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Bern (awp/sda) - Dienstag, 17. August 2010
OC OERLIKON HALBIERT VERLUST: Beim nur knapp vor dem Konkurs bewahrten Technologiekonzern OC Oerlikon geht es aufwärts: Im ersten Halbjahr der Verlust halbiert und der Umsatz um 10 Prozent gesteigert werden. Die Auftragsbücher sind besser gefüllt. Sorgenkind bleibt die Solarsparte. Als einziger der sechs Konzernteile erreichte Oerlikon Solar auch im zweiten Quartal nicht die Gewinnschwelle: Die auf Produktionsmaschinen für Dünnschicht-Solarzellen spezialisierte Sparte erlitt einen Verlust vor Zinsen und Steuern von 60 Mio. Franken, nach einer schwarzen Null ein Jahr zuvor. Ansonsten konnte sich OC Oerlikon im Vergleich zum Vorjahr aber deutlich steigern: Der Betriebsverlust sank von 164 Mio. auf 31 Mio. Franken, der Reinverlust verringerte sich gegenüber dem Vorjahressemester um rund die Hälfte auf 50 Mio. Franken.
GALENICA WÄCHST WEITER: Die in der Medikamentenherstellung und -distribution tätige Galenica-Gruppe hat im ersten Halbjahr ihren Umsatz um 12,5 Prozent auf 1,53 Mrd. Fr. gesteigert. Zurückzuführen ist der Sprung unter anderem auf die erstmals konsolidierte Verkäufe von OM Pharma und Sun Store. Aber auch ohne diese letztes Jahr erworbenen Konzernteile hätte Galenica den Umsatz steigern können.
GEWINNEINBRUCH BEI SCHULTHESS: Der in Wasch- und Wärmetechnik tätigen Schulthess Gruppe bläst weiterhin ein eisiger Wind entgegen: Der Gewinn ist im ersten Halbjahr eingebrochen. Unter dem Strich blieben noch rund 0,9 Mio. Franken, nach 11,4 Mio. Fr. im Vorjahr. Auf operativer Ebene (EBIT) betrug der Gewinn nach ausserordentlichen Restrukturierungskosten 3,1 Mio. Franken, wie das Unternehmen mitteilte. Im ersten Halbjahr 2009 waren es noch rund 15,6 Mio. Franken.
MEHR GEWINN BEI SCHINDLER: Dank wachsender Nachfrage vor allem aus Asien hat der Lift- und Rolltreppen-Hersteller Schindler im ersten Halbjahr 2010 den Auftragseingang um 8,5 Prozent auf 6,59 Mrd. Fr. gesteigert. Der Gewinn erhöhte sich gemessen am Vorjahr um 5,9 Prozent auf 339 Mio. Franken. Während das Betriebsergebnis (EBIT) mit 496 Mio. Fr. ein knappes Prozent höher ausfiel als im Vorjahr, verbesserte sich der Umsatz um 1,1 Prozent auf 6,04 Mrd. Franken, wie das Luzerner Unternehmen bekannt gab.
EINBRUCH BEI SWISSLOG: Der Logistikkonzern Swisslog hat im ersten Halbjahr 2010 weniger Umsatz erwirtschaftet und muss wegen Problemen mit zwei Produktelinien deutlich tiefere Gewinnresultate hinnehmen. Unter dem Strich blieben noch 3 Mio. Franken, nach 11,9 Mio. Fr. im Vorjahr. Der Betriebsgewinn (EBIT) liegt um rund zwei Drittel tiefer bei 5,7 Mio. Franken, wie Swisslog mitteilte. Die Aargauer Firma begründet diesen Einbruch mit einem "Einmaleffekt" im Geschäft mit der Spitallogistik: Dies führte zu Zusatzkosten von 5,8 Mio. Franken.
GEWINNRÜCKGANG BEI ORASCOM: Der Bau- und Hotel-Konzern Orascom weist für das erste Halbjahr wegen tieferer Immobilienerträge einen Gewinnrückgang um 9 Prozent auf 41,1 Mio. Fr. aus. Das Andermatt-Projekt sei auf Kurs. Seit dem Verkaufsstart Ende April bis Ende Juni erhielt die Orascom-Tochter Andermatt Swiss Alps Verkäufe und Reservationen in der Höhe von 27 Mio. Franken, wie Orascom mitteilte. Ziel sei es, bis Ende 2010 ein Verkaufsvolumen von 100 Millionen zu erreichen.
FORBO MIT GEWINNSPRUNG: Der Belags- und Klebstoffhersteller Forbo hat im ersten Halbjahr 2010 den Umsatz gesteigert und den operativen Konzerngewinn von der Vorjahresperiode mehr als verdoppelt, von 28,5 auf 58,7 Mio. Franken. Der starke Franken drückte auf das Umsatzwachstum. Im ersten Semester 2010 erwirtschaftete Forbo einen Nettoumsatz von 918,8 Mio. Franken. In Lokalwährungen war der Umsatz um 6,2 Prozent höher als in der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen mitteilte.
WENIGER GEWINN BEI BANK LINTH: Die Bank Linth hat im ersten Halbjahr mit einem Reingewinn von 9,99 Mio. Fr. ihr Vorjahresergebnis nicht ganz halten können. Unter anderem wegen eines knapp 5 Prozent tieferen Erfolgs aus dem Zinsgeschäft sank das Ergebnis um 3,1 Prozent. Angesichts des noch einmal rückläufigen Zinsniveaus und des unverändert harten Wettbewerbs sei dies ein befriedigendes Ergebnis, schrieb die Bank Linth. Deutlich steigern konnte das Finanzinstitut ausserdem den Erfolg aus Kommissionen und Dienstleistungen, der rund ein Fünftel des Gesamterfolgs ausmacht.
