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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 15. September 2010
INTERVENTION GEFORDERT: Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert die Nationalbank auf, die "übertriebene Franken-Stärke" mit aller Kraft zu bekämpfen. In erster Linie müssten die Währungshüter direkt auf dem Devisenmarkt intervenieren. Darüber hinaus schlägt der Gewerkschaftsbund die Einführung einer Transaktionssteuer im Handel vor. Damit könnte der Gewinn bei kurzfristigen Spekulationen erheblich verringert werden. Vorgeschlagen werden auch regulatorische Eingriffe bei den Banken. Bereits in den 1970er-Jahren hätten Bund und Nationalbank die Devisenmarkt-Geschäfte mit Erfolg eingeschränkt, um die Schweizer Wirtschaft zu schützen. Zudem sollten Export-Firmen Euro gegen Franken zu einem Sonderkurs wechseln können.
MEHR ALS ERWARTET: Die Schweizer Wirtschaft ist im ersten Halbjahr deutlicher gewachsen als vorerst angenommen. Die Ökonomen des BAKBASEL haben darum ihre Prognosen für das Gesamtjahr nach oben geschraubt. Sie rechnen neu mit einem Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent. Bisher gingen die Ökonomen von einem Wachstum von 1,9 Prozent aus. Für 2011 wird aber mit einer Abkühlung gerechnet. Das Wachstum wird nur noch 1,4 Prozent betragen, teilte BAKBASEL mit. Bisher lag die Prognose bei 1,7 Prozent. Vor allem die Exporte würden an Dynamik verlieren, heisst es weiter. Dies führen die Ökonomen unter anderem auf den starken Franken zurück. Auch komme mit dem erwarteten Rückgang der Schweizer Bauinvestitionen eine wichtige Triebfeder zum Stillstand.
VEKSELBERG UND CO. WEHREN SICH: Den Investoren Viktor Vekselberg, Georg Stumpf und Ronny Pecik droht wegen Verstössen gegen das Börsengesetz eine Busse von je 40 Mio. Franken. Vor dem Bundesstrafgericht haben sie nun versucht, die Busse abzuwenden. Das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) wirft dem Trio vor, beim Einstieg bei OC Oerlikon gegen die Gruppenmeldepflicht verstossen zu haben. Konkret geht es um zwei Aktienpakete, die Vekselbergs Beteiligungsgesellschaft Renova im Jahr 2006 der österreichischen Gesellschaft Victory von Pecik und Stumpf abgekauft hatte.
TEURERE MIETEN: Wer im August per Inserat eine Wohnung suchte, wurde erneut mit höheren Mieten konfrontiert: Die sogenannten Angebotsmieten steigen im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren die ausgeschriebenen Wohnungen gar 1,3 Prozent teurer. Der Angebotsmietindex des Internetportals homegate.ch kletterte im August auf den Stand von 116,3 Punkten. Am stärksten legten die Preise in Basel zu (+0,5 Prozent). In Zürich und Bern verzeichnete der Index mit 0,3 respektive 0,2 Prozent ebenfalls einen leichten Zuwachs
DOPPELTER GEWINN: Nach dem durch die Wirtschaftskrise getrübten Jahr 2009 scheint bei Meyer Burger wieder die Sonne: Der Hersteller von Spezialsägen für die Solarindustrie hat im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Gewinnsprung erzielt. Die Auftragsbücher wurden wieder dicker. Der Umsatz von Meyer Burger kletterte in den ersten sechs Monaten um 67 Prozent auf 356,9 Mio. Franken, wie der Konzern bekanntgab. Das Unternehmen surfe derzeit auf einer Nachfragewelle, sagte Verwaltungsratspräsident Peter Wagner am vor den Medien in Zürich. Zusätzlich trieben Fusionen und Übernahmen den Umsatz nach oben. Das Betriebsergebnis (EBIT) schoss von 13,2 Mio. auf 34,4 Mio. Fr. hoch. Der Reingewinn verdoppelte sich auf 23,6 Mio. Franken.
GEWINNSTEIGERUNG BEI KABA: Beim Sicherheitstechnik-Konzern Kaba machen sich die Umstrukturierungen bezahlt: Der Betriebsgewinn legte im Geschäftsjahr 2009/10 wieder um 8 Prozent auf 139,8 Mio. Fr. zu. Noch im Vorjahr war er um über ein Fünftel eingebrochen. Unter dem Strich blieb per Ende Juni ein Konzerngewinn von 86,9 Mio. Franken - ein Plus von fast einem Viertel gegenüber dem Geschäftsjahr 2008/09. Der Umsatz ging aber um 3,1 Prozent auf 1,13 Mrd. Fr. zurück. Zum grössten Teil geht dies auf das Konto von Währungseinflüssen. Rechnet man diese heraus, hätte Kaba den Umsatz knapp auf Vorjahresniveau halten können (-0,4 Prozent). Kaba will den Aktionären nun wieder eine höhere Dividende von 7.00 Fr. ausschütten (Vorjahr: 4.70 Franken), denn die Aussichten sind positiv.
