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Bern (awp/sda) - Dienstag, 6. Juli
ANFRAGEREKORD BEI BANKENOMBUDSMAN: Verunsicherte Bankkunden haben im vergangenen Jahr den unabhängigen Bankenombudsman Hanspeter Häni mit Anfragen bestürmt. 4757 Fälle bearbeitete die Vermittlungstelle, das sind nochmals 14 Prozent mehr als der Rekord des Vorjahres von 4163 Fällen. Erneut waren es vor allem kleine Anleger mit wenig Wissen über die Finanzmärkte, die Häni und seinen Mitarbeitern Arbeit bescherten. Zahlreiche Kunden hätten sich im Glauben gewiegt, ihre Anlagen seien vor Verlusten geschützt, sagte Häni. Die Ombudsstelle habe trotz personeller Verstärkung am Rande der Belastbarkeit gestanden.
DENKPAUSE BEI KPT: Die Krankenkasse KPT stoppt vorerst den umstrittenen Aktienrückkauf, mit dem zahlreiche ihrer Verwaltungsräte, Manager und Mitarbeiter eine zünftige Rendite einfahren würden. Mit einem Gutachten will der Verwaltungsrat eine Zweitmeinung einholen. Im Zuge der Fusion mit der Sanitas wollte die Krankenkasse die Aktien ihrer Privatversicherungstochter zurückkaufen, die sie seit 2006 an Mitarbeiter und Unternehmensführung abgegeben hatte. Das Programm ermöglichte es Angestellten, Managern und Verwaltungsräten der KPT, sich für 28 bis 40 Franken pro Aktie am Unternehmen zu beteiligen. Für den Rückkauf der Aktien wurde dann von einer Investmentbank der Wert auf 600 Franken festgelegt.
AXPO UNTER DRUCK: Der Energiekonzern Axpo weist für das erste Halbjahr 2009/10 trotz eines gestiegenen Energieabsatzes weniger Betriebsgewinn aus. Das operative Ergebnis sank um 15 Prozent auf 416 Mio. Franken. Grund seien die tieferen Preise auf den internationalen Energiemärkten und die Folgen der neuen Regulierung des Schweizer Strommarkts. Das Unternehmensergebnis erhöhte sich dagegen von 218 Mio. auf 348 Mio. Franken. Allerdings hätten finanzmarktbedingte Aufwendungen in der Höhe von 410 Mio. Fr. das Vorjahr belastet.
LEUTHARD IN INDONESIEN: Zu Beginn des dreitägigen Staatsbesuchs von Bundespräsidentin Doris Leuthard in Indonesien haben Wirtschaftsvertreter das Projekt SCORE lanciert. Es soll die Rechte der Arbeitnehmer im südostasiatischen Land stärken. "In der Schweiz ist die Sozialpartnerschaft etwas Alltägliches", sagte Leuthard vor indonesischen Wirtschaftsführern und einer Schweizer Wirtschaftsdelegation in Jakarta. Eine Sozialpartnerschaft verbessere die Arbeitsbedingungen, führe zu mehr Loyalität der Arbeitnehmer und damit zu höherer Produktivität.
GERINGERE TEUERUNG: Der frühe Sommerausverkauf bei der Kleidung und die tieferen Treibstoffpreise haben die Jahresteuerung in der Schweiz weiter gebremst. Sie fiel im Juni auf 0,5 Prozent, nach einer Jahresrate von 1,1 Prozent im Mai. Gegenüber dem Vormonat sanken die Preise im Juni gar um 0,4 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik bekannt gab. Der Landesindex der Konsumentenpreise ging auf 104,2 Punkte zurück.
NEUES GESCHÄFT FÜR KIOSKE: Ab Mitte September können Kunden in der Schweiz an Kiosken weltweite Geldüberweisungen tätigen. Der Konsumgüterkonzern Valora und der Anbieter von Geldüberweisungen MoneyGram sind eine entsprechende Kooperation eingegangen. Bis Ende Jahr sollen die weltweiten Geldtransfers an rund 100 Verkaufsstellen der k Kioske möglich sein. Valora erwartet von seiner kommissionsbasierten Zusammenarbeit mit MoneyGram eine "beachtliche Ertragssteigerung". Denn der Schweizer Markt habe aufgrund seiner multikulturellen Gesellschaft ein hohes Transfervolumen von rund 1,5 Mrd. Fr. jährlich.
