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Bern (awp/sda) - Dienstag, 20. Juli 2010
SCHWEIZER AUSSENHANDEL BLÜHT: Die Exporte haben sich im ersten Halbjahr 2010 klar von der Weltwirtschaftskrise erholt. Sie stiegen nominal um 8,2 Prozent (real: 6,0 Prozent) auf rund 96 Mrd. Franken. Die Ausfuhren nahmen im zweiten Quartal etwas kräftiger zu als im ersten. Der Wachstumstrend wurde damit bestätigt, wie die Eidg. Zollverwaltung (EZV) mitteilte. Dennoch näherten sich die Exporte erst wieder dem Niveau des ersten Halbjahres 2007 und sind damit noch immer weit entfernt von den Rekordzahlen von 2008. Die Importe legten demgegenüber im ersten Semester um 7,7 Prozent (real: 6,0 Prozent) auf 86,1 Mrd. Franken zu. Während die Einfuhren im ersten Quartal nur leicht zunahmen, wuchsen sie im zweiten Quartal zweistellig. Im ersten Halbjahr verzeichnete die Handelsbilanz einen Überschuss von 9,9 Mrd. Franken. Er fiel um 12,7 Prozent höher aus als in der Vorjahresperiode.
ACTELION MIT UMSATZSPRUNG: Das rasante Wachstum des Biopharmakonzerns Actelion hat sich im zweiten Geschäftsquartal 2010 fortgesetzt. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 523,2 Mio. Franken. Der Gewinn stieg weniger deutlich von 116,2 Mio. auf 121,4 Mio. Franken. In Landeswährungen gerechnet steigerte der Baselbieter SMI-Konzern den Umsatz um 18 Prozent, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Produkteverkäufe erhöhten sich in Landeswährungen um 13 Prozent auf 483,4 Mio. Franken. Der Absatz des Hauptprodukts Tracleer, ein Medikament gegen Bluthochdruck in der Lunge, stieg um 12 Prozent auf 430,1 Mio. Franken. Hinzu kamen Einkünfte aus vertraglichen Vereinbarungen, die dank mehr Meilensteinzahlungen des Basler Partners Roche von 15,8 Mio. auf 39,8 Mio. Fr. stiegen.
MICRONAS REDUZIERT VERLUST: Nach einer Serie von Verlustjahren stabilisiert sich die Lage des Chipherstellers Micronas: Das auf Auto-Elektronik spezialisierte Unternehmen verringerte den Verlust im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal von 3,9 Mio. auf 0,4 Mio. Franken. Im Gesamtjahr 2010 erwartet Micronas ein ausgeglichenes Ergebnis, wie das Zürcher Unternehmen weiter bekannt gab. Das vergangene Jahr hatte der Chiphersteller noch mit einem Riesenverlust von 179 Mio. Fr. abgeschlossen, im zweiten Quartal 2009 hatte ein Minus von 1,3 Mio. Fr. resultiert. Über 100 Mio. Fr. hatte Micronas im 2009 für die Restrukturierung aufwenden müssen. Das Unternehmen baute hunderte von Stellen ab und gab eines der beiden Standbeine, die Konsumelektronik-Sparte, grösstenteils auf.
BALOISE KAUFT BELGISCHE AVERO: Baloise kauft in Belgien die Avéro Schadeverzekering Benelux N.V. der niederländischen Eureko-Gruppe ab. Die Nichtleben-Versicherung Avéro generiert mit 177 Angestellten 124 Mio. Euro Prämien. Baloise bezahlt 75 Mio. Euro, wie sie mitteilte. Die Aufsichtsbehörden müssen die Übernahme noch prüfen. Der Deal soll im zweiten Semester abgeschlossen werden. Der Markenname "Avéro" werde aufgegeben; der Standort Brüssel bleibe jedoch, hiess es weiter. Avéro bietet Sach- und Transportversicherungen an.
CHEFWECHSEL BEI SWITCHER: Beim Waadtländer Textilunternehmen Switcher, einem Schweizer Pionier für ethisch hergestellte Textilien, kommt es zu einem Chefwechsel: CEO Antonio Rubino verlässt das Unternehmen nach knapp drei Jahren. Der 41-Jährige habe nach dem Abschluss einer tief greifenden Umstrukturierung seinen Rücktritt bekannt gegeben, teilte Switcher mit. Er stehe dem Unternehmen für den Übergang bis zur Ernennung eines Nachfolgers zur Verfügung und leitet das Tagesgeschäft weiter. Laut Unternehmensangaben erwirtschaftete Switcher im vergangenen Jahr mit 102 Beschäftigten einen Umsatz von 60,2 Mio. Franken. Gewinnzahlen gibt das privat gehaltene Unternehmen nicht bekannt. Der Umsatz des 1981 gegründeten Unternehmens ist in den letzten drei Jahren stetig gesunken. 2008 lag er bei 71 Mio. Fr. und 2007 bei 82 Mio. Franken.
