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Bern (awp/sda) - Donnerstag, 26. August
UBS-KUNDENDATEN BIS HERBST AN DIE USA: Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat die Amtshilfeprüfung von rund 4450 UBS-Kundendossiers im Zusammenhang mit der UBS-Steueraffäre in den USA fristgerecht abgeschlossen. Die Datenüberlieferung wird bis im herbst weitgehend abgeschlossen sein. Soweit die Entscheide rechtskräftig sind, wurden den US-Steuerbehörden bereits Kontodaten geliefert. Das betraf rund die Hälfte der Fälle, wie das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) mitteilte. Zwischen den USA und der Schweiz fänden Gespräche über die Schlussphase der Vertragsumsetzung statt, heisst es im SIF-Communiqué weiter.
SCHWEIZER WIRTSCHAFT SCHRUMPFT: Im Sog der weltweiten Rezession ist die Schweizer Wirtschaft im 2009 so stark geschrumpft wie noch nie seit der Ölkrise in den 1970er Jahren. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) sank real um 1,9 Prozent. Nur weil kräftig konsumiert wurde, ging das BIP nicht noch stärker zurück. Zu laufenden Preisen, also nominal, sank das BIP im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) weiter mitteilte. 2008 war das BIP real noch um 1,9 Prozent gewachsen. In den letzten dreissig Jahren hat es nur vier Mal abgenommen, jedoch weniger stark. Einen noch grösseren Rückgang als im letzten Jahr hatte es letztmals 1975 gegeben (-6,7 Prozent). Besonders die Exportwirtschaft kam 2009 ins Trudeln: Die Schweizer Unternehmen verkauften 8,7 Prozent weniger im Ausland als im Jahr zuvor, die Importe verringerten sich um 5,4 Prozent.
LANGSAME ERHOLUNG AM ARBEITSMARKT: Der Arbeitsmarkt in der Schweiz erholt sich zögerlich. Per Ende Juni hat die Gesamtbeschäftigung im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent zugenommen, wie der Beschäftigungsbarometer des Bundesamtes für Statistik (BFS) ergibt. Die Zahl der Erwerbstätigen betrug im zweiten Quartal 4,5 Millionen. Die Zahl der schweizerischen Arbeitskräfte blieb stabil bei 3,3 Millionen (-0,1 Prozent), während bei den ausländischen Arbeitskräften eine Zunahme von 2,1 Prozent auf 1,3 Millionen verzeichnet wurde. Innert Jahresfrist nahm die Beschäftigtenzahl um 0,6 Prozent auf rund 4 Millionen zu.
BALOISE MIT MEHR PRÄMIEN UND WENIGER GEWINN: Die Baloise-Gruppe gibt nach dem ersten Halbjahr 2010 kein einheitliches Bild ab. Der Konzern hat dank reicher Kunden im Ausland deutlich mehr Prämien eingenommen als im Vorjahr, muss aber unter dem Strich einen Gewinnrückgang hinnehmen.D er Reingewinn fiel um 9 Prozent auf 213,5 Mio. Franken. Zum einen erkläre sich dies mit einem Steuereffekt aus dem Vorjahr, teilte der Konzern mit. Das Halbjahr sei aber auch geprägt gewesen durch die tiefen Zinsen, die Euro-Schwankungen und hohe Schadenkosten, unter anderem wegen des Wintersturms Xynthia.
NACHWEHEN DES LEHMAN-CRASHS FÜR UBS: Der Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers vor zwei Jahren wirft Schatten auf die Grossbank UBS. Diese gerät in den USA wegen des Verkaufs von Lehman-Zertifikaten unter Beschuss. Anleger-Anwälte werfen der UBS vor, die Papiere mit dem Hinweis auf einen 100-prozentigen Kapitalschutz noch an Kleinanleger verkauft zu haben, als die Lage von Lehman in der der US-Finanzbranche bereits als besorgniserregend eingeschätzt worden sei. Die UBS erklärte, die Bank habe in der Sache alle aufsichtsrechtlichen Vorschriften erfüllt und sei ihrer Aufklärungspflicht gegenüber den Kunden stets nachgekommen. Die Verluste der Anleger seien die direkte Folge des nicht vorhersehbaren Zusammenbruchs von Lehman im September 2008.
