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Bern (awp/sda) - Dienstag, 27. Juli
UBS ÜBERRASCHT: Die UBS hat im zweiten Quartal 2010 einen weit höheren Gewinn eingefahren, als Analysten erwartet hatten: Mit 2,005 Mrd. Fr. liegt der Quartalsgewinn nur unwesentlich tiefer als im ersten Quartal, als die UBS in einem deutlich freundlicheren Marktumfeld 2,202 Mrd. Fr. verdiente. Die einst stark von der Finanzkrise gezeichnete Grossbank hat im Quartalsvergleich einen kleineren Gewinneinbruch hinnehmen müssen als Konkurrenten wie die Credit Suisse oder Goldman Sachs. Überwunden hat die UBS ihr Tief aber dennoch noch nicht. Der Abfluss von Kundengeldern - laut Konzernchef Oswald Grübel die grösste Baustelle der Bank - setzte sich weiter fort.
BELIEBTE AUTOS: Im vergangenen Monat sind in der Schweiz deutlich mehr Autos gekauft worden. Das führte dazu, dass der UBS-Konsumindikator auf den höchsten Stand seit Juli 2008 kletterte. Positiv wirkten sich auch die Konsumentenstimmung und die Zunahme der Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz aus, wie die Grossbank mitteilte. Ihr Konsumindikator stieg im Juni auf einen Wert von 1,81. Im Mai hatte dieser noch 1,71 betragen. Harzig verläuft aber nach wie vor das Detailhandelsgeschäft.
MEHR GEWINN: Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im ersten Halbjahr 2010 leicht mehr verdient als in der Vorjahresperiode. Der Konzerngewinn nahm um 4,5 Prozent auf 73,4 Mio. Fr. zu. Der Bruttogewinn hingegen sank um 2,9 Prozent auf 114,1 Mio. Franken. Der Ertrag aus dem Zinsengeschäft erreichte 158,4 Mio. Fr. und lag nur um 1,4 Prozent unter dem starken Vorjahreswert. Der Kommissionsertrag stieg um 1,6 Prozent auf 49,8 Mio. Franken. Der Handelsertrag sank dagegen um 7,5 Prozent auf 14,6 Mio. Franken.
AUF ERFOLGSKURS: Die Deutsche Bank schreibt trotz der Turbulenzen an den Kapitalmärkten weiter Milliardengewinne. Im zweiten Quartal 2010 verdiente das grösste deutsche Geldhaus 1,2 Mrd. Euro und damit neun Prozent mehr als vor einem Jahr. Dank der Konjunkturerholung musste die Deutsche Bank deutlich weniger Geld für faule Kredite zurücklegen. Die Risikovorsorge sank im Jahresvergleich um drei Viertel auf 243 Mio. Euro, wie die Grossbank mitteilte. Dagegen bremste die Verunsicherung der Anleger wegen der Schuldenkrise in Europa wie bei anderen Banken auch die Erträge im Kerngeschäft Investmentbanking.
NEUE FÜHRUNG: Nach der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko übernimmt der Amerikaner Robert Dudley die Führung des angeschlagenen britischen Öl-Konzerns BP. Der ungeliebte Tony Hayward tritt auf Ende September zurück. BP reagierte damit auf die anhaltend scharfe Kritik an Haywards Krisenmanagement insbesondere in den USA. Aus diesem Grund war der 54-jährige Dudley bereits Mitte Juni mit den Aufräumarbeiten betraut worden. Dudley muss aber auch den beschädigten Ruf des Konzerns reparieren und eine drohende Übernahme verhindern.
GUT BEZAHLT TROTZ VERSAGEN: Der ehemalige Chef der Pleitebank Lehman Brothers, Richard Fuld, gehört zu den bestbezahlten Managern des vergangenen Jahrzehnts. Fuld verdiente in den vergangenen zehn Jahren rund 457 Mio. Dollar. Damit belegt er auf der Manager-Liste Platz 11, wie aus einer vom "Wall Street Journal" veröffentlichten Analyse hervorgeht. Fuld hatte Lehman Brothers über Jahre zu immer spekulativeren Finanzgeschäften getrieben. Im September 2008 war die Bank zusammengebrochen, was die weltweite Finanzkrise massiv verschärfte. Bestverdiener des vergangenen Jahrzehnts ist der Gründer der Software-Firma Oracle, Larry Ellison. Er kassierte in den vergangenen zehn Jahren ein Gehalt von insgesamt 1,84 Mrd. Dollar.
NEUER AIRLINE-GIGANT: Die EU-Kommission hat den beiden US-Fluggesellschaften United und Continental Airlines grünes Licht für den Zusammenschluss zur grössten Fluggesellschaft der Welt gegeben. Nach Ansicht der europäischen Wettbewerbshüter verdrängt die Fusion keine Konkurrenten. Die Prüfung habe ergeben, dass sich die Netzwerke von United und Continental auf den Strecken zwischen Europa und den USA ergänzten. Die Zusammenlegung sei wettbewerbsrechtlich unbedenklich. Der Anfang Mai angekündigte Zusammenschluss würde einen Giganten schaffen, der pro Jahr mehr als 144 Millionen Passagiere zu 370 Zielen in 59 Ländern transportiert.
EIN FÜNFTEL MIT NIEDRIGLOHN: In Deutschland erhält jeder fünfte Arbeiter nur einen Niedriglohn. Rund 20,7 Prozent der Beschäftigten erhielten 2008 ein Gehalt unterhalb der Niedriglohn-Schwelle der Industrienationen. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Insgesamt 6,55 Millionen Arbeitnehmer sind im Niedriglohn-Sektor tätig - so viele wie nie zuvor. Innerhalb von zehn Jahren stieg die Zahl der Niedriglohn-Empfänger um 2,3 Millionen, wie die Studie weiter zeigt. Besonders stark von Niedriglöhnen betroffen sind junge Beschäftigte unter 25 Jahren, Ausländer, Frauen, gering Qualifizierte und befristet Beschäftigte.
BESSERE PROGNOSE: Der deutsche Autobauer Daimler hebt seine Jahresprognose nach einem deutlichen Gewinnzuwachs im zweiten Quartal kräftig an. Zwischen April und Juni erzielte der Premiumhersteller ein Nachsteuer-Ergebnis von 1,3 Mrd. Euro. Im Vorjahr hatte er noch einen Milliardenverlust ausweisen müssen. Im Gesamtjahr wollen die Stuttgarter nun einen operativen Gewinn von 6 Mrd. Euro erzielen, wie Daimler-Chef Dieter Zetsche ankündigte. Bislang hatte er ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von mehr als 4 Mrd. Euro in Aussicht gestellt.

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