NOVARTIS-MEDIKAMENT IN CHINA ZUGELASSEN: Das Bluthochdruck senkende Medikament Rasilez der Novartis ist in China zugelassen worden. Die Zulassung gelte für Mono- und Kombinationstherapien, teilte der Konzern mit. Rasilez, das in den USA Tekturna heisst, ist in über 80 Ländern auf dem Markt. In der Schweiz wird Rasilez seit Juli 2007 verkauft. Die EU hat das Medikament im August des selben Jahres zugelassen, die USA bereits im März 2007. Rasilez gehört zu einer neuen Medikamentenklasse der sogenannten direkten Reninhemmer. In China leiden laut Novartis schätzungsweise 153 Millionen Menschen an Bluthochdruck.
VORWÜRFE GEGEN GOLDMAN-SACHS-BANKER: Im Skandal um ein dubioses Finanzprodukt von Goldman Sachs hat der im Zentrum der Affäre stehende Investmentbanker alle Anschuldigungen der US-Börsenaufsicht zurückgewiesen. Er habe sich auf die internen Kontrollen von Goldman Sachs verlassen, hiess es in einer Erklärung des französischen Goldman-Sachs-Bankers Fabrice Tourre, die von seinen Anwälten dem New Yorker Bundesgericht übergeben wurde. Das Finanzprodukt sei zahlreichen Verantwortlichen bekannt gewesen. Der Goldman-Sachs-Jungstar Tourre hatte das fragliche Investmentpapier "Abacus 2007-AC1" selbst mit geschaffen und war für seine Verwaltung zuständig. Die Börsenaufsicht SEC warf Goldman Sachs vor, das kritisierte Finanzprodukt in dem Moment aufgelegt zu haben, als der Immobilienmarkt in den USA abzustürzen begann.
AXEL SPRINGER MIT GEWINNSPRUNG: Der deutsche Medienkonzern Axel Springer hat dank der Erholung des Werbemarktes im ersten Halbjahr einen Gewinnsprung verzeichnet und seine Jahresprognose erhöht. Der "Bild"-Herausgeber teilte mit, der Betriebsgewinn (Ebitda) könne 2010 den Rekordwert von 2008 erreichen. Damals hatte Springer 486,2 Mio. Euro verdient. Auch beim Umsatz erwartet das Unternehmen einen deutlichen Anstieg. In den ersten sechs Monaten erhöhte sich das Ebitda um 61 Prozent auf 261 Mio. Euro. Der Umsatz stieg um knapp neun Prozent auf 1,364 Mrd. Euro. Springer begründete diese Entwicklung auch mit dem anhaltenden Wachstum des Internet-Geschäfts.
CHINA GRÖSSTER ENERGIEVERBRAUCHER: China hat die USA als grösster Energieverbraucher der Welt überholt. Der Energieverbrauch der Volksrepublik habe 2009 vier Prozent über dem der USA gelegen, berichteten die "Financial Times" und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf den Chefvolkswirt der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol. China wies die Angaben zurück und zweifelte die Verlässlichkeit der IEA-Zahlen an. Laut IEA-Chefökonom Birol verbrauchte China im vergangenen Jahr eine Energiemenge, die rund 2,25 Milliarden Tonnen Öl entspricht. "Im Jahr 2000 haben die USA drei Mal soviel Energie verbraucht wie China", sagte Birol. Jetzt habe China die Vereinigten Staaten schneller als erwartet überholt. Die Zahlen seien noch vorläufig, der Trend sei aber klar.
EUROPÄER REFINANZIEREN SICH: Die Lage am europäischen Markt für Staatsanleihen scheint sich zu entspannen: Drei der am stärksten von der Schuldenkrise betroffenen Staaten haben sich erfolgreich am Kapitalmarkt refinanziert. Händler sprachen von positiven Signalen, nachdem die Risikoaufschläge Anfang Mai auf Rekordstände gestiegen waren. Für Entlastung dürfte zum einen der milliardenschwere Rettungsschirm der EU und des Internationalen Währungsfonds gesorgt haben. Zudem interveniert die Europäische Zentralbank mit Stützungskäufen am Anleihenmarkt - zuletzt allerdings mit kaum nennenswerten Beträgen. Neben Schuldensünder Griechenland nahmen Spanien und Irland Geld am Markt auf. Besonders Irland stand nach der Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Moody's zu Wochenbeginn im Fokus. Doch die Auktion lief gut: Mit 1,5 Mrd. Euro lag die Kreditaufnahme am oberen Ende der Zielspanne.
SCHATTEN AUF L'ORÉAL-KONZERN: Die Finanzaffäre im Hause Bettencourt wirft einen Schatten auf den Weltmarktführer von Schönheitsprodukten L'Oréal. Unternehmenserbin Liliane Bettencourt fürchtet eine Übernahme durch Nestlé. L'Oréal macht Geschäfte mit dem Werbeversprechen ewiger Jugend - doch derzeit bringt die betagte Konzernerbin Liliane Bettencourt das französische Traditionsunternehmen in negative Schlagzeilen. Die 87-Jährige steht im Zentrum eines Finanzskandals, der als Familienfehde begann und nun zur Staatsaffäre angeschwollen ist. Und es geht darum, wer in Zukunft die Kontrolle im Unternehmen haben wird. Nach dem Tod der alten Dame könnte möglicherweise Nestlé den weltgrössten Kosmetikkonzern übernehmen.

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