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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 25. August
STARKE BAUWIRTSCHAFT: Das Schweizer Bauhauptgewerbe präsentiert sich weiterhin in guter Verfassung. Die Umsätze sind im zweiten Quartal 2010 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,0 Prozent auf rund 5,1 Mrd. Fr. angestiegen, wie der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) bekanntgab. Nachdem der hartnäckige Winter die Bautätigkeit im ersten Quartal heftig gebremst und zeitweise fast zum Erliegen gebracht habe, seien die wetterbedingten Ausfälle in der Folge nachgeholt worden, sagte SBV-Vizedirektor Martin Fehle. Dies habe sich positiv auf die Umsätze im zweiten Quartal ausgewirkt. Als erfreulich bezeichnete Fehle auch die Arbeitsvorräte. Sie sind per Ende Juni um 10,8 Prozent auf 13,2 Mrd. Fr. gestiegen. Die Auftragseingänge nahmen um 3,2 Prozent zu. Das lasse auf ein "gutes Baujahr" schliessen. Der hohe Jahresumsatz von rund 18 Mrd. Fr. im 2009 werde voraussichtlich auch im laufenden Jahr erreicht.
MEM-INDUSTRIE MIT BESSERER AUFTRAGSLAGE: Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie in der Schweiz erholt sich allmählich von der Krise. Erstmals seit zwei Jahren erhielten die Firmen im ersten Semester mehr Aufträge. Der schwache Eurokurs und die unsichere Entwicklung der Weltwirtschaft bereiten der Branche aber Sorgen. Im ersten Halbjahr bekam die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie 15,7 Prozent mehr Aufträge als in den ersten sechs Monaten 2009. Die Umsätze waren zwar 5 Prozent tiefer als noch vor Jahresfrist, sie dürften aber wegen den besser gefüllten Auftragsbüchern im zweiten Halbjahr steigen. Die Exporte erhöhten sich um 4,6 Prozent. Verbandspräsident Johann Schneider-Ammann sieht aber kein Grund für Euphorie. Es sei schwierig abzuschätzen, ob der Aufschwung in der Weltwirtschaft nachhaltig sei, erklärte Schneider-Ammann. Der Wechselkurs zum Euro sei ein grosses Problem für die Unternehmen.
EUROKURS SINKT RAPIDE: Die Gemeinschaftswährung Euro hat am nach erneut schwachen US-Konjunkturdaten gegenüber dem Franken an Boden verloren und neue Tiefststände markiert. Rund eine Stunde vor Handelsschluss in Zürich stand das Euro-Franken-Paar bei 1.2978. Der Tiefststand war bei 1.2972 erreicht worden. Der Franken sei wegen Konjunkturängsten weiterhin die gefragte Währung, sagten Beobachter. Die zunehmende Furcht vor einem Wiederaufflackern der Schuldenkrise hatte am Dienstag die Börsen weltweit deutlich ins Minus gedrückt und den Appetit auf risikoärmere Anlagemöglichkeiten wie den Franken erhöht.
ZWEI BIS VIER PROZENT MEHR LOHN: Die Arbeitnehmer-Organisation Angestellte Schweiz verlangt im nächsten Jahr Lohnerhöhungen zwischen zwei und vier Prozent. Im letzten Jahr hätten die 24'000 Mitglieder auf eine Lohnrunde verzichtet und damit einen Beitrag geleistet, um die Krise zu überstehen. Nun aber sei die Industrie wieder in Partylaune und es werde höchste Zeit, dass auch die Angestellten ans Buffet können, schreibt die Organisation in einer Mitteilung. Angestellte Schweiz ist gemäss eigenen Angaben die stärkste Arbeitnehmerorganisation der Branchen Maschinen, Elektro- und Metallindustrie (MEM) sowie Chemie und Pharma.
ASCOM MIT GUTEM HALBJAHR: Der Berner Telekom-Zulieferer Ascom hat im ersten Halbjahr 2010 deutlich zugelegt. Der Umsatz stieg um knapp ein Fünftel auf 281,2 Mio. Franken. Der Gewinn kletterte von 11,9 Mio. auf 17,1 Mio. Franken. Profitiert habe Ascom von den Investitionen in neue Geschäftsbereiche und in Forschung und Entwicklung, teilte das Unternehmen mit. Zudem hätten sich der Aufbau von Vertriebskanälen und die konsequente Umsetzung der Nischenstrategie gelohnt. Der Auftragseingang erhöhte sich um 31,8 Prozent auf 308,2 Mio. Franken. Ascom rechnet für das Gesamtjahr mit einem organischen Wachstum gegenüber dem Vorjahr.
