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Bern (awp/sda/dpa) - Donnerstag, 8. Juli
ARBEITSLOSIGKEIT WEITER GESUNKEN: Die Arbeitslosenquote ist in der Schweiz im Juni gegenüber Mai von 3,8 auf 3,7 Prozent gesunken. Dank der besseren Wirtschaftslage und der Hochsaison auf dem Bau und im Gastgewerbe finden wieder mehr Leute einen Job. Die Arbeitslosigkeit verringerte sich in fast allen Kantonen sowie in beinahe allen Branchen. 144'473 Personen waren Ende Juni als arbeitslos gemeldet, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) mitteilte. Die Arbeitslosigkeit ist seit Januar rückläufig. Letztmals eine so tiefe Arbeitslosenquote gab es im Juli 2009.
HOHE KONKURRENZFÄHIGKEIT: Die Schweizer Wirtschaft hat auch langfristig das Potenzial, sich im internationalen Wettbewerb hervorragend zu behaupten. Zu diesem Schluss kommen die Ökonomen der Credit Suisse (CS) in einer Studie, die den Strukturwandel der Schweiz seit 1998 beleuchtet. Die Analyse der vergangenen Jahre zeigt auf, dass sich die Wirtschaft erfolgreich aus der Stagnationsphase der 90er-Jahren herausgehievt hat. Weiter stark an Bedeutung gewonnen hat der Dienstleistungssektor, besonders durch den Boom des Gesundheits- und Sozialwesens.
CS-ENTWICKLUNGSZENTRUM IN LAUSANNE: Die Credit Suisse bezieht mit einem IT-Entwicklungszentrum das "Quartier de l'Innovation" der ETH Lausanne (EPFL). Im neuen Zentrum sollen "zukunftsweisende Lösungen für die immer komplexeren Kundenbedürfnisse" entwickelt werden. Mit der EPFL seien eine Vielzahl von wissenschaftlichen Kooperationen geplant. Die Bank investiert für das Projekt 20 Mio. Franken. Zudem will die Bank am neuen Standort bis Ende 2011 bis zu 250 Arbeitsplätze schaffen.
GUTE GESCHÄFTE: Der Internetladen der Migros, LeShop.ch, hat die Verkäufe im ersten Halbjahr 2010 um 15 Prozent auf 75,4 Mio. Fr. gesteigert. Für das ganze Jahr 2010 rechnet LeShop.ch mit einem Umsatz von rund 150 Mio. Franken. Durchschnittlich kaufen die Kundinnen und Kunden für 234 Fr. ein, dass sind 11 Fr. mehr als im ersten Halbjahr 2009. Die Kundenzahl ging allerdings von 22'400 auf 18'900 zurück.
HYPO LENZBURG MIT GEWINNRÜCKGANG: Die Hypothekarbank Lenzburg hat im ersten Halbjahr 2010 in einem anspruchsvollen Umfeld einen leicht tieferen Reingewinn von 11,8 Mio. Fr. erzielt nach 12,3 Mio. Fr. im Vorjahr. Die Ausleihungen an die Kunden stiegen hingegen um 2,2 Prozent auf 3,25 Mrd. Franken. Dabei seien die Hypothekardarlehen unter unverändert starkem Konkurrenzdruck um 1,3 Prozent auf 2,989 Mrd. Fr. angestiegen.
WECHSEL BEI BELIMO: Wegen unterschiedlichen Auffassungen in Führungsfragen nehmen gleich zwei Spitzenmangager von Belimo den Hut. Die Leiter der Konzernbereiche Europa und Amerika, Alex Brunner und Lex van der Weerd, verlassen Belimo, wie der Spezialist für Heiz- und Lüftungstechnik mitteilte.
SAMMELKLAGE GEGEN AWD: Tausende Menschen haben in Österreich ihr Erspartes mit angeblich sicheren Aktien verloren - und dürfen jetzt gemeinsam gegen den Verkäufer AWD klagen. Das Handelsgericht Wien erlaubte eine Sammelklage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) gegen den Finanzdienstleister. Er wirft der Swiss-Life-Tochter mit Sitz in Hannover vor, die Sparer falsch beraten und über das Risiko getäuscht zu haben. Die Berater hätten versprochen, dass Geld sei "so sicher wie auf dem Sparbuch" angelegt. Als die Aktien in der Finanzkrise den Grossteil ihres Wertes einbüssten, verloren die Kleinanleger ihr Erspartes.
NIEDRIGZINS UND STRESSTESTS: Mit einem weiterhin rekordtiefen Leitzins und öffentlichen Krisentests für Banken kämpft die Europäischen Zentralbank (EZB) um das Vertrauen der Märkte. Die Entscheidung der EU, die Ergebnisse der jüngsten europaweiten Stresstests detailliert bekanntzumachen, habe die volle Unterstützung der EZB, sagte der Präsident der Notenbank, Jean-Claude Trichet. Solche Daten könnten dazu beitragen, "dass die Märkte etwas besser funktionieren". An der Zinsschraube drehte die Notenbank weiterhin nicht. Der wichtigste Zins zur Versorgung der Banken mit Zentralbankgeld bleibt auf dem historischen Tiefststand von 1,0 Prozent. Damit stützt die EZB die noch verhaltene Erholung der Konjunktur ebenso wie die Kreditwirtschaft.
