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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 1. September
RUAG MIT MEHR GEWINN: Der Technologiekonzern Ruag hat den Gewinn im ersten Halbjahr um über die Hälfte gesteigert. Der Umsatz stieg vor allem dank der Übernahme des Raumfahrtgeschäfts von OC Oerlikon um rund 6 Prozent auf 836,1 Mio. Franken. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen in Bundesbesitz 21,1 Mio. Franken, nach 13,4 Mio. Fr. im ersten Halbjahr 2009. Der Betriebsgewinn (EBIT) erhöhte sich ähnlich stark um 60 Prozent auf 32 Mio. Franken. Der Rüstungs- und Technologiekonzern erhielt Aufträge im Wert von rund 976 Mio. Franken, dies sind rund 100 Mio. Fr. mehr als im Vorjahressemester. 2009 war der Geschäftsabschluss der Ruag wegen massiven Abschreibungen tiefrot ausgefallen. Wie das Unternehmen weiter bekannt gab, legt es zwei seiner sechs Divisionen zusammen. Die Divisionen Electronics und Land Systems werden zur Division Defence verschmeltzt.
REISEBÜROS UNTER DRUCK: Die Finanzkrise und die Rezession haben den Schweizer Reisebüros einen Strich durch die Rechnung gemacht. Umsatz und Gewinn sind im letzten Jahr geschmolzen. Damit musste die Branche nach sechs Jahren Wachstum den ersten Rückschlag hinnehmen. Für das laufende Jahr sieht es bereits wieder besser aus. Der durchschnittliche Umsatz pro Reisebüromitarbeiter sei im vergangenen Jahr um 100'000 Fr. auf knapp 1,1 Mio. Fr. gesunken, sagte der Geschäftsführer des Schweizerischen Reisebüro-Verbandes, Walter Kunz. Hochgerechnet dürfte die Branche einen Umsatz von 11,2 Mrd. Fr. erzielt haben. Das sei rund 1 Mrd. Fr. weniger als ein Jahr zuvor. Die Nettorendite, das heisst das Verhältnis von Gewinn zum Umsatz, sei von 2,1 auf magere 0,8 Prozent geschrumpft.
COOP KAUFT LOGISTIKER: Coop übernimmt das Logistikunternehmen railCare mit Sitz in Härkingen SO. Mit dessen Cargo-Pendelzügen will der Grossverteiler die Verlagerung von Warentransporten von der Strasse auf die Schiene beschleunigen. Coop übernehme das gesamte Aktienkapital und alle 50 Angestellten von railCare, teilte die Nummer 2 des Schweizer Detailhandels mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die railCare AG besteht erst seit September 2009. Das Unternehmen setzt drei Pendelzüge ein, die täglich rund um die Uhr auf den drei Strecken Landquart GR-Daillens VD, Frauenfeld TG-Daillens und Roggwil BE-Visp VS verkehren. Zusammengestellt werden die Züge aus zugemietetem Rollmaterial.
SWISSCOM NICHT MEHR AUF JUNGFRAUJOCH: Die Swisscom gibt 2013 ihre Richtfunkstation auf dem Jungfraujoch im Berner Oberland auf. Die Jungfraubahnen prüfen nun Möglichkeiten, das Gelände touristisch zu nutzen. Die Richtfunkstation befindet sich auf dem Ostgrat der Jungfrau und ist vom Jungfraujoch aus durch einen bisher nicht öffentlich zugänglichen Tunnel erreichbar. Wie die Jungfraubahnen das Gebäude nutzen möchten, ist noch offen. Zunächst klären Fachleute ab, ob eine touristische Nutzung überhaupt möglich ist. Europas höchste Richtfunkstation auf dem Jungfraujoch wurde 1954 in Betrieb genommen.
BOBST MIT VERLUST: Der Waadtländer Verpackungsmaschinen-Hersteller Bobst hat im ersten Halbjahr 2010 eine deutliche Umsatzsteigerung erzielt. Diese reichte jedoch nicht aus, um aus den roten Zahlen zu kommen. Der Umsatz kletterte im Vergleich zur Vorjahresperiode um ein Fünftel auf 560,1 Mio. Franken. Der Betriebsverlust verringerte sich von 79,3 Mio. auf 27,3 Mio. Franken. Unter dem Strich resultierte im ersten Halbjahr 2010 ein Reinverlust von 23,5 Mio. Franken. Darin ist eine Steuergutschrift von 7,7 Mio. Fr. enthalten. In der Vorjahresperiode hatte der Verlust noch 70,2 Mio. Franken betragen.
FRANCK MULLER BLÄST PROJEKT AB: Der angeschlagene Luxusuhren-Hersteller Franck Muller verzichtet definitiv auf die Erweiterung seiner Manufaktur im jurassischen Les Bois. Das 25-Millionen-Projekt war im vergangenen Jahr zurückgestellt worden. Die Erweiterungspläne seien endgültig vom Tisch, bestätigte der Direktor von Franck Muller, Nicholas Rudaz. Franck Muller hatte das Vorhaben im Juni 2009 auf Eis gelegt. Ebenfalls zurückgestellt wurde damals das Projekt für eine neue Manufaktur im freiburgischen Pont-en-Ogoz. Die Zukunft des Freiburger Projekts sei weiterhin offen, sagte Rudaz. Im Kanton Jura sollten 200 neue Arbeitsplätze entstehen, im Kanton Freiburg 80.
BOMBARDIER MIT SCHLECHTEREN ZAHLEN: Der kanadische Flugzeug- und Bahntechnik-Hersteller Bombardier leidet unter dem Spardiktat seiner Firmenkunden. Vor allem die von Geschäftsleuten früher gerne genutzten Business-Jets verkauften sich im zweiten Geschäftsquartal deutlich schlechter. Der Konzernumsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf knapp 4,1 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn schrumpfte in der Folge sogar um 27 Prozent auf unter dem Strich 148 Mio. Dollar. Bombardier stellt unter anderem kleine bis mittelgrosse Flugzeuge her. Den Grossteil seines Umsatzes macht Bombardier aber mit Zügen, Waggons und Strassenbahnen. Auch die SBB lassen ihre neuesten Doppelstock-Züge von Bombardier bauen.
JAPANISCHER STAAT INVESTIERT: Japan will der schwächelnden Wirtschaft erneut mit milliardenschweren Konjunkturhilfen unter die Arme greifen. Dafür werden im Haushaltsjahr von April 2011 bis März 2012 zusätzlich 2,94 Billionen Yen (rund 35,5 Mrd. Franken) veranschlagt, wie das Finanzministerium mitteilte. Insgesamt peilt Japan einen Rekordhaushalt von fast 97 Billionen Yen an. Das Land steuert damit immer tiefer in die Verschuldung. Zudem macht Japan der Höhenflug der Währung Yen zu schaffen, weil die Industrie stark auf Export ausgerichtet ist.

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