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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 7. Juli
TEURE MOBILITÄT: Trotz aller Preissenkungen sind Handygespräche in der Schweiz immer noch massiv teurer als im europäischen Ausland. Durchschnittlich kostete eine Minute Handygespräch im Jahre 2008 hierzulande 23 Euro-Cent. Das ist drei Viertel mehr als im EU-Durchschnitt. Damit habe die Schweiz den höchsten Betrag Europas mit Ausnahme von Malta (24 Cent), stellte das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) in seiner Jahresbilanz fest. Im europäischen Mittel verlangten die Mobilfunkanbieter lediglich 13 Cent.
ABKOMMEN MIT INDONESIEN: Bundespräsidentin Doris Leuthard ist offiziell vom indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono in Jakarta empfangen worden. Die Beiden haben beschlossen, Verhandlungen über ein umfassendes wirtschaftliches Partnerschaftsabkommen zwischen der EFTA und Indonesien aufzunehmen. Das Abkommen soll den Güter- und Dienstleistungshandel, Investitionen, den Schutz des geistigen Eigentums, das Beschaffungswesen und die wirtschaftliche Kooperation abdecken.
GLENCORE AM GRÖSSTEN: Der Rohstoffhändler Glencore und der Nahrungsmittelkonzern Nestlé sind weiterhin die Schweizer Konzerne mit dem grössten Umsatz. Platz drei der umsatzstärksten Unternehmen besetzt neu der Zuger Rohstoffhändler Trafigura. Trafigura erwirtschaftete im vergangenen Jahr gut 52 Mrd. Fr. Umsatz und verdrängte damit Roche knapp auf den vierten Platz. Der Basler Pharma- und Diagnostikkonzern setzte rund 49 Mrd. Fr. um. Gar dreistellig waren die Milliardenumsätze von Glencore (rund 117 Mrd. Franken) und Nestlé (rund 108 Mrd. Franken), wie die Erhebung der "Handelszeitung" und der Wirtschaftsauskunftei Dun&Bradstreet zeigt.
STABILER ARBEITSMARKT: In der Schweiz ist die Arbeitslosigkeit während der weltweiten Wirtschaftskrise weniger stark gestiegen als in den meisten anderen Industrieländern. Zudem sind verhältnismässig viele Frauen und ältere Personen erwerbstätig, stellte die OECD fest. Die Arbeitslosigkeit erhöhte sich in der Schweiz zwischen dem Frühling 2008 und dem Frühling 2010 von 3,5 auf 4,5 Prozent, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bekannt gab. In den OECD-Ländern stieg die Arbeitslosigkeit in dieser Zeit im Durchschnitt von 5,7 auf 8,7 Prozent.
ALCON MACHT GROSSEINKAUF: Der Augenpflege-Spezialist Alcon will die amerikanische Augenlaser-Technologie-Gesellschaft LenSx Lasers übernehmen. Für die Akquisition bezahlt Alcon 361,5 Mio. Dollar in Bar. Hinzu kommen Meilenstein-Zahlungen von maximal 382,5 Mio. Dollar. Alcon habe hierfür eine definitive Vereinbarung zur Übernahme unterzeichnet, teilte das Unternehmen mit. Alcon gehört zu 52 Prozent dem Nahrungsmittelkonzern Nestlé und zu 25 Prozent dem Pharmariesen Novartis. Bis Ende Jahr soll das Unternehmen komplett an Novartis übergehen. Der Konzernsitz ist im Kanton Zug.
SCHLAPPE FÜR NOVARTIS: Der Pharmakonzern Novartis hat erneut eine juristische Niederlage in den USA erlitten. Gemäss einem Gerichtsentscheid muss das Unternehmen rund 2500 ehemalige Vertreter für Überstunden entschädigen. Das Appellationsgericht im US-Bundesstaat New York hob damit ein Urteil eines Bezirksgerichts auf. Das Bezirksgericht hatte entschieden, dass Vertreter von Novartis nicht für Überstunden zusätzlich entschädigt werden müssen. Nachdem der Entscheid widerrufen worden ist, muss es den Fall neu beurteilen. Kläger sind laut "NZZ Online" 2500 ehemalige Mitarbeiter, welche in den Bundesstaaten New York und Kalifornien Medikamente von Novartis in Arztpraxen vertrieben haben.