NOVARTIS BEENDET ALCON-KAUF: Novartis hält 77 Prozent am Augenheilmittelhersteller Alcon. Der Verkauf der restlichen rund 52 Prozent Alcon-Aktien für rund 28,3 Mrd. Dollar sei am Mittwoch abgeschlossen worden, teilten Verkäuferin Nestlé und Novartis mit. Nestlé will den Kauferlös zur Tilgung seiner Schulden verwenden. Diese beliefen sich Ende Juni auf 29,6 Mrd. Franken. Novartis wird Alcon in der Konzernrechnung 2010 voll konsolidieren. Basierend auf einer Neubewertung des ersten Alcon-Pakets stellte Konzern für das laufende Jahr einen Buchgewinn von rund 200 Mio. Dollar in Aussicht. Der Pharmakonzern legte für die Beteiligung insgesamt 38,7 Mrd. Dollar auf den Tisch.
NEUGELD FÜR HSBC TROTZ DATENKLAU: Die Genfer Privatbank HSBC Suisse kommt nach dem gross angelegten Datenklau vom letzten Jahr offenbar glimpflich davon. Obschon 15'000 ihrer Kunden von der Affäre betroffen waren, konnte die auf sehr reiche Kunden spezialisierte Bank die Kundenvermögen im ersten Halbjahr 2010 netto um 4,9 Mrd. Fr. steigern. Der Vorsteuergewinn sank im Vorjahrsvergleich um 17 Prozent auf 376 Mio. Franken. Grund ist der wegen den Tiefzinsen in allen Währungen um 28 Prozent tiefere Zinserfolg, denn der Kommissions- und Handelserfolg stieg um 15 Prozent. Der Reingewinn, der allerdings im Vorjahr von Verkäufen und Bewertungsrückstellungen gestützt gewesen war, sank um 26 Prozent auf 304 Mio. Franken.
VALORA STEIGERT GEWINN: Die Kioskbetreiberin Valora hat im ersten Halbjahr 2010 den Reingewinn im Vergleich zur Vorjahresperiode um 43,8 Prozent auf 26,0 Mio. Fr. gesteigert. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich von 23,0 auf 35,7 Mio. Franken, wie Valora mitteilte. Der Umsatz stieg um 1,2 Prozent auf 1,43 Mrd. Franken. Die Division Retail steigerte die Nettoerlöse um 1,8 Prozent auf 792 Mio. Franken, wie es weiter hiess.Fussball-Sammelbilder leisteten einen Umsatzbeitrag von 9,3 Mio. Franken, dieser wurde allerdings durch negative Währungseffekte von 9,1 Mio. Fr. fast vollständig ausgeglichen. Die grösste Steigerung wurde von der Sparte Kiosk Schweiz mit einem Umsatzplus von 1,2 Prozent erzielt.
DELL BIETET MEHR FÜR 3PAR: Im Milliardenpoker um den Datenspeicher-Spezialisten 3PAR hat der US-Computerriese Dell seinen Erzrivalen Hewlett-Packard übertrumpft. Der drittgrösste PC-Hersteller stockte sein Angebot knapp über die Offerte des Weltmarktführers von ebenfalls rund 1,6 Milliarden auf. Die 3PAR-Führung akzeptierte den Vorstoss. Allerdings hatte sie auch schon in der vergangenen Woche das erste Dell-Angebot von 1,2 Mrd. Dollar unterstützt, bevor HP überraschend 400 Millionen mehr auf den Tisch legte. Abzuwarten bleibt nun, wie HP auf den Dell-Gegenschlag beim Positionskampf im zukunftsträchtigen Geschäft mit Internet-Computerdiensten reagiert.

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