die Kooperationen mit den Elektrizitätswerken durch die Wettbewerbsbehörden überprüfen lassen. Dies gebe zusätzliche Rechtssicherheit, hiess es. In einem Fall habe der Telekomkonzern bereits Unterlagen beim Weko-Sekretariat eingereicht, so der Sprecher.
cc/ra

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