IWF OPTIMISTISCHER: Es geht schneller bergauf mit der Weltwirtschaft als bislang angenommen - dank der Zugpferde China und Indien. Zu diesem Schluss kommt der Internationale Währungsfonds (IWF). Er hob seine Wachstumsprognose um 0,4 Punkte auf 4,6 Prozent an. Im Krisenjahr 2009 war die Wirtschaftsleistung weltweit um 0,6 Prozent geschrumpft. Für die Euro-Zone besserten sich die Aussichten allerdings nicht: der IWF blieb bei 1,0 Prozent in diesem Jahr und korrigierte die Prognose für nächstes Jahr sogar um 0,2 Punkte nach unten, auf 1,3 Prozent. Weltweit rechnet der IWF unverändert mit 4,3 Prozent Wachstum im nächsten Jahr.
EXXON WIEDER AM TEUERSTEN: Der US-Ölkonzern Exxon Mobil ist zur Zeit das teuerste börsenotierte Unternehmen der Welt. Sein asiatischer Konkurrent PetroChina rutschte damit auf Rang zwei ab. Hinter den beiden Energieriesen befindet sich in der halbjährlichen Reihung nach Börsewert ein Technologieunternehmen: Apple ist in der Studie der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young von Platz 57 Ende 2008 auf Platz 3 Mitte 2010 aufgestiegen. Auch neun Schweizer Unternehmen figurieren in der Rangliste: Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé ist auf Platz 11, die beiden Pharmakonzerne Novartis und Roche folgen auf Rang 25 beziehungsweise 29.
GEGEN GOLDENE AKTIE: Das höchste EU-Gericht hat die Goldene Aktie der Regierung bei Portugal Telecom für illegal befunden. Die Regelung sei nicht mit den EU-Gesetzen zum freien Kapitalfluss vereinbar, teilte der Gerichtshof mit. Die Goldene Aktie räumt der Regierung in Lissabon Sonderrechte beim heimischen Telekomkonzern ein. Erst vergangene Woche machte sie mit ihrem Veto gegen den Verkauf des Vivo-Anteils von PT an den spanischen Rivalen Telefonica davon Gebrauch und brachte damit die Debatte über Sinn und Unsinn der Goldenen Aktien erneut auf die Tagesordnung.
HÖHERER GRUNDLOHN STATT BONI: Wegen der Boni-Debatte haben Banken in Europa und den USA einer Umfrage zufolge diese Sonderleistung zwar gekürzt, im Gegenzug aber die Basisgehälter aufgestockt. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der Beratungs- und Anlagefirma Mercer. Demnach berichteten fast alle der 39 befragten Institute über Veränderungen beim Entlohnungsmechanismus. 70 Prozent hätten im Zuge der Streichung von Bonus-Zahlungen die Gehälter erhöht.
STELLENABBAU BEI WELLS FARGO: Die viertgrösste US-Bank Wells Fargo will bis zu 3800 Arbeitsplätze abbauen. In den kommenden zwei Monaten würden in der Sparte Fargo Financial 2800 Stellen gestrichen, erklärte das Institut am Mittwoch. Bei Fargo Financial sollen auch 600 Büros geschlossen werden. Damit seien Kosten im Umfang von 185 Millionen Dollar verbunden, hiess es. Eine weitere Reduzierung der Belegschaft um 1000 Arbeitsplätze in den kommenden zwölf Monaten sei wahrscheinlich, teilte Wells Fargo weiter mit. Zudem kündigte die Bank an, künftig nur noch erstklassige Hypotheken auszugeben.
ERFOLG FÜR EZB: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Streit um ein Patent zum Gelddrucken vor dem deutschen Bundesgerichtshof in Karlsruhe gewonnen. Der BGH erklärte das Patent einer amerikanischen Firma für nichtig, das ein Verfahren zur Herstellung von Geldscheinen schützte. Die Firma Document Security Systems (DSS) wollte Lizenzgebühren für den Druck der Euro-Scheine kassieren.
MEHDORN ENTLASTET: Der ehemalige Chef der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn, kommt in der Datenaffäre um die massenhafte Bespitzelung von Mitarbeitern straffrei davon. "Das Verfahren ist eingestellt worden", sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. "Eine Straftat konnte nicht nachgewiesen worden." Das Unternehmen hatte drei Massenabgleiche von Daten und E-Mails der Mehrzahl der über 200'000 Bahn-Mitarbeiter sowie weitere Überwachungen von Führungskräften eingeräumt. Damit habe man Verbindungen zu Lieferanten aufdecken wollen, um Hinweise auf Verdachtsfälle von Korruption zu erhalten.

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