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Bern (awp/sda) - Donnerstag, 16. September 2010
KEINE ZINSÄNDERUNG DER SNB: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) versorgt die Wirtschaft weiterhin grosszügig mit billigem Geld. Vor dem Hintergrund der Franken-Stärke und der nachlassenden Wachstumsdynamik peilt sie unverändert einen Leitzins von rekordtiefen 0,25 Prozent an. Der für die Geldpolitik massgebliche Dreimonats-Libor soll wie seit März 2009 im Zielband von 0 bis 0,75 Prozent gehalten werden. Beim Dreimonats-Libor handelt es sich um einen Marktzins, den die Nationalbank nur indirekt steuern kann. Er lag am Donnerstag bei 0,185 Prozent. Die SNB geht davon aus, dass die Wirtschaft dieses Jahr um 2,5 Prozent wächst. Bei ihrer letzten Lagebeurteilung im Juni hatte sie ein Wachstum von rund 2 Prozent vorhergesagt. Für 2011 gab die SNB keine konkrete Prognose ab. Sie rechnet aber mit einer deutlichen Abschwächung des Wachstums, nachdem die Erholung zuletzt überraschend stark war.
ABKÜHLUNG DER SCHWEIZER WIRTSCHAFT: Nach einer eindrücklichen Aufholjagd verlangsamt sich das Wachstum der Schweizer Wirtschaft deutlich. Vor allem bei den Exporten ist wegen der Frankenstärke ein Bremser zu erwarten. Die Bundesökonomen des SECO senken deshalb ihre Konjunkturprognose für 2011. Demnach dürfte das Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) im nächsten Jahr noch um 1,2 Prozent wachsen. In seiner Prognose vom Juni hatte es ein Plus von 1,6 Prozent in Aussicht gestellt. Die Experten des Bundes korrigierten auch die Prognose für das laufende Jahr, diese allerdings markant nach oben. Sie rechnen nun für 2010 mit einem kräftigen BIP-Wachstum von 2,7 Prozent, nachdem sie bisher einen Wert von 1,8 Prozent erwartet haben.
ENGAGEMENT FÜR STARKEN FINANZPLATZ: Die Schweizer Banken wünschen sich eine Stärkung der Finanzaufsichtsbehörde Finma. Die Finma brauche wegen immer komplexeren Aufgaben mehr Fachpersonal, sagte der Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg), Patrick Odier vor Medien. Die Banken seien keineswegs gegen eine "sinnvolle" Regulierung. Mit Blick auf das neue internationale Banken-Regulierungswerk Basel-III warnte Patrick Odier, Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) und Teilhaber der traditionsreichen Genfer Privatbank Lombard Odier, aber vor einem "Überschiessen". Gemäss Basel-III, dessen Details Anfang dieser Woche bekannt geworden sind, müssen die Finanzinstitute ihr so genannt "hartes Eigenkapital" aus Aktienkapital und Gewinnrücklagen, mit dem sie ihr Geschäft unterlegen, bis 2019 auf 7 Prozent aufstocken. So sollen Banken resistenter gegen Krisen werden. Die Finanzaufsicht Finma, die für die Umsetzung von Basel-III in der Schweiz zuständig ist, könnte laut Beobachtern ein noch höheres Kapitalerfordernis beschliessen. Wie hoch dieser auch als "Swiss Finish" bekannte Zuschlag sein könnte, ist nicht bekannt.
WEKO-UNTERSUCHUNG IM ONLINEHANDEL: Die Wettbewerbskommission (WEKO) hat eine Untersuchung wegen Behinderungen des Online-Handels mit Haushaltgeräten eröffnet. Die Untersuchung richtet sich zunächst gegen die Herstellerfirmen Electrolux und V-Zug. Die Ergebnisse dieser erstmaligen Untersuchung von Beschränkungen im Online-Handel durch die WEKO sollen zu grundsätzlichen Kriterien für den Internet-Verkauf über die Branche hinaus führen. Der schwedische Haushaltgeräte-Konzern Electrolux hat ihren Händlern den Verkauf über Online-Shops ganz verboten, rapportiert die WEKO den Sachverhalt. Die schweizerische Herstellerin V-Zug machte den Händler gewisse Auflagen.
