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Bern (awp/sda) - Freitag, 9. Juli
APPLE SAMMELT KUNDENDATEN WIE WILD: Die neue Datenschutzrichtlinie von Apple ruft nicht nur in Deutschland den Staat auf den Plan. Auch hierzulande kritisiert der Eidg. Datenschützer Hanspeter Thür die Sammelwut des Computer- und iPhone-Herstellers. "Diese mehrseitige Datenschutzrichtlinie sagt auf den Punkt gebracht ganz klar, dass der Nutzer im Rahmen der Benützung von Apple-Produkten Daten hinterlässt und diese Daten von Apple ausgewertet, weitergegeben, benutzt werden können wie Apple das will", sagte Thür in einem Beitrag von Schweizer Radio DRS. Apple sammelt bei weitem nicht nur Name, Adresse und Telefonnummer. Auch Email und Kreditkartennummern müssen die Kunden beim Kauf von Produkten preisgeben. Zudem erhebt Apple Daten wie Beruf, Sprache, Postleitzahl, individuelle Geräte-Identifizierungsmerkmale sowie Ort und Zeitzone, wo Apple Produkte verwendet werden.
EMS MIT REKORDZAHLEN: Die EMS-Gruppe macht wieder so gute Geschäfte wie vor der Wirtschaftskrise: Der Spezialchemiekonzern steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr 2010 um 54,4 Prozent auf 836 Mio. Franken und konnte den Betriebsgewinn mehr als verdoppeln auf 154 Mio. Franken. An der Generalversammlung im August sollen eine unveränderte Dividende von 5 Fr. pro Aktie und eine Sonderdividende in gleicher Höhe beschlossen werden. EMS will in Asien seine Arbeitskräfte um 25 Prozent aufstocken. Dennoch bekräftigte EMS-Chefin Magdalena Martullo im Stammwerk im bündnerischen Domat/Ems das Bekenntnis zum Standort Schweiz und will auch hier mehr Personal beschäftigen. Allerdings müsse die Politik weitere Standortvorteile schaffen. Zentral seien gute Ausbildung, ein freier Arbeitsmarkt und tiefe Steuern.
SWISS LEGT WEITER ZU: Trotz des Vulkanausbruchs auf Island hat die Fluggesellschaft Swiss in der ersten Hälfte dieses Jahrs 2,0 Prozent mehr Passagiere transportiert und ihre Maschinen besser füllen können als vor einem Jahr. Insgesamt flogen 6,64 Mio. Personen mit der Lufthansa-Tochter. Swiss führte fast 69'000 Flüge durch, dass sind 3,1 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2009. Die Maschinen waren besser gefüllt: Der so genannte Sitzladefaktor erhöhte sich um 4,2 Prozentpunkte auf 80,1 Prozent. Die Swiss hatte das Flugangebot in Europa vergrössert, im Interkontinentalverkehr hingegen abgebaut.
KEIN BRUCH BEI SWATCH: Die neue Präsidentin des Uhrenkonzerns Swatch, Nayla Hayek, verspricht, den Kurs ihres verstorbenen Vaters Nicolas weiterzuführen. "Ich bin erstaunt, dass die Leute denken, es werde sich etwas ändern", sagte sie im Interview mit der "Berner Zeitung". Ihr Vater habe seine Strategie schon immer mit dem Verwaltungsrat abgesprochen, dem sie seit 15 Jahren angehört. "Er machte keine Einmannshow", betonte Nayla Hayek im ersten Interview seit dem Amtsantritt am Mittwoch vor einer Woche.
NEUER WIRTSCHAFTSCHEF DER NZZ: Eine der Schlüsselpositionen in der Schweizer Wirtschaftsberichterstattung ist neu besetzt. Peter A. Fischer wird Ressortleiter Wirtschaft der "Neuen Zürcher Zeitung". Der 44-Jährige Aargauer, derzeit Korrespondent der NZZ in China, wird im Laufe des vierten Quartals Gerhard Schwarz ablösen, der im Februar seinen Wechsel zur Denkfabrik Avenir Suisse angekündigt hat.
