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(Meldung umfassend erweitert, neu gefasst)
West Chester (awp) - Die Synthes Inc. konnte im Geschäftsjahr 2010 einen etwas über den Erwartungen der Analysten liegendes Ergebnis erzielen. In einem vom Management als "schwierig" charakterisierten Umfeld sei ein Wachstum über dem Gesamtmarkt erreicht worden, teilte der Orthopädie-Konzern am Mittwoch mit. Das Umfeld werde allerdings weiterhin schwierig bleiben, dennoch erwartet das Management eine weitere Umsatzsteigerung im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Die Margen sollen gehalten bis leicht gesteigert werden.
Synthes steigerte im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz um 8,6% auf 3'687,0 Mio USD; in Lokalwährungen (LW) resultierte ein Zuwachs um 7,5%. Im Schlussquartal stieg der Umsatz um 9,6% (LW +9,4%) auf 975,8 Mio USD. Der Bruttogewinn erhöhte sich im Ganzjahr um 8,7% auf 3'046,5 Mio USD und der Betriebsgewinn um 10,4% auf 1'283,4 Mio USD. Unter dem Strich verblieb ein um 10,2% höherer Reingewinn von 907,7 Mio USD.
Während die Bruttogewinnmarge mit 82,6% gehalten werden konnte, stiegen die Betriebsgewinn- und Reingewinnmarge um 0,5 bzw. 0,3 Prozentpunkte auf 34,8 bzw. 24,6%. Die Margenverbesserung wird hauptsächlich auf die tieferen Prozesskosten und anhaltenden Produktivitätssteigerungen zurückgeführt.
Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine Dividende auf 1,80 (VJ 1,35) CHF erhöhte Dividende vor.
Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Synthes die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 3'666,3 Mio USD, für das Betriebsergebnis bei 1'238,2 Mio USD und für den Reingewinn bei 886,5 Mio USD.
Das Unternehmen habe 2010 in einem schwierigen Umfeld den Gesamtmarkt übertroffen, wird Präsident und CEO Michel Orsinger in der Mitteilung zitiert. "Wir erzielten erneut ein starkes Finanzergebnis und gewannen in den Bereichen Trauma, CMF und Power Tools Marktanteile hinzu."
In der grössten Marktregion, in Nordamerika, stieg der Umsatz 2010 um 4,6% auf 2'154,1 Mio USD, wobei sich das Umsatzwachstum im Schlussquartal auf 5,9% belief. Während in den Bereichen Trauma, CMF und Power Tools um 10% gewachsen werden konnte, habe die anhaltend schwierige Preis- und Rückerstattungssituation im Markt für Wirbelsäulenprodukte das Geschäft weiterhin beeinflusst, so die Mitteilung.
In Europa nahm der Umsatz um 7,8% (+10,5% in LW) auf 850,2 Mio USD zu. Dabei hätten sich die Sparbemühungen der Regierungen im Umfang von 1-2% negativ ausgewirkt, sagte Unternehmens-Sprecher Gilgian Eisner auf Anfrage von AWP. In LW hätten die Bereiche Trauma, CMF und Power Tools ein Wachstum um 15% verzeichnet. Dies wird auf neue Produkte, den Ausbau des Aussendienstes und den frühen Winterbeginn zurückgeführt. Dabei sei in den meisten europäischen Märkten ein zweistelliges Umsatzwachstum erzielt worden. Die Umsätze im Bereich Wirbelsäule werden als "solid" bezeichnet.
In der Marktregion Asien-Pazifik wuchs der Umsatz um 18,9% (+10,3% in LW) auf 424,4 Mio USD. Dabei wird die Entwicklung in den etablierten Märkten wie Australien oder Korea und den Schwellenmärkten wie China, Indien oder Malaysia als "erfreulich" bezeichnet. In Japan hätten Preissenkungen und Verzögerungen bei der Einführung neuer Produkte das Wachstum beeinträchtigt. Die Umsätze in den übrigen Märkten nahmen um 35,9% (+24,6%) in LW auf 258,2 Mio USD zu.
Im Ausblick geht das Management davon aus, dass das schwierige Marktumfeld in nächster Zeit anhalten werde, dennoch wird mit einem weiteren Wachstum gerechnet. Der Umsatz soll 2011 im "mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich" wachsen, sagte Eisner gegenüber AWP weiter. Dabei sollen die Margen gehalten bis leicht gesteigert werden. Dazu sollen gemäss Mitteilung einerseits die Stärken der Bereiche Trauma, CMF sowie Power Tools und andererseits neue Produkte im Wirbelsäulenbereich beitragen. Zudem würden die Initiativen zur Produktivitätssteigerung fortgesetzt, "um die starke Rentabilität" aufrecht zu erhalten.
rt/cf

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