AUFRUHR BEI GENOLIER: Im Machtgerangel bei der Spitalgruppe Genolier Swiss Medical Network (GSMN) haben sich sechs leitende Ärzte gegen den verbliebenen Verwaltungsrat gestellt. Die Mediziner fordern die raschestmögliche Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung. Der Verwaltungsrat solle ersetzt und eine langfristig tragfähige Führungsstruktur etabliert werden, schreiben sie in einem Communiqué.
PSP MIT WENIGER GEWINN: Die Immobilien-Gesellschaft PSP Swiss Property muss für das erste Halbjahr 2010 einen Rückgang des Reingewinns von 7,2 Prozent auf 122,9 Mio. Fr. hinnehmen. Ohne Bewertungeffekte stieg der Gewinn hingegen um 9,4 Prozent auf 74,9 Mio. Franken. Diese Steigerung sei unter anderem auf den Ertrag aus abgestossenem Geschäft, tieferen Kosten und tieferem Zinsaufwand zurückzuführen, teilte das Unternehmen mit. Der Liegenschaftsertrag fiel um 3,5 Prozent auf 130,3 Mio. Franken, was PSP Swiss Property mit Verkäufen begründet.
SCHWARZE ZAHLEN FÜR CHAM PAPER: Das Spezialpapier-Unternehmen Cham Paper Group profitiert von einer deutlichen Markterholung. Nach einem Reinverlust im Vorjahr von 1 Mio. Fr. hat die Gruppe im ersten Halbjahr 2010 wieder 3,5 Mio. Fr. Gewinn verbuchen können. Die Markterholung sei allerdings von deutlichen Preisanstiegen bei den Rohstoffen und der Krise um den schwachen Euro begleitet gewesen, teilte das Zuger Unternehmen mit. Die Werke seien aber ausgelastet: Im Hauptwerk in Cham habe es während der ersten sechs Monate des Jahres nur 10 Tage Kurzarbeit gegeben.
TORNOS SIEHT LICHT AM ENDE DES TUNNELS: Beim krisengeschüttelten Drehmaschinen-Hersteller Tornos erholt sich das Geschäft. Der Auftragseingang hat sich im ersten Halbjahr mehr als verdoppelt. Unter dem Strich steht aber ein noch kaum verbesserter Verlust von 14,2 (Vorjahresperiode: 15,5) Mio. Franken. Wegen der hohen Auslastung der Produktionskapazität bei den meisten Kunden geht Tornos davon aus, dass der Beginn eines neuen Investitionszyklus immer näher rückt und neue Maschinen benötigt werden.
MEHR AUTOVERKÄUFE: Nach der Vollbremsung im Vorjahr geben die Schweizer beim Kauf von Neuwagen wieder Gas: Im Juli schafften sie sich 25'528 neue Autos an. Das sind 6,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Damit sind seit Anfang Januar 16'256 Neuwagen mehr gekauft worden als im gleichen Zeitraum des Krisenjahrs 2009, wie die Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure (auto-schweiz) am Dienstag bekannt gab. Dennoch erreichte der Absatz mit 174'033 PWs nicht das Niveau des Boomjahres 2008, als von Januar bis Juli 178'200 Neuwagen zu ihren Besitzern rollten.
ALCON-MINDERHEITSAKTIONÄRE KÖNNEN HOFFEN: Die Minderheitsaktionäre des Augenheilmittelhersteller Alcon, dessen vollständige Übernahme Novartis Anfang Jahr angekündigt hatte, können auf mehr Geld vom Pharmariesen hoffen. Novartis-Chef Joe Jimenz schloss eine Erhöhung des Angebots jedenfalls nicht kategorisch aus.
CARLSBERG MIT HOHEN GEWINNEN: Der dänische Brauereikonzern Carlsberg hat im ersten Halbjahr auch dank des warmen Sommers überraschend hohe Gewinne eingefahren. Seine Prognose für das Gesamtjahr verdoppelte der Konzern mit Marken wie Holsten, Feldschlösschen, Lübzer und Astra. Der Nettoertrag stieg in den ersten sechs Monaten auf 3,1 Mrd. Kronen (416 Mio. Euro) nach 1,7 Mrd. Kronen im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Unter Ausschluss eines Unternehmenskaufes steigerte Carlsberg seinen Gewinn in dieser Zeit um 57 Prozent. Dabei fiel der Umsatz leicht von 29,4 Mrd. auf 28,9 Mrd. Kronen - bei einem Anstieg des Bierabsatzes von 62,9 auf 66,1 Mio. Hektoliter.
IWF-KRITIK: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat das Verbot von Leerverkäufen in Deutschland kritisiert. Nach dem Verbot der Manöver an der Börse habe sich "die Effizienz und die Qualität der Märkte deutlich verschlechtert". Dies steht in einem Bericht des IWF, den dieser im Auftrag der EU-Kommission erstellt hat. Auch ein künftiges europaweites Verbot werde nur wenig positive Effekte bringen, argumentierte der IWF. Die Wahrscheinlichkeit sei sehr hoch, dass mit Finanzinnovationen auch ein solch grossflächiges Verbot umgangen werde. Deutschland hatte im Mai im Alleingang die Praxis der ungedeckten Leerverkäufe verboten. Die EU will im Herbst ihre Vorschläge zu der Thematik vorlegen.

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