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Basel (awp) - Der Pflanzenschutzmittel- und Saatgut-Hersteller Syngenta leidet unter Preisdruck in Industrieländern, vor allem in Nordamerika. Für das zweite Halbjahr erwartet Syngenta zwar eine anhaltend positive Dynamik bei den Absatzmengen, kommt aber nicht darum herum, den Ausblick für das Gesamtjahr zu senken.
Der Konzernumsatz weitete sich um 1% auf 6'740 Mio USD aus. Das Unternehmen profitierte allerdings von der im Juni verzeichneten Dollar-Kursschwäche. Zu konstanten Wechselkursen berechnet, nahmen die Verkäufe um 3% ab. Nach einem wetterbedingt zögerlichen Start im ersten Quartal sei ein deutliches Wachstum der Absatzmengen im zweiten Quartal gefolgt, so Syngenta am Donnerstag.
STARKER DRUCK AUF DIE VERKAUFSPREISE
Der Umsatz der Pflanzenschutzsparte stagnierte bei rund 5 Mrd USD; 3% höheren Absatzmengen standen tiefere Verkaufspreise gegenüber. Das Saatgutgeschäft legte demgegenüber um 5% auf 1'763 Mio USD zu, getragen von 3% höheren Absatzmengen. In der Berichtsperiode seien die Verkaufspreise für Spritzmittel in der Konzernregion NAFTA mit 11% am stärksten gesunken, die stark gefallen Preise für Glyphosat nicht eingerechnet. In den Schwellenländern hingegen wurde das Ergebnis des Konzerns nur geringfügig von der Preisentwicklung beeinflusst.
Syngenta habe die im letzten Jahr realisierten Preissteigerungen aufgrund des intensiven Wettbewerbs teilweise wieder rückgängig machen müssen, räumte das Unternehmen ein.
Der Preisdruck dürfte nun in der zweiten Jahreshälfte nachlassen. "Der grössere Teil der Preisreduktionen dürfte in der ersten Jahreshälfte stattgefunden haben", sagte CFO John Ramsay am Donnerstag zu AWP. Der Preisrückgang dürfte daher im zweiten Semester ein kleineres Ausmass annehmen.
CEO Mike Mack schliesst mit Blick auf den Euro aber nicht aus, dass beispielsweise deutsche Konkurrenten die Schwäche ihrer heimischen Währung gerade auf dem Nordamerikanischen Markt zum Vorteil genutzt haben, um den Landwirten Preisnachlässe zu gewähren.
Der Preisdruck schlug sich auch in den Gewinnzahlen nieder: Der EBITDA sank um 6,4% auf 1'927 Mio, das operative Ergebnis um 5,7% auf 1'558 Mio und der Reingewinn um 11% auf 1'254 Mio USD. Die grössere Sparte Pflanzenschutz steuerte 1,57 Mrd USD (-13%) zum EBITDA bei, die Saatgutsparte 352 Mio USD (+7%).
WACHSTUMSREGIONEN EMERGING MARKETS
Wachsen konnte Syngenta erneut in Schwellenländern, wo der Konzernumsatz zu konstanten Wechselkursen um 15% in die Höhe kletterte. In Nordamerika (-12%) und Europa (-1%) schrumpfte der Umsatz hingegen. Inzwischen stammt rund die Hälfte des Syngenta-Umsatzes aus Verkäufen in Schwellenländer. Diese dürften auch in Zukunft den wichtigsten Wachstumstreiber des Unternehmens darstellen, denn die Landwirte dort investierten weiterhin in neue Technologien.
Auch Syngenta will in den Wachstumsmärkten weitere Investitionen tätigen. In den reifen Industrieländern zielt Syngenta hingegen auf Marktanteilsgewinne und weitere Verbesserungen der operativen Effizienz ab. Für die bevorstehende Hauptsaison in Lateinamerika geht Syngenta davon aus, dass die derzeit günstigen Grundlagen das weitere Wachstum des Geschäfts in der Region unterstützen werden. Es werde eine anhaltend positive Dynamik der Absatzmengen im zweiten Halbjahr erwartet.
AUSBLICK UND AKTIE GESENKT
Verbunden mit einer Kostenkontrolle und einer verbesserten Rentabilität im Bereich Seeds rechne Syngenta daher im Geschäftsjahr 2010 mit einem operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau. Im April hatte Syngenta noch ein höheres operatives Ergebnis in Aussicht gestellt. Die gestiegenen Netto-Finanzierungskosten und ein höherer Steuersatz würden sich in einem tieferen Reingewinn und Gewinn pro Aktie niederschlagen.
Die Aktien von Syngenta verbilligen sich deutlich und stehen um 14.30 Uhr 6,9% tiefer auf 225,30 CHF. Neben dem enttäuschend tiefen Gewinn setzt die Kritik der Analysten in erster Linie beim gesenkten Ausblick an.
ra/ps

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