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Bern (awp/sda) - Donnerstag, 19. August
FLUGRAUMSPERRE BELASTET KUONI: Zurückhaltende Kunden und die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull haben Kuoni im ersten Halbjahr 2010 aufgehalten. Unter dem Strich konnte der Reisekonzern den Verlust aber von 51,9 auf 46,1 Mio. Fr. eindämmen. Der Betriebsverlust (EBIT) reduzierte sich von 48,7 auf 37,8 Mio. Franken. Der Umsatz blieb stabil: Mit 1,756 Mrd. Fr. liegen die Verkäufe nur leicht tiefer als in den ersten sechs Monaten 2009. Weil die Vulkanasche über Europa im April den Luftverkehr lahmlegte, entgingen Kuoni 47 Mio. Fr. an Einnahmen. Die Reiselust gedämpft haben heuer auch die Unruhen in Thailand sowie die von Streiks begleitete Wirtschaftskrise in Griechenland. Auch der schwache Euro belastete.
HOLCIM MIT SCHWARZEN ZAHLEN: Nach dem Verlust im Startquartal ist Holcim zurück in den schwarzen Zahlen. Unter dem Strich erzielte der zweitgrösste Zementkonzern der Welt nach der französischen Lafarge einen Reingewinn von 331 Mio. Franken. Das ist ein Rückgang von 37,2 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Schuld am Taucher sei eine einmalige Steuerbelastung wegen Änderungen in den Beteiligungsstrukturen in Nordamerika, teilte Holcim mit. Der Umsatz kletterte um 8,1 Prozent auf 10,902 Mrd. Franken. Das Plus ist aber vor allem Akquisitionen zu verdanken. Der betriebliche EBITDA (operativer Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen) stieg um 9,3 Prozent auf 2,343 Mrd. Franken.
EXPORTE STEIGEN WEITER: Die Schweizer Exportwirtschaft ist weiter auf Erfolgskurs: Die Ausfuhren erhöhten sich im vergangenen Monat um 3,7 Prozent. Weil die Einfuhren weniger stark zunahmen, verzeichnete die Handelsbilanz einen rekordhohen Überschuss. Die Ausfuhren übertrafen die Einfuhren im Juli um 2,9 Mrd. Franken, wie die Eidgenössische Zollverwaltung mitteilte. Die Unternehmen konnten Waren im Wert von 16,8 Mrd. Fr. im Ausland absetzen. Real, also unter Berücksichtigung der Teuerung, stiegen die Exporte im Juli um 2,2 Prozent. Deutlich stärker gewachsen sind die Ausfuhren, wenn der zusätzliche Arbeitstag im Juli des Vorjahrs berücksichtigt wird. Um diesen Faktor bereinigt, erhöhten sie sich im letzten Monat um 9,3 Prozent. Besonders stark zulegen konnten die Uhren- und Metallindustrie, die je knapp ein Fünftel mehr exportierten.
STRAUMANN MIT WENIGER GEWINN: Nach dem Krisenjahr 2009 geht es beim Dentalimplantate-Hersteller Straumann wieder aufwärts: Das Basler Unternehmen konnte im ersten Halbjahr 2010 den Umsatz und das Betriebsergebnis steigern und schuf fast 100 neue Jobs. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres stiegen die Verkäufe im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,2 Prozent auf 392,4 Mio. Franken. In Lokalwährungen betrug das Wachstum 4,2 Prozent. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 5,3 Prozent auf 98,8 Mio. Franken. Beim Reingewinn musste Straumann indes einen weiteren Rückgang vermelden. War dieser schon 2009 um 18,7 Prozent geschrumpft, drückte ihn ein wechselkursbedingt negatives Finanzergebnis im Halbjahr um 3,1 Prozent auf 82 Mio. Franken.
