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Bern (awp/sda) - Freitag, 3. September
TAG DER WIRTSCHAFT: Die Schweizer Wirtschaft hat die globale Rezession nach Ansicht von Wirtschaft und Politik gut weggesteckt. Bundespräsidentin Doris Leuthard rief in Basel am Tag der Wirtschaft, dem Jahresanlass des Wirtschaftsdachverbands economiesuisse, in Erinnerung, dass die Schweiz als wettbewerbsfähigstes Land der Welt gelte. Vor ranghohen Vertretern der Wirtschaft lobte die Vorsteherin des Volkswirtschaftsdepartements das rasche Handeln der Unternehmen während der Krise. Dies habe dazu beitragen, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt bereits wieder bessere. Eine zwingende Voraussetzung für Wachstum seien tiefere Staatsschulden, sagte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, der als Ehrengast auftrat. Die Schweizer Schuldenbremse, die eine zu hohe Staatsverschuldung verhindere, werde mittlerweile in ganz Europa ernst genommen.
STELLENABBAU BEI ROCHE: Wegen der gekürzten Gesundheitsbudgets vor allem in den USA und in Europa sowie Rückschlägen bei der Zulassung von Medikamenten greift der Basler Pharma- und Diagnostikkonzern Roche zum Rotstift. Wieviele Stellen er streicht, gibt er bis Ende Jahr bekannt. Die Kostenträger im Gesundheitswesen investierten ihre knapper werdenden Ressourcen vermehrt in Therapien und Diagnosemethoden mit dem grössten medizinischen Nutzen. Der Kostendruck habe zur Folge, dass der Konzern die Prozesse zur Anpassung der Kostenstruktur und zur Produktivitätsverbesserung beschleunigen müsse.
TEUERUNG IM AUGUST GESUNKEN: Im August blieben die Konsumentenpreise gegenüber dem Vormonat stabil. Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 0,3 Prozent, verglichen mit 0,4 Prozent im Juli. Während sich die Inlandgüter im Jahresvergleich um 0,5 Prozent verteuerten, sanken bei Importgütern die Preise um 0,4 Prozent. Im August haben sich die Preisschwankungen gegenseitig kompensiert. Der Landesindex der Konsumentenpreise verharrte deshalb unverändert auf dem Stand von 103,4 Punkten (Dezember 2005=100). Rückläufig waren die Preise für Verkehr (-0,3 Prozent), Wohnen und Energie (-0,2 Prozent) sowie für Gesundheitspflege (-0,1 Prozent). Benzin wurde dabei im Schnitt um 0,3 Prozent billiger, Diesel um 0,2 Prozent.
VASELLA IM ECONOMIESUISSE-VORSTAND: Der Verwaltungsratspräsident des Basler Pharmariesen Novartis, Daniel Vasella, ist in den Vorstand des Wirtschaftsdachverbands economiesuisse gewählt worden. Vasella gehört auch dem kleineren Vorstandsausschuss des Verbands an. Vasella wurde als Vertreter der Pharmaindustrie und der Grosskonzerne gewählt. Neben Vasella wählte der economiesuisse-Vorstand als Repräsentanten des Hotelierverbands Hotelleriesuisse Guglielmo Brentel den Vorstandsaussschuss. Neu im Vorstand sind zudem der Chef des Telekomunternehmens Sunrise, Oliver Steil, sowie Isabelle Welton, Leiterin von IBM Schweiz sowie Hans Wicki, Vertreter der Zentralschweizerischen Handelskammer.
FORDERUNGEN AN FELDSCHLÖSSCHEN: Die Angestellten der von der Schliessung bedrohten Cardinal-Brauerei in Freiburg haben vier Vorschläge für die Zukunft formuliert. Diese sollen in die Konsultationen mit dem Mutterkonzern Carlsberg/Feldschlösschen einfliessen. Die in den Augen der Versammelten wichtigste Strategie sieht die Weiterführung einer Spezialitätenproduktion in Freiburg vor. Als zweiter Vorschlag schwebt der Gewerkschaft und den Angestellten ein Ausbau zu einem Verteilzentrum für die Westschweiz vor. Drittens könnten die Freiburger Brauerei zu einem Zentrum für Werbeaktivitäten ausgebaut werden. Schliesslich könnte der Standort eine Lizenzproduktion im Auftrag Dritter übernehmen.
WENIGER VERLUST: Die Pharmafirma Santhera hat im ersten Halbjahr 2010 bei weiterhin bescheidenem Umsatz den Verlust auf 14,2 Mio. Fr. gedrückt. Im Vorjahressemester hatte das Minus 24,5 Mio. Fr. betragen. Der Umsatz belief sich auf 1,7 Mio. Franken, nach 0,5 Mio. Franken in der Vorjahresperiode. Dank der Umsätze mit dem Medikament Catena und der Vorauszahlung aus einer neuen Partnerschaft mit Ipsen erwartet das Unternehmen ein sehr profitables zweites Halbjahr 2010.
RETTUNG FÜR KARSTADT: Aufatmen bei den rund 25'000 Angestellten der deutschen Warenhauskette Karstadt: Der Weg für eine Rettung der insolventen Firma ist frei. Der Kaufvertrag mit Investor Nicolas Berggruen kann in Kraft treten, teilte das deutsche Arbeitsministerium mit. Die Gläubiger des Karstadt-Vermieters Highstreet hatten zuvor den von Berggruen geforderten Mietsenkungen zugestimmt. Nach der grundsätzlichen Einigung hatten lediglich noch einige Unterschriften gefehlt, sie seien inzwischen aber geleistet, teilte Highstreet mit. Das Arbeitsministerium bestätigte das Zustandekommen.
BESSERE LAGE AM US-ARBEITSMARKT: Die Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt hat sich im August nicht so stark wie erwartet verschlechtert. Die Zahl der Beschäftigten sank um 54'000 und damit den dritten Monat in Folge. Analysten hatten aber sogar ein Minus von 100'000 erwartet. In den beiden Vormonaten waren zusammen 230'000 Stellen weggefallen. Erste Schätzungen hatten noch einen Rückgang um rund 350'000 ergeben. Die Arbeitslosenquote stieg von 9,5 auf 9,6 Prozent.

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