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Bern (awp/sda) - Donnerstag, 12. August
STARKER EXPORTRÜCKGANG: In der Schweizer Zahlungsbilanz 2009 wird die Wirtschaftskrise in Zahlen greifbar: Nebst einem massiven Rückgang der Exporte machen sich darin auch die wieder höheren Gewinnen der ausländischen Töchter von Schweizer Unternehmen sowie eine Zurückhaltung bei Investitionen bemerkbar. Mit einem Rückgang der Warenexporte um 13 Prozent auf 180,5 Mrd. Fr. wurde gar das grösste Export-Minus verzeichnet, seit 1947 erstmals eine Ertragsbilanz für die Schweiz erstellt wurde. Da die Importe mit 14 Prozent in einem ähnlichen Mass zurückgingen, resultierte aus dem Warenverkehr wie bereits im Vorjahr ein deutlicher Bilanzüberschuss. Mit 20,3 Mrd. Fr. erreichte dieser einen historischen Höchststand, wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) mitteilte.
GEBERIT STEIGERT GEWINN: Der Sanitärtechnik-Konzern Geberit hat den Reingewinn im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 Prozent auf 221 Mio. Fr. gesteigert. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag 0,5 Prozent höher auf 268,9 Mio. Franken. Der Umsatz nahm um 1,5 Prozent auf 1'115,4 Mio. Fr. zu, wie Geberit mitteilte. Währungsbereinigt ergab sich ein Plus von 4,8 Prozent. Die Währungsverluste hätten sich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal etwas ausgeweitet, ansonsten habe die "erfreuliche" Tendenz in der Umsatzentwicklung angehalten. Währungsbereinigt betrug die Umsatzzunahme 7,5 Prozent nach 2,1 Prozent im ersten Quartal. Die Sanitärsysteme verbuchten im Semester eine deutliche Umsatzzunahme von 3,9 Prozent auf 664,3 Mio. Franken, während die Rohrleitungssysteme als Folge des schwachen Neubaugeschäfts einen Rückgang um 1,9 Prozent auf 451,1 Mio. Franken hinnehmen mussten.
VERWORRENE SITUATION BEI GENOLIER: Neue Episode im Machtgerangel um die Genolier-Privatkliniken: Der Verwaltungsrat der Westschweizer Spitalgruppe wirft dem früheren starken Mann Antoine Hubert Bestechung vor und reicht Strafanzeige gegen ihn ein. Als Grundlage dient dem Verwaltungsrat ein Bericht der Beratungs- und Prüfungsfirma PriceWaterhouseCoopers (PwC), in der schwere Vorwürfe gegen das frühere Management erhoben werden: Hubert habe über eine Firma in Grossbritannien ausländische Amtsträger bestochen, die den Genolier-Ärzten hochrangige Patienten vermittelt haben sollen. Der Genolier-Verwaltungsrat hat nun eine ausserordentliche Generalversammlung, die am kommenden Montag hätte stattfinden wollen, auf den 6. September verschoben. Der angeschuldigte Hubert zeigte sich "entsetzt" über die Korruptionsvorwürfe und bestritt jegliches strafrechtliches Handeln.
GATEGROUP WÄCHST TROTZ WIDRIGKEITEN: Trotz der Vulkanasche-Wolke und konjunktureller Widrigkeiten hat die im Airline-Catering tätige Gategroup den Umsatz im ersten Halbjahr 2010 um 2,0 Prozent auf 1,32 Mrd. Fr. gesteigert. Wird der starke Franken herausgerechnet, ergibt sich ein Wachstum von 3,0 Prozent. Das Wachstum ist vor allem Fluggesellschaften in den USA, in Asien und Lateinamerika zu verdanken. In Europa dagegen sei die Lage düster geblieben. Der Betriebsgewinn stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 16,5 Prozent auf 40,5 Mio. Franken. Unter dem Strich verdiente Gategroup 10,3 Mio. Franken, verglichen mit 33,2 Mio. Fr. vor Jahresfrist. Der Rückgang ist insbesondere auf einen nicht realisierten Währungsgewinn zurückzuführen, der sich im laufenden Jahr nicht wiederholte.
MICROSOFT SCHWEIZ WÄCHST: Die Lancierung des neuen Betriebssystems Windows 7 hat Microsoft Schweiz Schub verliehen. Im per Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr 2009/10 konnte die Schweizer Tochter des US-Softwareriesen den Umsatz um rund 15 Prozent steigern. Damit sei die Ländergesellschaft schneller gewachsen als der Gesamtkonzern, sagte Microsoft Schweiz-Chef Peter Waser. Nach dem erstmaligen Rückgang im Vorjahr hatte der gesamte Microsoft-Konzern im Geschäftsjahr 2009/10 den Umsatz um 7 Prozent auf den neuen 62,5 Mrd. Dollar gesteigert. Der Betriebsgewinn legte um 18 Prozent auf 24,1 Mrd. Dollar zu.
SINKENDER DECKUNGSGRAD: Die Finanzierungssituation der Schweizer Pensionskassen hat sich im zweiten Quartal 2010 erstmals nach rund einem Jahr wieder verschlechtert. Der Deckungsgrad sank sich im Vergleich zum Vorquartal von 100,5 auf 97,9 Prozent, wie der Swisscanto Pensionskassen-Monitor zeigt. Für das erste Halbjahr ergibt sich ein Rückgang um 0,9 Prozentpunkte. Seit dem zweiten Quartal 2009 hatte sich der durchschnittliche Deckungsgrad der Pensionskassen laufend erhöht.
BELL STEIGERT GEWINN UM EINEN FÜNFTEL: Der Fleischverarbeiter Bell hat im ersten Halbjahr 2010 gut verdient. Der Gewinn stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 21,7 Prozent auf 26,5 Mio. Franken. Der Umsatz nahm dagegen nur gemächlich um 1,9 Prozent auf 1,27 Mrd. Fr. zu, wie die Tochtergesellschaft des Detailhandelsriesen Coop mitteilte. In der Schweiz stieg der Umsatz um 2,1 Prozent auf 887 Mio. Franken. Der Konsum von Fleisch in den eigenen vier Wänden nahm zu, während der Ausser-Haus-Konsum stagnierte.
GM STEUERT AUF BÖRSENGANG ZU: Ein Milliardengewinn ebnet dem grössten amerikanischen Autohersteller General Motors den Weg zurück an die Börse. Nachdem der US-Konzern erst zu Jahresbeginn in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt war, erwirtschaftete GM im zweiten Quartal unter dem Strich bereits 1,3 Mrd. Dollar. Vor einem Jahr, zu Zeiten der Insolvenz, hatte die alte GM noch einen Megaverlust von 12,9 Mrd. Dollar eingefahren. Der Umsatz stieg um 44 Prozent auf 33,2 Mrd. Dollar. Vor allem in Nordamerika und in Asien kommt das Unternehmen mit der Produktion kaum hinterher. Die Vorbereitungen für eine Rückkehr auf das Börsenparkett laufen auf Hochtouren. Der Börsengang selbst passiert frühestens im Herbst. Zugleich gab Konzernchef Ed Whitcare bekannt, dass er nach einem guten halben Jahr die Leitung abgibt. Er übergebe den Posten zum 1. September an das Verwaltungsratsmitglied Daniel Akerson. Whitacre selbst wird aber weiterhin dem Verwaltungsrat vorstehen und damit die Geschicke des Unternehmens überwachen.

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