KV-VERBAND FORDERT MEHR LOHN: KV Schweiz fordert in Branchen, die sich bereits wieder gut von der Wirtschaftskrise erholt haben, eine Lohnerhöhung von bis zu 4 Prozent. In Branchen, die noch immer unter der Krise leiden, gibt sich der Berufsverband allerdings zurückhaltender. Fürs Büropersonal bei Banken und Versicherungen fordert KV Schweiz eine Lohnerhöhung von 3 bis 4 Prozent. Die Löhne fürs Verkaufspersonal im Detailhandel müssten in Augen von KV Schweiz um 1,5 bis 2,5 Prozent, jene der Angestellten von Telekomunternehmen und des Kleingewerbes um 2 bis 3 Prozent angehoben werden. In der öffentlichen Verwaltung und im Bildungswesen hält der Personalverband Lohnerhöhungen zwischen 1,5 und 2,5 Prozent für angebracht.
SCHUB FÜR TESSINER WINTERSPORT: Die Wintersportanlagen von Airolo stehen vor einer Renaissance: Die Gemeinden Airolo und Quinto wollen dafür sorgen, dass der Betrieb im Dezember aufgenommen werden kann. Die Kosten für die Wartung der Bahnen und Lifte belaufen sich auf eine Million Franken. Der Grossteil dieses Betrages soll durch Fördergelder des Kantons gedeckt werden. Aber auch die Gemeinden lassen sich nicht lumpen: Sie beteiligen sich mit insgesamt einer Million Franken an einer Aktienkapitalerhöhung der Betreibergesellschaft Valbianca SA.
GM GLEIST BÖRSENGANG AUF: Gut ein Jahr nach der überstandenen Insolvenz strebt der einst weltgrösste Autohersteller General Motors wieder an die Börse. Der Konzern reichte einen Antrag für eine Kotierung in New York und Toronto ein, nannte dabei aber kaum finanzielle Details. Experten erwarten ein Platzierungsvolumen von bis zu 20 Mrd. Dollar, womit der Börsengang einer der grössten der Wirtschaftsgeschichte wäre. GM will nach der Rettung durch den Staat wieder seine Unabhängigkeit zurückerlangen. Die US-Regierung, die GM 2009 mit rund 50 Mrd. Dollar Steuergeldern vor dem Aus bewahrt hatte, wird ihren Anteil an dem krisengeschüttelten Autokonzern von 61 auf unter 50 Prozent senken dann weniger Einfluss haben.
INTEL SCHLUCKT MCAFEE: Der weltgrösste Chiphersteller Intel will für knapp acht Milliarden Dollar den Anti-Viren-Spezialisten McAfee übernehmen. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen stimmten der Transaktion zu. Intel bietet für McAfee 48 Dollar pro Aktie in bar. Insgesamt beläuft sich das Geschäft damit auf 7,7 Mrd. Dollar. Mit dem Erwerb von McAfee will Intel seine Sicherheits-Sparte ausbauen. Das 1987 gegründete US-Unternehmen McAfee ist nach Symantec weltweit der zweitgrösste Hersteller von Sicherheits-Software. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der im kalifornischen Santa Clara ansässige Konzern einen Umsatz von zwei Milliarden Dollar.
RÜCKRUF BEI MAZDA: Der japanische Autohersteller Mazda ruft weltweit mehr als eine halbe Million Autos in die Garagen. Grund sind mögliche Probleme an der Servo-Lenkung. Bei den Fahrzeugen kann es vorkommen, dass die Servo-Unterstützung ausfällt und sich das Lenkrad schwerer bewegen lässt. Der Rückruf betreffe Fahrzeuge der Modellreihen Mazda 3 und Mazda 5, die 2007 und 2008 in Japan gebaut worden seien, teilte der Konzern mit. In der Schweiz sind 1600 Wagen betroffen, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA hiess. Ein Drittel davon sind Mazda 3.
MIELE MIT REKORDUMSATZ: Der Hausgerätehersteller Miele hat den höchsten Umsatz in 111 Jahren Firmengeschichte verbucht. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2009/10 (30. Juni) Erlöse in der Höhe von 2,83 Mrd. Euro. Das entspreche einem Zuwachs von 2,2 Prozent, teilte Miele mit. Das Familienunternehmen macht traditionell keine Angaben zum Gewinn. Wie im Jahr zuvor trieb vor allem der Heimatmarkt Deutschland Mieles Geschäft voran.

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