RIVELLA MIT EINBUSSEN: Rivella hat 2009 fast 6 Prozent weniger Getränke abgesetzt als im Jahr zuvor. Der Ausstoss sank um 6,4 Mio. Liter auf 105 Mio. Liter. Der Umsatz schrumpfte um 6,9 Prozent auf 143,5 Mio. Franken. Als Gründe für den kleineren Ausstoss führt die Rivella-Gruppe den allgemein flauen Konsum in der Gastronomie und der mittelprächtige Sommer an. Zudem hätten sich bei der Einführung von Rivella Gelb im Herbst 2008 die Händler mit dem neuen Produkt eingedeckt, was im Vorjahr zu einem einmaligen Mehrumsatz geführt habe. Vom Potenzial des Rivella auf rein pflanzlicher Basis sei man aber weiterhin überzeugt, hiess es.
IT-DIENSTE AUSGELAGERT: Die Grossbank UBS vollzieht die angekündigte Auslagerung von IT-Dienstleistungen und hat mit der US-Firma Computer Science Corp einen Fünfjahres-Vertrag abgeschlossen. Der Auftrag beläuft sich auf bis zu 580 Millionen Dollar. CSC wird Sprach- und Datennetze sowie Telekommunikations- und Sicherheits-Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Zu den erwarteten Einsparungen wollte sie sich nicht äussern. Betroffen sind rund 350 Mitarbeitende, davon 100 in der Schweiz. CSC will rund 90 Prozent der Angestellten übernehmen, einige andere können bei der UBS bleiben.
ERFOLG FÜR NYCOMED: Das Zürcher Pharmaunternehmen Nycomed hat nach mehreren Rückschlägen die EU-Zulassung für sein Atemwegsmittel Daxas erhalten. Die EU-Kommission gab grünes Licht für die Vermarktung des Mittels gegen Raucherlunge. Analysten trauen dem Präparat jährliche Spitzenumsätze von 500 Mio. Dollar oder mehr zu. In den USA hatte sich allerdings ein Beraterausschuss der Gesundheitsbehörde FDA im April gegen eine Zulassung ausgesprochen.
GLASFASER-KOOPERATION: Der Telekomanbieter Sunrise will sich ins Basler Glasfasernetz einmieten. Die Industriellen Werke Basel (IWB), die das Netz zusammen mit Swisscom bauen wollen, und Sunrise haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Geplant sind so genannte Triple Play Produkte aus Telefon-, Internet- und Fernsehdiensten.
NEUER PORSCHE-CHEF: Matthias Müller löst Michael Macht als Chef der deutschen Sportwagen-Herstellerin und neuen VW-Tochter Porsche ab. Der 57-Jährige gilt als enger Vertrauter von VW-Konzernlenker Martin Winterkorn und war bislang für die Produktstrategie und -planung bei Volkswagen zuständig. Müller tritt seinen Posten zum 1. Oktober an. Macht wechselt im Gegenzug in die VW-Geschäftsleitung und wird künftig das Ressort Produktion und damit die Steuerung sämtlicher Werke des Volkswagenkonzerns verantworten. Nach dem verlorenen Übernahmekampf soll Porsche ab 2011 als zehnte Marke in den VW- Konzern integriert werden.
TIEFERE LÖHNE: Frauen geben sich neuen Studien zufolge mit weniger Lohn zufrieden als Männer. Gefragt, was sie als gerechten Lohn für ihre Arbeit empfinden, gaben Frauen um rund ein Viertel niedrigere Summen an als Männer. Dies zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Feststellung gelte für alle Einkommensschichten und Branchen. Die von Frauen als gerecht empfundenen Löhne liegen demnach sogar unterhalb dessen, was Männer in gleichen Positionen tatsächlich verdienen.
STELLENABBAU BEI MEISSEN: Die deutsche Porzellan-Manufaktur Meissen entlässt 180 Mitarbeiter und streicht damit fast jede vierte Stelle. Als Grund für den drastischen Einschnitt gab die Firma einen Personalüberhang von 250 Stellen an. Damit nicht alle gehen müssen, verzichtet der verbleibende Rest der Belegschaft - 604 Frauen und Männer - auf Ferien- und Weihnachtsgeld. Das Unternehmen mit dem Markenzeichen der Gekreuzten Schwerter sieht keine Alternative zu dem Schritt, wenngleich der Umsatz im ersten Halbjahr 2010 bezogen auf den Vergleichszeitraum des Vorjahres um 15 Prozent stieg.

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