TAUSENDE TOTE: Naturkatastrophen wie die schweren Erdbeben in Haiti und Chile haben im ersten Halbjahr viele Tausend Menschenleben gefordert und Schäden in Rekordhöhe angerichtet. Von Januar bis Juni wurden 440 Naturkatastrophen-Ereignisse registriert. Das war die zweithöchste Zahl in einem ersten Halbjahr seit dem Jahr 2000, wie der Rückversicherer Munich Re mitteilte. Die Schäden für die weltweite Versicherungswirtschaft summierten sich auf 22 Mrd. Dollar und lagen damit noch über dem bisher schadenträchtigsten ersten Halbjahr 2008. Die Volkswirtschaften trafen die Katastrophen mit 70 Mrd. Dollar. Das war mehr als im gesamten Jahr 2009 und lag deutlich über dem Halbjahresschnitt der vergangenen zehn Jahre.
EU REGELT BANKEN-BONI: Als erste Wirtschaftsregion der Welt erlässt die EU strenge Vorschriften zu Bonus-Zahlungen an Mitarbeiter von Banken. Das Europäische Parlament verabschiedete mit grosser Mehrheit nach der Einigung mit den EU-Staaten die neuen Regeln in erster Lesung. Erfolgreiche Banker könnten demnach schon ab 2011 nur noch 30 Prozent einer Sondervergütung sofort ausgezahlt bekommen. Die restliche Summe kann über einen längeren Zeitraum gewährt oder zurückgehalten werden, damit nur der dauerhafte Erfolg belohnt wird. Im Fall von Verlusten müsste ein Bonus sogar zurückgezahlt werden.
EU-WIRTSCHAFT LEGT ZU: Die Wirtschaft des Euro-Raums ist im ersten Quartal 2010 leicht gewachsen. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorquartal um 0,2 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Damit liegt die Rate leicht über dem Wert des Schlussquartals 2009, als die Wirtschaft um 0,1 Prozent gewachsen war. Auf Jahressicht erhöhte sich die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 0,6 Prozent. Im vierten Quartal war die Wirtschaft noch um 2,1 Prozent geschrumpft. Gestützt wurde das Wachstum in den ersten drei Monaten 2010 laut Eurostat vor allem von den Ausfuhren, die um 2,1 Prozent zulegten. Die Einfuhren erhöhten sich mit 3,8 Prozent allerdings noch stärker.
EURO-ZONE WÄCHST LEICHT: Die Wirtschaft in den Euro-Ländern hat sich zum Jahresbeginn aus der Stagnation gelöst. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg zwischen Januar und März wie von Experten erwartet um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Binnen Jahresfrist legte die Wirtschaftsleistung um 0,6 Prozent zu. Wachstumstreiber zu Jahresauftakt waren wieder steigende Lagerbestände. Sie machten Rückgänge im Aussenhandel, bei Investitionen und im Konsum wett.
LUFTHANSA EINIGT SICH MIT BODENPERSONAL: Nach dem mühsam errungenen Tarifabschluss mit den Piloten hat Lufthansa bei einem weiteren Tarifstreit einen Durchbruch erreicht. Mit der Gewerkschaft Verdi einigte sich die Fluggesellschaft auf eine Nullrunde für rund 50'000 Bodenbeschäftigte des Konzerns. Die Einigung, die erst mit dem Ablauf einer Erklärfrist bis zum 28. Juli endgültig steht, ist ein weiterer Schritt für Lufthansa hin einem Tariffrieden mit allen ihren Mitarbeiten. Offen ist nun nur noch ein Abschluss mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO.

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