FUSION UNTER DER LUPE: Die Fusion der beiden Krankenkassen Sanitas und KPT dauert länger als von den beiden Partnern erhofft. Die Finanzaufsichtsbehörde Finma prüft den angestrebten Zusammenschluss weiter. Die Fusionspartner hätten gerne bis Ende August grünes Licht erhalten. Während die Wettbewerbskommission (Weko) den Deal durchgewunken hat, ist die Finma mit ihrer Arbeit noch nicht fertig. Die Behörde nimmt unter anderem ein umstrittenes Mitarbeiteraktienprogramm der KPT unter die Lupe, wie ein Finma-Sprecher einen Bericht der "Handelszeitung" bestätigte. Dies könne noch einige Wochen in Anspruch nehmen.
KLÄGER GEGEN CS ABGEBLITZT: Das Berner Handelsgericht hat die Klage eines Berner Kleinanlegers gegen die Grossbank Credit Suisse (CS) im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Bank Lehman Brothers abgewiesen. Die CS habe keinen Vertragsbruch begangen. Die Grossbank habe auch ihre Aufklärungspflicht nicht verletzt, als sie dem Berner Kleinanleger Anlageprodukte verkaufte, die beim Zusammenbruch der Lehman Brothers wertlos wurden. Das entschied das Berner Handelsgericht nach einer öffentlichen Urteilsberatung.
FRANKE SETZT WENIGER UM: Bei der Franke Artemis Holding mit dem Küchenhersteller Franke ist der Umsatz im ersten Halbjahr 2010 minim um 0,2 Prozent auf rund 1,2 Mrd. Fr. gesunken. Das organische Wachstum wurde durch negative Währungseinflüsse überlagert, teilte die Holding mit. Die Ertragssituation habe sich indessen merklich verbessert. Vor allem das zweite Quartal habe eine deutliche Steigerung gebracht.
DEUTSCHLAND VERPFLICHTET BANKEN: Fast zwei Jahre nach der verheerenden Lehman-Pleite in den USA zieht die deutsche Bundesregierung weitere Konsequenzen aus der Finanzkrise. Das Kabinett hat einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der eine Bankenabgabe und ein spezielles Pleite-Verfahren vorsieht. Geplant ist eine Bankenabgabe, mit der sich die Branche an den Kosten künftiger Schieflagen beteiligen soll. Dadurch sollen die Steuerzahler, die mit Milliardensummen für Pleiteinstitute bürgen, wieder aus der Verantwortung kommen. Aus der Kreditwirtschaft hagelt es Kritik gegen die Gesetzespläne, die noch bis zum Jahresende verabschiedet werden sollen.
SCHLECHTE EINSCHÄTZUNG FÜR IRLAND: Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Irlands heruntergestuft. Sie erhöht damit den Druck auf die Regierung in Dublin, Klarheit bei den Kosten für die Bankenrettung zu schaffen. Die Agentur begründete ihre schlechtere Note mit wesentlich höheren Kosten für die Stützung des Finanzsektors als bislang angenommen. Das Rating wurde um eine Stufe auf AA- gesenkt, der Ausblick ist negativ. Das bedeutet, dass in den kommenden ein bis zwei Jahren eine neuerliche Herabstufung droht.
MEHR GEWINN FÜR HEINEKEN: Der niederländische Bierbrauer Heineken hat in den ersten sechs Monaten des Jahres wegen niedrigerer Kosten seinen Gewinn deutlich um 17 Prozent auf 621 Mio. Euro gesteigert. Die Kunden vor allem in Europa und in den USA griffen weniger zur Flasche. Der Bierabsatz der Gruppe ging insgesamt um 2,3 Prozent zurück, teilte der drittgrösste Brauereikonzern der Welt mit. Aber niedrigere Rohstoffpreise und Zinsen sowie weitere Einsparungen und Joint Ventures führten zum Gewinnplus.

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