MEHR KAPITAL: Der Firmengründer der Westschweizer Kaffee-Kapsel-Herstellerin Ethical Coffee Company, Jean-Paul Gaillard, hat sich mehr Kapital beschafft: Er steckt weitere 50 Millionen Franken in die Produktion der Nespresso-Konkurrentin. Der Walliser hat nach dieser dritten Kapitalerhöhung für die Entwicklung des Unternehmens zwei mögliche Standorte im Visier: Zum einen Industrie-Räumlichkeiten in Genf, zum anderen könnte er in die Räume der Brauerei Cardinal in Freiburg einziehen. Diese hat vor ein paar Wochen bekannt gegeben, den Standort ins aargauische Rheinfelden zu verlagern. Der zweite Unternehmens-Standort soll im kommenden Februar eröffnet werden. Man werde sich für denjenigen Kanton entscheiden, aus dem das bessere Angebot komme.
ORELL FÜSSLI KAUFT ZU: Die Industrie- und Buchhandelsgruppe Orell Füssli stärkt ihr Chipkartengeschäft mit der Übernahme wesentlicher Teile der insolventen deutschen Böwe Cardtec. Zum Kaufpreis werden keine Angaben gemacht. Die Orell-Füssli-Tochter Atlantic Zeiser erwirbt per 1. Oktober neben dem Anlage- und Umlaufvermögen sowie bestehenden Immaterialgüterrechten und Kundenbeziehungen über die Hälfte der rund 60 Mitarbeitenden am Standort Paderborn. Orell Füssli kann mit dem Kauf umfassende Angebote von der sicheren Erfassung der Kartenbesitzerdaten über die Herstellung bis hin zur Auslieferung und Administration jeder Karte machen.
EINSTIEG DER CS BEI NEW YORK CAPITAL MANAGEMENT: Die Grossbank Credit Suisse hat einen Minderheitsanteil an der amerikanischen Hedgefonds-Gesellschaft York Capital Management erworben. Das Credit Suisse Asset Management lege zunächst 425 Mio. Dollar für die Beteiligung auf den Tisch. Die Höhe des Anteils wurde nicht beziffert. In den nächsten fünf Jahren seien weitere Zahlungen in Abhängigkeit von der Wertentwicklung von York Capital Management vereinbart. Die Hedgefonds-Gesellschaft solle aber eigenständig bleiben und weiterhin von Gründer Jamie Dinan geführt werden. York Capital wurde 1991 gegründet und hat ihren Unternehmenssitz in New York. Der Fonds verwaltet rund 14 Mrd. Dollar an Vermögen. Mit dem Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal gerechnet.
EU WILL KONTROLLE FÜR SPEKULATIVE FINANZPRODUKTE: Zwei Jahre nach Beginn der weltweiten Finanzkrise geht die EU-Kommission gegen den Missbrauch mit spekulativen Finanzprodukten vor. Zwei neue Verordnungen sehen strengere Regeln für Derivate sowie ungedeckte Leerverkäufe und Kreditausfallversicherungen vor. Die beiden Vorschläge der EU-Kommission sind Teil der Finanzreform und des Finanzaufsichtspakets der Europäischen Union (EU), im Nachgang zur Finanzkrise. Zusammengefasst geht es der EU um mehr Sicherheit und weniger Risiko. "Wir wollen die Risiken bei den Spekulationen einschränken, indem wir die Leute zu mehr Transparenz verpflichten", sagte der EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier vor den Medien in Brüssel. Die Regeln müssen noch vom EU-Parlament und dem Rat der Mitgliedstaaten verabschiedet werden.
JAPAN INTERVENIERT: Im Kampf gegen den Höhenflug des Yen hat Japan erstmals seit sechs Jahren wieder am Devisenmarkt interveniert. Das Land kaufte in grossem Umfang Dollar, um den Yen-Anstieg zu stoppen und den Export anzukurbeln. Es sei ein Alleingang Japans gewesen, bestätigte Finanzminister Yoshihiko Noda an einer Medienkonferenz in Tokio. Die internationalen Partner seien aber informiert gewesen. Zu Einzelheiten äusserte er sich nicht. Die Regierung sei zu allen nötigen Massnahmen entschlossen, um gegen einen zu hohen Währungskurs vorzugehen, sagte Noda. Dass andere Länder Japan unter die Arme greifen, ist nach Meinung von Analysten unwahrscheinlich, da auch sie schwächere Währungen benötigten, um ihre Exporte zu befeuern und die Konjunkturerholung zu unterstützen. Die Schätzungen über das Volumen gingen weit auseinander. Die Nachrichtenagentur Jiji meldete, die Bank of Japan (BoJ) sei mit mehr als 100 Milliarden Yen eingeschritten. Einige Händler sprachen sogar von 300 bis 500 Milliarden Yen.
uh

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