NEUER RUNDGANGSSTOLLEN: Auf dem Jungfraujoch sollen die Menschenmassen künftig besser zirkulieren können. Deshalb planen die Jungfraubahnen für geschätzte 13,5 Millionen Franken den Bau eines 123 Meter langen Rundgangstollens zwischen Sphinxhalle und Eispalast. Die Jungfraubahnen haben das Bewilligungsverfahren eingeleitet und möchten den Stollen im Jahr 2012 einweihen. Dannzumals feiern die Bahnen ihr 100-Jahr-Jubiläum.
RETTUNGSAKTION EINMALIG: Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, hat weitreichende Anstrengungen zur Vermeidung künftiger Krisen angemahnt. "Diesseits wie jenseits des Atlantiks wurden 27 Prozent des BIP vom Steuerzahler in die Hand genommen, um eine Depression zu vermeiden. Wir haben das einmal getan, wir werden das nicht ein zweites Mal tun", sagte Trichet in Frankfurt. Die EZB sei auch absolut nicht der Meinung, dass eine Verringerung staatlicher Ausgaben das Wirtschaftswachstum bremsen werde.
GEGEN SPEKULANTEN: Ungedeckte Leerverkäufe von Aktien sind in Deutschland künftig verboten. Der Bundesrat - die Länderkammer des Parlaments - billigte einen Gesetzentwurf der Regierung, mit dem die als gefährlich eingestuften Börsengeschäfte untersagt werden. Damit hat das Gesetz die letzte parlamentarische Hürde genommen und kann - voraussichtlich im August - nach der Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten in Kraft treten. In der Schweiz sind ungedeckte Leerverkäufe seit März 2008 verboten.
GOOGLE WEITERHIN IN CHINA: Das Zittern für Google in China ist vorerst vorbei: Die Regierung in Peking hat die Betreiberlizenz des Internetkonzerns erneuert. "Wir bieten unseren Nutzern in China weiterhin die Websuche und lokale Produkte an", teilte Google in einem Firmenblog mit. Die Lizenz muss jedes Jahr verlängert werden, seit gut einer Woche hatten die Behörden die Erneuerung geprüft. Google liegt mit Peking wegen der Internetzensur im Streit. Der Konzern beugt sich nach einer Hackerattacke nicht mehr den üblichen Zensurbestimmungen.
DESERTEC-KRAFTWERKE IN MAROKKO: Das Wüstenstrom-Projekt Desertec will in Marokko bald die ersten Kraftwerke bauen. "Dort planen wir den ersten Kraftwerkspark", sagte der Chef der Desertec-Projektgesellschaft DII, Paul van Son, dem "Handelsblatt". Die Standortsuche laufe. Geplant sei ein Verbund von Anlagen unterschiedlicher Technologien - von Solarthermie über Photovoltaik bis zur Windkraft. Der Park soll demnach mit einer Leistung von 500 bis 1000 Megawatt so stark wie ein Kohlekraftwerk sein.
ZINSWENDE IN SÜDKOREA: Angesichts des stabilen Aufschwungs hat die südkoreanische Zentralbank ihren Leitzins zum ersten Mal seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise angehoben. Die Bank of Korea erhöhte ihren Schlüsselzins am Freitag um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent und begründete dies auch mit steigenden Inflationsraten in der viertgrössten Volkswirtschaft Asiens. Für Experten kam der Schritt überraschend. Sie hatten eine Anhebung der Zinsen erst im August oder September erwartet.
MILLIARDEN-KOOPERATION: Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën hat mit dem Mutterkonzern von Chongqing Changan Automobile ein Gemeinschaftsunternehmen in China besiegelt. Es soll in der Provinz Guangdong Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge bauen. Insgesamt wollen die beiden Partner knapp eine Milliarde Euro in das 50/50-Joint-Venture investieren. Das erste Fahrzeug soll im zweiten Halbjahr 2012 vom Band rollen.

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