Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

(Meldung nach Mitteilung der Swisscom ergänzt)
Zürich (awp) - Die Wettbewerbskommission (Weko) nimmt die Kooperationen der Swisscom mit regionalen Elektrizitätswerken beim Bau von Glasfasernetzen anhand des Vertrags mit der Stadt St. Gallen unter die Lupe. Bei einzelnen Vertragsklauseln sieht die Weko wettbewerbsrechtliche Probleme, weshalb sie eine Vorabklärung eröffnet. Auch die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens im Kanton Freiburg mit der Groupe E, das die Swisscom am Dienstag offiziell bekanntgegeben hat, wird von der Weko geprüft.
In den letzten Monaten seien den Wettbewerbsbehörden mehrere Meldungen betreffend Kooperationen zwischen staatlichen Elektrizitätsversorgungsunternehmen und der Swisscom eingegangen, schreibt die Weko in einer Mitteilung vom Dienstag. Da St. Gallen als erste Stadt einzelne Klauseln ihres Vertrages zur Überprüfung gemeldet habe, werde diese Kooperation auch als erste beurteilt. Die Swisscom hatte in den letzten Monaten entsprechende Vereinbarungen unter anderen mit den städtischen Werken von Basel, Zürich, Genf und Bern unterzeichnet.
Die fraglichen Klauseln des Vertrags zwischen der Swisscom und der Stadt St. Gallen könnten gemäss erster Einschätzung zu einer nachhaltigen Beschränkung des Wettbewerbs und langfristig zu einer Monopolisierung der Glasfasernetzinfrastruktur führen. Mit der Vorabklärung könnten zudem auch die gestaffelt eintreffenden Meldungen gesamthaft beurteilt werden, schreibt die Weko.
Im Kanton Freiburg prüft die Behörde ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen Swisscom und der Groupe E zum Aufbau und Betrieb einer gemeinsamen Glasfaserinfrastruktur. Bei dem Unternehmen will die Swisscom 60% und die Groupe E und weitere Partner 40% der notwendigen Investitionen übernehmen, wie das Telekom-Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Das Gemeinschaftsunternehmen werde mit der Planung und Vergabe der Bauaufträge sowie mit der Wartung und dem Betrieb des neuen, bis in die Wohnungen und Geschäfte reichenden Glasfasernetzes betraut. Damit setzten die Partner eine gemeinsame Absichtserklärung um, die vor rund 18 Monaten unterzeichnet worden sei, so die Swisscom.
Die Weko sieht allerdings laut ihrer Mitteilung Anhaltspunkte, dass das Gemeinschaftsunternehmen im Kanton Freiburg eine marktbeherrschende Stellung begründet. Nur dieses würde nämlich in der Zukunft über eine Infrastruktur verfügen, welche die immer grösser werdende Nachfrage nach Bandbreite vollumfänglich befriedigen könne. Die Weko will nun prüfen, wie sich diese Gründung in Freiburg auf den Märkten für Telekommunikation und insbesondere auf dem Markt für Breitbandinternet auswirkt. Die Prüfung habe innerhalb von vier Monaten zu erfolgen.
tp/cf

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???