WACHSTUM BEI DER MOBILIAR: Die genossenschaftlich organisierte Versicherung Mobiliar ist im ersten Halbjahr 2010 weiter gewachsen. Das Prämienvolumen überschritt die Marke von zwei Milliarden. Der Gewinn ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gestiegen. Unter dem Strich verdiente die Mobiliar 186,5 Mio. Franken. In der Vorjahresperiode hatte der konsolidierte Gewinn noch 154,0 Mio. Fr. betragen. Bei den Prämien legte die Gruppe um 3,5 Prozent auf 2,043 Mrd. Franken zu. Sie lag damit über dem Marktwachstum von 0,6 Prozent.
AUSBAU-PLÄNE BEI ACS: Der spanische Mischkonzern ACS will Deutschlands grösstes Bauunternehmen Hochtief übernehmen, aber nicht komplett. ACS wolle die Beteiligung an Hochtief längerfristig auf knapp über 50 Prozent ausbauen, damit Hochtief voll konsolidiert werden könne. ACS ist seit 2007 mit knapp 30 Prozent bereits grösster Einzelaktionär bei Hochtief. Der Konzern biete den Hochtief-Aktionären acht eigene Aktien im Austausch für fünf Hochtief-Aktien. Damit legt das spanische Unternehmen den Wert der Hochtief-Aktie auf rund 56 Euro fest - nach den jüngsten Kurssteigerungen ist das weniger als der aktuelle Wert. Die restlichen rund 70 Prozent an Hochtief würden demnach rund 2,76 Mrd. Euro kosten. Analysten bezeichneten den Preis als enttäuschend.
NEUER CHEF BEI SAS: Der Schwede Rickard Gustafson wird neuer Chef bei der angeschlagenen skandinavischen Fluggesellschaft SAS. Er löst seinen Landsmann Mats Jansson ab. Jansson hat seit seinem Antritt Anfang 2007 mehrfach massive Sparprogramme durchgesetzt und von Eignern frisches Kapital bekommen, ohne das Unternehmen aus den roten Zahlen zu bringen. Er hatte seinen Rücktritt zum 1. Oktober im August angekündigt.
UNTERSUCHUNGEN GEGEN MAN UND MERCEDES: Die britische Kartellbehörde OFT nimmt die Geschäfte mehrerer Nutzfahrzeughersteller wegen des Verdachts auf Preisabsprachen unter die Lupe. Im Rahmen einer Untersuchung seien Büros von Mercedes-Benz in Grossbritannien aufgesucht worden, sagte ein Sprecher der Behörde. Die Untersuchungen befänden sich in einem frühen Stadium und es sei noch unklar, ob ein Gesetz gebrochen worden sei. MAN und Scania wurden von der Behörde um Informationen gebeten.
SPITZENPLATZ FÜR COCA-COLA: Coca-Cola bleibt bei den Marken unangefochten die Nummer Eins. Mit einem Wert von über 70 Mrd. Dollar führt der Limonaden-Konzern 2010 die Rangliste weiterhin an. Technologiemarken machen derweil unaufhörlich Boden gut. Hinter Coca-Cola liegen wie 2009 IBM und Microsoft. Google machte weitere drei Plätze gut und landete auf Platz Vier. 2010 stiess mit dem US-Computergiganten HP eine weitere dieser Marken - die fünfte - in die Top Ten vor. Der Markenwert von Apple wuchs um 37 Prozent (Rang 17 nach 20), Blackberry legte 32 Prozent zu (54/63). Der von Rückrufen gebeutelte japanische Autokonzern Toyota verlor 16 Prozent Markenwert und schied aus den Top Ten aus.
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